Hofpost #32: Mairübchen im Juni

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

Das Frühjahr in Riede war arbeitsintensiv und jetzt im Sommer wird es nicht weniger. Trotz dem zeitweise Ausfall von Pumpe und Trekker, läuft der Betrieb rund und Dank etlicher Aktionstage sind die meisten Sommerkulturen im Boden! In der kurzen erntefreien Zeit im März wurde viel auf dem Hof geschafft, neue Geräte konstruiert und alte landwirtschaftliche Geräte wieder rekonstruiert. 

Und dennoch bleibt alles anders und mit dem kommenden Herbst verändert sich das Team der hauptamtlichen angestellten Gärtner*innen. Wir machen uns auf die Suche nach einer*m neuen Kolleg*in für unser Mitarbeiter*innen-Team. Mehr dazu im Perspektiven Teil.

Schon den Frühling haben wir mit einem kleinen Hoffest begrüßt und im späten Sommer laden wir Euch wieder zum großen Zebra-Sommerfest am 14. September 2024 ein.

Viel ist passiert und das Wichtigste berichten wir Euch in den folgenden Absätzen.

Neues vom Acker

Das Frühjahr war ungewöhnlich nass und einige Flächen standen lang unter Wasser. Gerade auf dem Hauptstück verhinderte über Wochen die „große Pfütze“ die Bearbeitung mit Maschinen. Ein Stockentenpärchen war regelmäßig im temporären Teich zu Gast. Jetzt steht dort aber neben Knollensllerie diverser Kohl. In der dreiteiligen Fruchtfolge ist dieses Jahr die Hälfte des Kuhlmannacker mit Kartoffeln bestückt. Auf der anderen Hälfte wachsen Kohlrabi, Rettiche, Mangold und Salate heran. 

Auf dem Elmar-Acker wurden schon die Möhren und weiteres Wintergemüse gesetzt. Und das Hauptstück ist in dieser Saison der Kohlacker: Blumen-, Rosen- und Spitzkohl gedeihen hier.

Beim letzten Aktionstag wurden auf dem neu hinzugepachteten Brombeeracker durch viele motivierte Gärtner*innen, Reihen Kürbis und Zuchhini in den Boden gebracht. Mit den zusätzlichen Aktionstagen im Mai konnten wir dank Euch, der vielen engagierte Helfer*innen, etliche Kulturen pflanzen und haben die langen Häuser mit Auberginen und Tomaten bestückt. Vielen Dank an die – unterm Strich – über 100 Menschen, die an den Samstagen geholfen haben!

In unseren langen Häusern stehen jetzt die pflegeintensiven Kulturen: Tomaten, Auberginen und Gurken, sowie den Kohl, den ihr schon in den Anteilen hattet.

Der Betrieb auf dem Hof sorgte auch für Verschleiß und im Frühjahrs musste die wichtige Bewässerungspumpe durch eine Neue ersetzt werden. Der Traktor bekam ein neues Differntial für den Allradantrieb. 

In unseren Obstbäumen macht sich dieses Jahr die Gespinnstmotte (Yponomeutidae) breit. Insbesondere der Klimawandel fördert das Auftreten der Raupen, die sich durch die Blätter fressen und anschließend alle Baumbestandteile mit einem Gespinst überziehen. Wir hoffen auf die rund 80 natürlichen Gegenspielern, wie Schlupfwespen, Raubwanzen sowie einige Parasiten, die die Raupen auffressen.

Ernteanteile & Gemüse

Die Menschen des Ernteteams sind recht zufrieden mit unseren aktuellen Anteilen. Wir hoffen, Ihr auch. Es gibt nur wenige Kulturen, die uns dieses Jahr misslingen. Im Frühjahr schossen einige Gemüse-Kulturen, z.B. der Spitzkohl, den Ihr deswegen teilweise noch recht klein bekommen habt. Wir hatten aber auch einige Erfolgserkenntnisse wie eine warme Voranzucht beim Standensellerie, der uns dieses Jahr nicht in die Blüte gegangen, sondern besonders groß gewachsen ist. Unser Kräuterbeet-Streifen wurde im Frühjahr regelmäßig gehackt und nun hattet Ihr schon in der dritten Woche in Folge Oregano in den Anteilen. Wir empfehlen, die Pflanzen zu trocknen und sich einen kleinen Organo-Vorrat fürs Jahr anzulegen.

Wir möchten hier auf einen Umstand eingehen, der viel mit der Logistik, aber auch mit dem Prinzip Solawi zu tun hat: bei manchem Gemüse unterscheiden sich die Mengen von Depots zu Depot für Euch. Zum Beispiel ernten wir nicht jede Woche ausreichend viel Zuckerschoten für alle Mitglieder. Deshalb bestücken wir die Depots abwechseln mit Schoten, um eine sinnvolle Menge auszuliefern und versuchen, möglichst alle fair zu versorgen. Auch reichte die Menge an Brokkoli nicht, die ganz großen Depots zu bestücken – aber auch hier kommen bald weitere Sätze vom Acker für alle. 

Das Zebra ist ein Mitmachprojekt, auch bei der Ernte! Wir freuen uns deswegen nach wie vor über helfende Hände. Das mühsame einzelne Pflücken von z.B. Zuckerschoten und später auch Physalis wäre ohne Eure Hilfe nicht machbar fürs Ernteteam!

Letztes Jahr habt Ihr Euch u.a. mehr Bohnen und Basilikum von unserer Solawi gewünscht. So ranken sich in den kleinen Häusern schon die Stangenbohnen an Bändern in die Höhe. Diese werdet Ihr in einigen Wochen auch im Anteil finden, genauso wie die benachbarte rote Bete und Genovese, Zitronen-, Thai- und Buschbasilikum. Dafür wird es dieses Jahr leider keine Kirschen geben; die Bäume sehen nicht gut aus. Wir hoffen dafür aber auf eine gute Ernte im Herbst. Apropos, bitte bringt die leeren Saftflaschen zurück ins Depot, damit wir Euch den neuen Saft im Herbst abfüllen können.

Wir sind optimistisch, dass wir in den kommenden Wochen ausfallsfrei liefern – alle Kulturen wachsen gut und bald kommen die ersten Zucchinis und Hauskulturen. Das ist aber auch stark davon abhängig, ob und wie gut weiterhin gehackt werden – das wirkt sich unmittelbar auf die Erntemenge aus. Diese Saison läuft die Ernte insgesamt schneller und koordinierter. Neben einem eingespielten Team, kamen logistische Verbesserungen wie unsere große Erntekarre, die Wege verkürzt und das handgebaute mobile Abtropfregal hinzu – all das erleichtert die Arbeitsabläufe.

Unsere Anteile brauchen Orte, an denen Ihr sie abholen könnt. Davon haben wir in der Neustadt gerade zu wenig und suchen nun nach einem geeignetem Laden oder einer Garage für ein Depot. Einigermaßen trocken und für Euch zugänglich sind die Anforderungen an den Ort. Wenn Ihr eine Idee oder direkt eine Räumlichkeit habt, meldet Euch sehr gerne bei der Mitglieder-AG (mitglieder@das-gruene-zebra.de).

Perspektiven

Was unsere Solawi von der traditionellen Landwirtschaft unterscheidet, ist auch, dass die Menschen in unserem Betrieb nicht ihr Leben lang an den Hof gebunden sind. Und so hat unsere Gärtnerin Anna entschieden, eine andere Richtung einzuschlagen und ab Mitte August 2024 etwas Neues anzufangen. Wir finden das sehr schade, sind etwas traurig und können gleichzeitig den Schritt nachvollziehen. Nun suchen wir eine*n Gärtner*in, um das selbstverwaltete Betriebsteam wieder zu komplettieren. Wenn Ihr Gärtner*innen oder Leute mit Agrarhintergrund in Eurem Freundes- und Bekanntenkreis habt, weißt sie bitte auf unsere Ausschreibung hin. Unsere Auschrreibung findet Ihr auf der ersten Seite der Zebra-Homepage. Wir suchen Verstärkung für 25-30 Stunden/Woche. Bei Fragen wendet Euch an unser Personalteam (personal@das-gruene-zebra.de).

Für den Übergang im Sommer klügelt das Hof-Team gerade ein Konzept aus, wie die Arbeit umgeschichtet und organisiert werden kann.

Im März stand über zwei Wochen ein großes Hof entrümpeln an. Viele kleine und große Überbleibsel aus dem 25 jährigen Hofbetrieb auf dem Gelände wurden verräumt oder entsorgt. Das Haus wurde weitgehend leer geräumt. Und beim diesjährigen „Großen Plenum“ werden wir unter anderem darüber beratschlagen, ob eine Nutzung über die Werkstatt und als Lagerort hinaus vom umgesetzt werden sollen und wie es in Sachen Kapazitäten dafür aussieht. 

Im Verein denken wir perspektivisch über die die Organisation der Solawi, das Plenum, das Hofteam und die AGs nach und wollen schauen, ob unsere Arbeitsformen noch zu der heutigen Situation in Betrieb und Verein passen. Werden unsere Arbeitsweisen und Verantwortlichkeiten dem alltäglichen Hofbetrieb noch gerecht, in dem wichtige Entscheidungen zügig getroffen werden sollten. In diesem Prozess sind wir noch sehr am Anfang und werden sehen, ob und in welche Richtungen Entwicklungen passieren werden.

Verein & Organisatorisches

Ein Highlight des Zebra-Jahres ist das Sommerfest im Spätsommer. Am 14. September 2024 laden wir Euch alle zu einem bunten Tag auf dem Hof. Save the Date!

Euch erwartet ein Kinderprogramm, Kurze Inputs rund um Natur und Landwirtschaft im Zelt, Führungen und natürlich Speis und Trank. Abends gibt es wieder Tanz vor dem Geräteschuppen mit einer Band und DJs. Viele helfende Hände bereiten das Fest vor und wenn auch Ihr Lust habt zum Beispiel einen Programmpunkt beizutragen, meldet Euch gerne bei info@das-gruene-zebra.de.

Einen Vorgeschmack auf das Sommerfest gab es bereits Ende April. Als das frische Grün durch brach und die Wiesen und Äcker den Winterschlaf endgültig abgeschüttelt hatten, luden wir zum Frühlingsfest ein. Rund 40 Mitglieder und Freunde erlebten einen schönen Nachmittag auf dem Hof mit Führungen, Kaffee und Kuchen und dem Highlight einer kleinen Einführung in den Obstbaumschnitt von Ulli Schmidt.

Know-how für den/die Hobbygärtner*in wurde auch beim Sensen-Workshop von unserem Mitgleid Olli im Mai weitergegeben und gleich vor Ort in Riede getestet. 

Auch als Träger eines landwirtschaftlichen Betriebs sind wir aktiver: Zum zweiten mal haben wir 2024 die EU-Agrarförderung für unsere Flächen beantragt und bekommen nun neben einer Flächenpauschale auch für den Erhalt unsere Knicks an den Ackerrändern und den von uns gewährleisteten Trinkwasserschutz dreistellige Förderbeträge. Zudem sind wir sehr froh, dass wir eine von Ulli Schmidt früher bewirtschaftete Fläche nahe dem Hof Imhorst erfolgreich zu Teilen an eine junge Landwirtin und eine Pferdehalterin verpachten konnten. 8km von unserem Hof entfernt, wäre eine Bewirtschaftung mit sehr viel Logistik verbunden und für freiwillig Helfende umständlich zu erreichen gewesen.

Termine & Aktionen

Kommenden Samstag, den 22. Juli 2024 veranstalten wir einen Hacktionstag: 9 Reihen Möhren a 90 Meter sollen in einem Trihacklon gejätete werden. Genug Strecke also, um die beste Hacktechnik heraus zu finden sowie weitere Wortwitze zu ersinnen. Auf das uns eine fette Möhrenernte beschert wird.

  • Hackaktionstag am Samstag, 22. Juni 2024, ab 10 Uhr
  • Aktionstag am 6. Juli 2024 ab 10 Uhr
  • Aktionstag, am 3. August 2024 ab 10 Uhr
  • Zebra-Sommerfest am 14. September 2024 ab 14 – Info-Programm Mittags und Bands und DJs abends.

Wir freuen uns auf den Sommer mit Euch, 

Bis bald und viele Grüße

Eure Zebras

Redaktion dieses Newsletters: Friedemann Wagner
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts:
Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.
Kaiserdamm 14a
27339 Riede

Hofpost #31: Schreibtisch Ade, Acker Juche!

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

nach der Bietrunde und der Unterschrift des Pachtvertrags, über die wir im letzten Newsletter berichtet haben, fällt nun erstmal etwas Orgadruck vom Team ab. Insbesondere da wir mit dem Ausgang der Bietrunde im Großen und Ganzen zufrieden sein können: Nach aktuellem Stand wurden 122 Ernteanteile gezeichnet, womit wir nur noch knapp von unserem Zielwert von 130 Anteilen entfernt sind. Wie schön, dass Ihr alle dabei seid! Dafür wurde in den vergangenen Wochen geflyert, plakatiert, auf Instagram geworben und weitergesagt – ein großes DANKESCHÖN an alle, die dabei unterstützt haben! Und an alle, die noch keinen Anteil haben und diese Saison doch noch dabei sein wollen: Meldet Euch schnell! 

So kann sich der Fokus nun wieder mehr auf das Hofgeschehen legen. Und während in der Anzucht schon ordentlich ausgesät wurde, richtet sich der Blick mal nicht vorrangig auf das Gemüse, sondern auf das Drumherum: Die Geräte, das Gerümpel, kaputte Tunnel und das knarzende Tor. Näheres dazu und einen Rückblick auf die Bietrunde könnt Ihr in diesem Newsletter lesen.

Neues vom Acker und aus den Häusern

Der schönste Blick ist gerade der in die Anzucht. Er erinnert an den nahenden Frühling: Die Anzuchttische sind gut gefüllt und man findet dort neben verschiedenen Sorten Salat auch schon ziemlich große Kohlrabijungpflanzen, die bald ausgepflanzt werden. Ab dieser Woche starten auch die Aussaaten für Paprika, Auberginen und Tomaten. Es stellt sich jetzt eine Frage: Wohin mit den Jungpflanzen? Die Erde in den Folientunneln ist teilweise noch getränkt vom Regen der letzten Wochen, wobei – erstmal – zumindest die Pfützen abgetrocknet sind. In zwei Folientunneln konnte schon wieder langsam mit dem Pflanzen begonnen werden. Das Vorbereiten der weiteren Häuser ist aktuell aber leider nicht oder nur mit viel Krafteinsatz möglich, denn für die Motorfräse, mit der wir den Boden normalerweise bearbeiten und mit der wir den Dünger einarbeiten, ist es noch zu nass. Für diesen Fall haben wir im Februar eine neue Doppelgrabegabel angeschafft, die diese kräftezehrende Arbeit zumindest etwas erleichtert. 

Außerhalb der Tunnel steht auf den Äckern in nennenswerter Anzahl nur noch Lauch und um die Äcker herum natürlich die Obstbäume, die nun nach und nach beschnitten werden. Um die 60 Obstbäume möchten jedes Jahr gepflegt werden. Erfreulicherweise können sich für diese Aufgabe immer wieder ein paar mehr Leute aus unseren Reihen begeistern!

Ernteanteile & Gemüse 

Wie wir aus dem letzten Jahren wissen, wird es besonders im März schwer, die Anteile angemessen zu füllen. Die Lagerbestände nehmen ab und das frische Gemüse ist noch nicht in der Erde oder wächst langsam, da die Tage noch relativ kurz sind. Dazu kam dieses Jahr die starke Nässe, die Teile des eigentlich für Februar, März und April geplanten Salats unter Wasser gesetzt hat, sodass dieser nicht wachsen konnte oder komplett eingegangen ist. In den Kalenderwochen 8, 10 und 12 wird daher nicht geliefert und die Energie, die sonst in das Abpacken und Ausliefern fließt, wird sich in diesen Wochen an anderer Stelle entladen dürfen. Mehr dazu weiter unten!  

Eine schöne Besonderheit in den Winteranteilen war dieses Jahr die Pastinake, bei der wir – wenn es auch gerne noch mehr werden kann – von einer erfolgreicher Ernte sprechen würden. Die Pastinaken hatten eine gute Größe und waren schmackhaft und süß. Der Dauerbrenner schwarzer Rettich ist dagegen schon seit den Anfängen des Grünen Zebras in – da scheinen wir uns alle einig zu sein – mindestens ausreichender Menge regelmäßig in den Anteilen vertreten. In diesem Jahr wurden verstärkt Anstrengungen unternommen, ihn anzupreisen und in ein positives Licht zu rücken. So viele Ideen für schwarzen Rettich wie dieses Jahr gab es noch nie! Während einige trotzdem dabei bleiben, ihn traditionell in den Salat zu raspeln oder mit sehr viel Zucker zu Hustensaft zu verarbeiten, empfahlen andere eine Zubereitung mit Knoblauch, Ingwer und Sojasauce, als Bratlinge oder auch – diese innovative Idee wurde auf der Bietrunde präsentiert – geraspelt in einen Fladenbrotteig. Der schwarze Rettich weckt also eindeutig die Kreativität im Zebra und wir werden ihm daher auch in den kommenden Jahren treu bleiben.

Perspektiven

Mit dem Frühlingserwachen machen wir den Hof fit für die neue Saison. Hier wollen wir Euch einen Einblick geben, welche Bau- und Aufräumarbeiten für die lieferfreien Wochen geplant sind. Vielleicht ist da ja eine Aufgabe dabei, auf die Ihr richtig Lust habt? Dann kommt gerne vorbei und packt mit an! 

In der Woche vom 04.-10. März ist geplant, Reparaturen an einem Folienhaus durchzuführen. Die Folientunnel zeigen nach einer gewissen Zeit einfach Verschleißerscheinungen, bei denen die Folie rissig wird und ersetzt oder geklebt werden muss. Einer der Folientunnel wurde aber auch durch einen Sturm beschädigt und soll jetzt wieder in einen nutzbaren Zustand versetzt werden. An verschiedener Stelle geht es weiter: Die alten landwirtschaftlichen Geräte, die in den letzten Jahren eher zu dekorativen Zwecken dienten, und die überall auf dem Gelände verteilt stehen, sollen an einem sinnvollen Ort für den Abtransport gesammelt werden. Weiter geht auch das Projekt Werkstatt: Wir schaffen einen Ort für Reparaturen und ein Zuhause für unsere Werkzeuge – die Werkstatt im Häuschen. Wir tischlern und schweißen ein Regal für schwere Lasten und zimmern einen Unterbau für unsere Werkbank. Außerdem haben wir vor, die Kutsche im Schuppen freizulegen und für den Verkauf vorzubereiten. 

Zwei Wochen später steht für den Mittwoch (20.03.) der Bau einer Trasse für unser Erdkabel zur Anzucht auf dem Programm. So machen wir das anfällige Kabeltrommelensemble überflüssig. Eine historische Kartoffelsortiermaschine wollen wir zudem reaktivieren und den Betrieb testen. Am Donnerstag (21.03.) und wenn an anderen Tagen noch Luft ist, gibt es ausreichend Aufgaben der Kategorie „Vermischtes“: Aufräumarbeiten, das Eingangstor reparieren, Kabel vergraben, Brombeeren in Schach halten… Das Grand Finale ist dann für den Samstag geplant: Das Fachwerkhaus soll leergeräumt und sauber gemacht werden! Auf kaum etwas anderes haben wir so sehr hingefiebert. 

An allen diesen Tagen ist spätestens ab 9:30 Uhr eine Person von uns auf dem Hof, die einweisen kann und an allen Tagen sind weitere Hände gerne gesehen. In der Durchführung kann es bei dem Plan natürlich zu gewissen Abweichungen kommen. Wenn Ihr vorbeikommen und helfen möchtet, sagt gerne bevor Ihr kommt über die Depotgruppen oder per Mail Bescheid, dann können wir besser planen.

Verein & Organisatorisches

Zur Bietrunde waren im großen Saal der Musikschule Neue Pop die Bänke und Stühle voll besetzt. Der Check-in lief dieses Jahr ohne größere Wartezeiten ab, da wir dort mehr Helfer*innen sitzen hatten, mehr Papierkram im Voraus erledigt wurde und die Dokumente besser geordnet waren als im Vorjahr. 

Wie in der Einleitung erwähnt, wurden für die Saison ab März 2024 bisher 122 Ernteanteile vergeben. Es freut uns sehr, dass wir damit schon fast unser Ziel von 130 Anteilen erreicht haben! Der Großteil unserer Mitglieder war am 11. Februar 2024 in der Neuen Pop digital oder physisch anwesend und die meisten von Euch haben das digitale Biettool genutzt, das ein Zebra-Mitglied extra für diesen Anlass programmiert hatte. Dieses ersparte allen Anwesenden einiges an Zeit und Nerven, da der aufwendige Prozess, knapp 100 Zettel auszuzählen und händisch in eine Exceltabelle zu übertragen, deutlich verkürzt wurde. Trotzdem war genug Zeit, um ein bisschen in den Austausch über die Arbeit der Solawi zu treten. So konnten sich alle festen und einige der freiwilligen Mitarbeiter*innen vorstellen und Euch, die Ihr auf der Bietrunde wart, hoffentlich nochmal einen besseren Eindruck vermitteln, wer hinter dem Gemüse, dem Lenkrad des Transporters, der Hofpost, den E-Mails und Telegramnachrichten steckt. 

In der ersten Runde haben wir den Richtwert von 110 Euro um ein paar Euro verfehlt, sodass es zu einer zweiten Runde mit etwas höheren Geboten kam. Diese Runde war erfolgreich und die Bietrunde konnte beendet werden – die Basisfinanzierung des Hofes ist nun grundsätzlich gesichert und wir sind sehr erleichtert, dass wir mit Euch so gut aufgestellt in die neue Saison starten. Um alle geplanten Ausgaben zu realisieren und somit beste Arbeitsvoraussetzungen zu haben, ist es aber trotzdem sehr wichtig, dass die letzten Anteile zeitnah gezeichnet werden. Für Menschen, die erst nach der Bietrunde dazukommen, schlagen wir in der Regel mindestens den Richtwert als Festpreis vor. 

Darauffolgend wurden dann die Verträge, die nicht schon vor Ort unterzeichnet wurden, verschickt und diese sind nun fast alle auch schon wieder unterschrieben an uns zurückgekommen. Danach ist erstmal ein großer Teil der Schreibtischarbeit geschafft. 

Außerdem freut es uns, berichten zu können, dass sowohl in der Zeit der Bietrunde, als auch über das Jahr hinweg immer wieder neue Menschen dazukommen, die Lust haben, das Grüne Zebra mit ihrer Zeit zu unterstützen. Wichtig gegen Betriebsblindheit und zusammen macht es einfach mehr Spaß! 

Wir würden uns freuen, Euch nicht nur zu „Pflichtterminen“ wie der Bietrunde oder Arbeitseinsätzen zu sehen, sondern auch einen Anlass schaffen, den Hof für gemeinsame Erholung und Kennenlernen in entspannter Runde zu nutzen. Frische Luft für alle! Am 13. April 2024 möchten wir Euch daher auf den Hof zu einem Frühlingsausflug einladen. An diesem Termin sollen dann mal sowohl Orgaaufgaben, als auch das Gärtnern und Bauen im Hintergrund ruhen. 2022 gab es bereits einen kleinen Frühlings-Tag-des-Offenen-Hofes, der vielen noch positiv in Erinnerung geblieben ist. Nicht nur hatten wir Glück mit dem Wetter, konnten die ersten Blüten, Frühlingsgrün und neue Mitglieder begrüßen, sondern – auch wichtig – es war auch insgesamt wenig Aufwand. Bis auf ein paar Kuchen und ein paar Blumensträuße brauchte der Tag zum Gelingen nicht viel. Auf ein Neues also, haltet Euch den Nachmittag gerne schon mal frei!

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Aktionstag am 02. März 2024 von 10-17 Uhr: Tunnelputzen, Acker aufräumen, Beetvorbereitungen
  • Bauwochen: KW 10 & 12 (06.-10. März & 20.-24. März): jeweils Mittwoch & Donnerstag und Samstag & Sonntag (Genauere Infos siehe oben)
  • Aktionstag am 06. April 2024 von 10-17 Uhr
  • Frühjahrserwachen in Riede am 13. April: Wir laden Euch nachmittags zu Kaffee, Kuchen & Kennenlernen auf den Hof ein. Hier steht mal nicht das Ackern, sondern der Austausch im Vordergrund

Zum Schluss sagen wir noch allen Mitgliedern, die in der Saison 2024/25 neu dabei sind: Herzlich Willkommen! Ältere Ausgaben der Hofpost findet Ihr auf unserer Website unter Neuigkeiten. Da könnt Ihr bei Interesse bis zur ersten Hofpost aus dem August 2021 zurückscrollen. 

Und an alle alteingesessen Zebra-Mitglieder: Wie schön, dass Ihr dabei wart und zum Teil bleibt und wir die Saison 23/24 erfolgreich gemeinsam beenden konnten! 

Im März können wir Euch dann hoffentlich über erfolgreiche Bauwochen(enden), Sonnenstrahlen und bepflanzte Häuser berichten. 

Bis bald und viele Grüße

Eure Zebras

HOFPOST #30: Neues Jahr, neue Pacht

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

ein neues Jahr ist angebrochen und wir wünschen Euch besonders auch in diesen turbulenten Zeiten einen guten Start und immer trockene Füße! Neben richtig viel Wasser auf unserem Hof hat uns in den letzten Wochen vor allem eines beschäftigt: Die Unterzeichnung des Pachtvertrags! Es ist nun endlich vollbracht, dazu unten mehr.

Außerdem wichtig: Die aktuelle Saison geht nur noch bis Ende Februar! Wenn noch nicht geschehen, solltet Ihr Euch jetzt schnell für das neue Erntejahr ab März 2024 anmelden. Und sagt gerne weiter, dass wir noch ein paar Plätze für die neue Saison frei haben!

Neues vom Acker

In Riede ist es in den letzten Wochen ruhiger geworden. Schnee und Eis haben den Hof zwischenzeitlich in eine romantische Winterlandschaft verwandelt. Viele gärtnerische Arbeiten ruhen, die verbliebenen Pflanzen stagnieren in dieser dunklen Jahreszeit und wir haben die Zeit im Angestelltenteam teilweise auch genutzt, um Überstunden abzubauen. Gleichzeitig verlagert sich momentan viel Arbeit nicht nur ins Lager, sondern auch an den Schreibtisch. Der „ruhige“ Winter ist die Zeit der großen Vorbereitung und so fließen momentan viele Stunden in die Anbau- und Flächenplanung für die neue Saison, vereinzelt neue Sortenwahl, in den Nützlingsplan, Saatgutbestellung, Düngeplan oder auch die Finanzplanungen für 2024.

Seit Anfang Januar haben wir wieder mit neuen Aussaaten begonnen! Das ist immer ein besonderer Moment im Jahr. Dank unserer Heiztische in den Anzuchttunneln können wir bereits jetzt die ersten Kulturen wie Schnittsalate, Spitzkohl und Kohlrabi vorziehen. Kalte Finger bekommen wir dabei trotzdem, wenn draußen noch Minusgrade herrschen…

Besonders die ehrenamtlichen Helfer*innen unterstützen das Gärtner*innen-Team, das im Winter bis Ende Februar nur zu dritt ist, außerdem bei vielen Infrastrukturaufgaben. So werden momentan z.B. Reparaturen vorgenommen, Elektroarbeiten fortgeführt, Tomatenhaken gewickelt und viel aufgeräumt.

Und wenn abends noch Zeit war, ließ sich in Riede einige Tage lang sogar wunderbar Eiskunstlauf auf dem überschwemmten und überfrorenen Kartoffelacker betreiben. Wir versuchen, es mit Humor zu nehmen, denn komplett überflutete Acker und Folientunnel, in denen 10 cm hoch Wasser steht, haben uns in den letzten Wochen viele Sorgen bereitet. So viel Wasser wie in diesem Winter gab es in den letzten Jahren in Riede noch nie! Wir wissen derzeit nicht, ab wann wir im Frühjahr wieder trockene Flächen haben werden und hoffen, dass sich dadurch nicht die ersten Pflanzungen verzögern.

Ernteanteile & Gemüse

Durch die Überschwemmungen in den Tunneln haben wir leider Verluste bei Spinat, Rukola und Wintersalaten gehabt. Die letzten Kopfsalate standen lange Zeit im Wasser und konnten deswegen keine richtigen Köpfe mehr bilden. Daher findet Ihr leider auch weniger Grün in den Anteilen, als wir geplant haben. Das meiste Gemüse, das wir zurzeit liefern, kommt aus unserem Lager und auch dort hatten wir einiges an Wasser im Keller. Das hat sich auch negativ auf den Zustand des Lagergemüses ausgewirkt und wir hoffen auf Euer Verständnis, wenn es mehr unschöne Stellen oder weniger Masse gibt.

Für die Zahlenfüchse unter Euch mal ein paar konkretere Zahlen. Wir haben im Herbst 2023 u.a. rund 3 Tonnen Kartoffeln geerntet, rund 1 Tonne Möhren, 1 Tonne Steckrübe, 1.000 Kürbisse, rund 900 Superschmelzkohlrabis, 700 kg Rotkohl, 500 kg Zwiebeln und über 350 kg Physalis, aber die sind nicht in unser Lager, sondern direkt in Eure Münder gewandert. Das klingt erstmal viel, doch wir rechnen damit, dass wir im kommenden Jahr auf derselben Fläche noch etwas höhere Erträge und damit mehr Kilogramm Gemüse für Euch ernten werden.

Perspektiven

Kennt Ihr schon das Video des Frauenfilmprojekts Tessa des bras e.V. über uns? Hier könnt Ihr es sehen und gerne anderen zeigen, die einen kleinen Eindruck über die Solawi erhalten möchten.

Die Proteste der Bäuer*innen haben auch uns beschäftigt. Wir solidarisieren uns mit den verbliebenen kleinen Betrieben, für die es immer schwieriger wird, dem gesellschaftlichen Wunsch nach guten und ökologischen Produktionsbedingungen zu genügen und gleichzeitig die Kosten zu decken. Klare Kante dagegen braucht es gegen die teilweise rechten Tendenzen der Proteste! Leider profitieren von den vom Bauernverband geforderten und von der Allgemeinheit bezahlten Subventionen wieder vor allem konventionelle Großbetriebe. Diese Großbetriebe schlucken die bäuerliche Landwirtschaft, große Supermarktketten diktieren Preise und schöpfen die Gewinne ab. Wir sehen das Modell einer Solawi auch als Lösungsvorschlag und Reaktion auf die verfehlte Agrarpolitik der letzten Jahrzehnte. Wir unterstützen die Forderung, dass Landwirt*innen von Ihrer Arbeit leben können sollen und ein Bürokratieabbau besonders für kleine Betriebe nötig ist. Ein Video dazu sowie weitere Infos, die wir gerne mit Euch teilen möchten, findet Ihr hier.

Selbst profitieren wir im Kleinstmaßstab auch von Subventionen – wir möchten Euch gerne mitteilen, dass wir eine positive Rückmeldung auf unseren Antrag auf Agrarförderung der EU erhalten haben. Damit bekommen wir nun jährlich eine finanzielle Unterstützung für ökologische Landwirtschaft und freuen uns sehr, dass sich der Aufwand der Beantragung gelohnt hat.

Verein & Organisatorisches

Am 12. Januar haben wir in feierlicher Runde endlich den Pachtvertrag für den Gärtnerhof Riede unterschrieben! Damit ist es nun endgültig offiziell geworden und wir werden den Betrieb für die kommenden fünf Jahre pachten. Eine Verlängerung wird von beiden Seiten angestrebt. Für uns war dies ein besonderes Ereignis, auf das wir die letzten vier Jahre hingearbeitet haben. Anfang 2020 schien es noch eine ferne Vision, den Gärtnerhof zu übernehmen, einen Verein zu gründen, Strukturen aufzubauen. Mittlerweile haben wir mit viel ehrenamtlichem Engagement, Zeit, Mühe und auch Dank Eurer Hilfe einen mittelgroßen Betrieb als Solawi aufbauen können und versorgen nun wöchentlich rund 140 Mitglieder mit Gemüse. Gestartet als rein ehrenamtliches Team, haben wir uns über die vier zurückliegenden Jahre selbst das Gärtnern beigebracht und dabei viele positive, aber auch schmerzende Lernerfahrungen gemacht, Arbeitsplätze für vier Personen geschaffen, Depots und Unterstützer*innen gefunden und den Hof zu einem Ort des Ausprobierens und der Gemeinschaft weiterentwickelt. Damit haben wir schon ganz schön viel erreicht und darauf sind wir auch ein bisschen stolz!

Mit der Unterzeichnung des Pachtvertrags ändert sich in der Praxis erst einmal gar nicht so viel, da wir ja bereits im Vorfeld auf derselben Fläche gewirtschaftet haben. Perspektivisch können wir jetzt aber anders über die Ziele und Entwicklungsszenarien für die kommenden Jahren nachdenken. Denn nun betreiben wir den Betrieb selbst, übernehmen Verantwortung für Pflege, Erhalt und Weiterentwicklung und damit wechseln zeitnah auch viele Verträge wie die Ökokontrolle, Stromversorgung, Versicherungen, zugepachtete Flächen usw. auf unseren Verein. Außerdem werden wir im Laufe der nächsten Zeit sämtliche Fahrzeuge und Gerätschaften des Hofes erwerben. Seit Ende Dezember 2023 können wir bereits den Transporter, mit dem wir Eure Anteile ausliefern, unser Eigen nennen.

Wir möchten das Jahr 2024 nutzen, um mit einer Zukunfts-AG über die Stärkung und den Ausbau des bisher Erreichten, den Betrieb und unsere Vorhaben für die kommenden Jahre nachzudenken. Wir werden Euch einladen, gemeinsam mit uns Pläne zu schmieden und Euch auf dem Laufenden halten.

Dieses Jahr haben wir viel vor. Damit wir auch den Rest der Maschinen zeitnah übernehmen und eine im Oktober 2023 auf dem großen Plenum beschlossene Gehaltsanpassung leisten können, brauchen wir auch Eure Unterstützung! Wir planen mit 10 weiteren Ernteanteilen mehr in der kommenden Saison und möchten Euch bitten, in Eurem Umfeld Werbung für uns zu machen. Nur, wenn wir ab Saisonstart im März 2024 voll sind, können wir alle geplanten Ausgaben im neuen Jahr stemmen.

Die finanziellen Überlegungen dazu stellen wir Euch gerne auf unserer Mitgliederversammlung am Samstag, den 27. Januar vor. Eine Einladung dazu müsste Euch per Mail erreicht haben, wenn Ihr offiziell Mitglied bei uns seid. Außerdem werden an diesem Tag der alte Vorstand entlastet, ein neuer gewählt, die Finanzen aus dem Jahr 2023 berichtet und ggf. weitere Anträge abgestimmt, die den Verein betreffen. Wir freuen uns sehr, Euch zahlreich an diesem Tag zu sehen und mit Euch ins Gespräch zu kommen.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Samstag, den 27. Januar 2024 um 14h30: Mitgliederversammlung in der Neuen Pop, Friesenstraße 16-19 in Bremen (auch eine online-Teilnahme ist möglich)
  • Montag, den 29. Januar 2024 um 19h00 (online!): Infoveranstaltung für neue Interessierte u.a. bzgl. wie funktioniert Solawi? Was macht das Grüne Zebra aus? Wie gestaltet sich eine Mitgliedschaft? Anmeldung unter mitglieder@das-gruene-zebra.de
  • Samstag, den 3. Februar 2024 von 10h00 bis 16h00: Nächster Aktionstag in Riede. Wir freuen uns auf Action mit Euch beim Werkeln, Beetvorbereitung, Tunnelschrubben und weiterem Spaß!
  • Sonntag, den 11. Februar 2024 um 15h00: Bietrunde für alle Mitglieder, die in der neuen Saison 2024/25 einen Ernteanteil beziehen möchten. Weitere Infos erhaltet Ihr, wenn Ihr Euch für die neue Saison anmeldet.
Wir hoffen, wir sehen Euch bald mal wieder in echt bei den anstehenden Terminen, auf dem Hof oder bei den Abholungen! 

Bis bald und viele Grüße
Eure Zebras



Redaktion dieses Newsletters: Josephine Wohlrab

Hofpost #29: It’s a Matsch!

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

vom Matsch in den Schnee… und wieder zurück. Wieder mal prägt das Wetter die Erfahrungen und Abläufe auf dem Hof. In den letzten Wochen sind die Erntemenschen nicht selten bis zum Knie eingesunken, wenn sie auf dem Acker für uns den Kohl eingesammelt haben. Die Ernte war dadurch aufregender, aber vor allem auch beschwerlicher. Dafür sind die „Baustellen“ auf dem Hof gerade weniger zerstreut und vieles konzentriert sich auf den Lagerkeller, die Anzucht und die wenigen Folientunnel, in denen noch Beete und kein Teich vorzufinden sind.

Neues vom Acker

Auf dem Acker steht aktuell noch einige winterfeste Kulturen: Rosenkohl, Porree, der Grünkohl in seinen Variationen und Lauch. Wie schon in der Einleitung beschrieben, braucht man für die Ernte gerade besonders hohe Gummistiefel. 

Der Winter bietet auch immer Gelegenheit, sich jenseits des Ackers auf dem Gelände zu betätigen. Mit der neu angeschafften elektrischen Heckenschere werden derzeit die Büsche um das Gelände etwas gezähmt. Die abgeschnittenen Zweige kommen dann zur Verstärkung in die Benjeshecke. 

Ernteanteile & Gemüse

In den Häusern wachsen die Wintersalate für die baldige Ernte und auch ein paar Möhren im Anfangsstadium, die dann im späten Frühjahr in den Anteilen landen werden. Der Feldsalat wechselt jetzt im Laufe der Woche aus der Anzucht in die Folientunnel. Der erste Satz ist leider in einem frühen Keimstadium stecken geblieben und daher hat sich das Auspflanzen verzögert. Den saftigen Postelein, Endivie und Zuckerhut waren ja schon in den letzten Wochen in den Anteilen zu finden. 

Wie üblich besteht die Arbeit des Ernteteams im Winter vor allem daraus, die eingelagerten Kulturen von welken Blättern und ersten Trieben zu befreien, um sie für die Anteile herauszuputzen, sowie aus der Ernte des frischen Salats. 

Perspektiven

Knapp 70 Anteilsbezieher*innen haben bereits bei der diesjährigen Feedbackumfrage zu den Gemüsewünschen 24/25 mitgemacht. Dabei kam heraus, dass Ihr Euch eindeutig mehr Möhren, Gurken Blumenkohl, Brokkoli und Bohnen in den Anteilen wünscht. Mit der Größe der Anteile war der Großteil zufrieden; ein paar Mitglieder wünschen sich Ihre Anteile eher größer. Auch gab es einige, die mit der Größe der Anteile zwar zufrieden waren, sich aber eine andere Zusammenstellung wünschen, zum Beispiel mehr rohkosttaugliches Gemüse. 

Das Gärtner:innen-Team geht im begrenztem Umfang auf diese Wünsche ein und berücksichtigt sie bei der Planung. In diesem Jahr konnte der Betrieb insgesamt eine beachtliche Ertragssteigerung, zum Beispiel bei den Tomaten schon dadurch erzielen, dass eine Gärtnerin sich intensiv um das Tomatenhaus gekümmert hat. So konnten blieb die Anzahl der Tomatenpflanzen gleich, aber wir hatten höhere Erträge an Tomaten gerntet. Auch um die anderen Wünsche zu erfüllen, setzt das Gärtner:innen Team erstmal auf Steigerung der Effizienz und verbesserte Praxis im Betrieb. So gab es im letzten Frühjahr noch Probleme im Umgang mit der Saatmaschine, mit der unter anderem die Möhrensaat ausgebracht wird. Hier weiß das Team jetzt besser, worauf zu achten ist, um große Lücken in der Aussaat zu vermeiden. Ihr dürft dreimal raten, was sich weniger gewünscht wurde… 

Auf Grund steigender Kosten, der der Mitgliederversammlung zur Abstimmung vorgelegt wird, einen höheren Richtwert ansetzen. Besonders oins Gewicht fällt, dass wir ab kommenden Jahr Pacht bezahlen und die Löhne von Milan, Anna, Josephine und Henri um 6% erhöhen möchten. Wir haben Euch mittels einer Umfrage deswegen gefragt, inwieweit Ihr bei der kommenden Bietrunde bereit wärt, einen höheren Betrag zu bezahlen. Die Mehrheit der Teilnehmer*innen der Umfrage würden eine Erhöhung ihres Beitrags um 5€ mitgehen und der Anteil der Mitglieder, die auch 10€ mehr zahlen würden und der Mitglieder, die nicht mehr zahlen möchten, ist ungefähr gleich groß. Soweit wir der Umfrage glauben können und wenn sich das in der Bietrunde bewahrheiten würde, wären das gute Nachrichten für die Finanzplanung für 2024.

Verein & Organisatorisches

Wie diejenigen, die bei uns diese Saison einen Anteil bezogen haben, gemerkt haben, haben die An- und Abmeldungen für die Saison 24/25 begonnen. Derzeit machen wir noch nicht so viel Werbung für die Anteile, da wir erstmal den aktuellen Anteilsbezieher*innen die Möglichkeit geben wollen, in Ruhe zu entscheiden, ob sie nächstes Jahr dabei bleiben möchten. Ein paar Menschen haben sich aber auch schon für die kommende Saison abgemeldet und da wir die Anteilszahlen in der kommenden Saison gerne leicht erhöhen werden, damit im Gärtner*innenteam Stunden aufgestockt werden können, haben auch schon ein paar mögliche Neumitglieder den Anmeldungslink erhalten. Wer ihn noch nicht hat, aber gerne hätte, melde sich gerne bei mitglieder@das-gruene-zebra.de. 

In diesen Wintermonaten haben wir vor, das neue und alte Anzucht-Gewächshaus mit einem festen Elektro-Erdkabel anzuschließen. Damit wird der Betrieb der beheizbaren Anzuchttische sicherer und dem Rasenmäher-Treker fallen weniger Verlängerungskabel zum Opfer.

Eine weitere positive Nachricht aus dem Vereinsleben: Es hat sich eine kleine Gruppe von Mitgliedern gefunden, die sich bereit erklärt haben, regelmäßig Fotos der Anteile zu schießen und zur Verfügung zu stellen. Es gibt also schon jetzt und zukünftig neue Perspektiven auf die Anteile. Danke Euch!

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Macht mit und sendet uns eure liebsten Rezepte für Steckrübe, Kohl, Rettich und Mangold an mitglieder@das-gruene-zebra.de. Ein Mitglied sammelt diese und fasst sie nach Gemüse sortiert zusammen – so überstehen wir die Zeit bis zur Zucchinisaison! 
  • Am 16. Dezember sind wir mit einem kleinen Infostand beim Wintermarkt im Creative Hub in Bremen Hulsberg von 15-19 Uhr. Kommt gerne vorbei, es gibt viele tolle Projekte, die sich dort vorstellen! 
  •  Am 28. Dezember liefern wir nicht. Frisches Gemüse gibt es dann wieder am 04. Januar
  • Der erste Aktionstag 2024 findet bereits am 06. Januar statt. Wenn es nicht friert, könnten zum Beispiel die Folientunnel gereinigt oder eine eine Aufräumaktion gestartet werden
  • Am 08. Januar findet um 19 Uhr eine Infoveranstaltung über zoom statt. Wenn Du in der neuen Saison einen Anteil beziehen möchtest, aber vorher noch ein paar Fragen stellen oder ein paar Gesichter kennenlernen möchtest, ist das vielleicht das Richtige für dich. Melde dich bei mitglieder@das-gruene-zebra.de, dann bekommst du den Link zur Veranstaltung. 
  • Die Mitgliederversammlung findet am 27. Januar statt. Alle Mitglieder bekommen Anfang Januar dazu die offizielle Einladung. 
  • Die Bietrunde findet am 11. Februar 2024 statt. Ihr könnt langsam anfangen rumzuerzählen, dass wir bestimmt noch den einen oder anderen Ernteanteil zu vergeben haben werden. 
Da wir uns vor Ende des Jahres wohl nicht mehr – in diesem Format – hören, wünschen wir Euch an dieser Stelle schon mal einen guten Rutsch & mindestens ein paar entspannte Tage zwischen den Jahren. Danke für Euer Interesse und die regelmäßigen positiven Rückmeldungen zur Hofpost. Wir freuen uns auch weiterhin über Anregungen!  

Bis bald und viele Grüße
Eure Zebras

Hofpost #28: Karotten, Kürbis und Kohl

Liebe Mitglieder des Grünen Zebras,

Der Herbst in Riede ist da und wir haben alle Hände voll zu tun, für die kommenden Wintermonate vorzusorgen. Kartoffeln, Karotten und anderes Lagergemüse wurden geerntet und eingelagert. Auch im Verein bereiten wir uns nicht nur auf die kommende Saison, sondern auch auf eine mehrjährige Pacht vor. 

Viel ist also passiert in den letzten Wochen: am Ede des Sommers feierten wir ein rauschendes Hoffest, die Pachtgespäche liefen auf Hochtouren und wir trafen uns zu einem großen Plenum. Im arbeitsreichen Spätsommer und Herbst hatten wir zu extra Aktionstagen eingeladen, dank derer wir mit vielen fleißigen Hände ordentlich Wintergemüse einlagern konnten. 

Ab dieser Woche könnt Ihr für 2024 einen Anteil zeichnen! Die Umfrage dazu habt Ihr am Mittwoch erhalten. Merkt Euch gerne schon einmal die Termine für die Mitgliederversammlung am 27. Januar 2024 und die Bietrunde am 11. Februar 2024 im Kalender vor.

Ernteanteile & Gemüse

Obwohl morgens schon Raureif auf den Wiesen und Äckern angetroffen wird, konnten wir noch lange Tomaten und Paprika als Sommer-Erinnerungen in die Anteile packen.

In den kommenden Wochen planen wir den Herbstklassiker Kürbis, aber auch Herbstrübchen und sowohl Kopfsalat wie Kohlköpfe für die Anteile ein. In den Häusern werden wir in den kommenden Wochen frischen Asiasalat, Endivie, Rauke, Hirschhornwegerich und Petersilie am Mittwoch und Donnerstag ernten. Über kurz oder lang findet ihr auch Lauchzwiebeln, Wirsing und Pastinaken in den Anteilen. Und auch die von einigen schon lang ersehnten Kartoffeln sowie Rosenkohl und Möhre packen wir jetzt die Kisten werden so, dass Ihr sie im Depot Eueres Vertrauen bekommt.

2023 war leider kein besonders gutes Apfeljahr. Aber mit allem was einigermaßen in die Saftpresse passte und einer sehr netten Zugabe unseres Mosters auf der Finkenburg konnten wir wieder Apfelsaft für die Anteile pressen. In einem der Winteranteile werdet ihr zumindest eine Flasche hiervon finden.

Neues vom Acker

In den letzten Wochen konnten wir dank Eurere Hilfe bei zahlreichen Aktionstage die meisten Lagerkulturen vom Acker ins Trockene bringen. Bei den drei Aktionstagen im Oktober wurden alle Kartoffeln, Karotten und roten Bete geerntet und eingelagert. Die Gärtner*innen erntten Spinat und viele andere Winterkulturen in den Häusern. Dank der mittlerweile erfahrungsreicheren Anbauplanung, wachsen in den Häusern auch in die Wintermonate hinein noch etliche Kulturen und wir waren dieses Jahr mit dem Pflanzen der Wintersalate früher dran. Nur der Feldsalat wird erst später in den Folientunnel gepflanzt, da er in der Anzucht nicht so gut gekeimt ist. 

Beim November-Aktionstag vergangen ernteten rund 10 Mitglieder an die 800 Weiß- und Rotköhler, außerdem 270kg Pastinaken.

Den letzten Aktionstag in Bildern findet Ihr hier.

Verein & Organisatorisches

Anfang September feierten wir ein rauschendes Zebra-Fest. In der lauschigen spätsommerlichen Stimmung entwickelte sich das Sommerfest zu einem Miniatur-Festival und über 30 Menschen übernachteten auf der Wiese unseres Hofes. Über den Tag hinweg konnten wir über 120 Menschen begrüßen. Mit Führungen und Bastelangeboten, einem großen Kuchen-Buffet und der abendlichen Verkostung von frisch geernteten Kartoffeln war für ganz unterschiedliche Geschmäcker und Interessen etwas dabei. Auch musikalisch war der Tag vielseitig: Mittags spielte ein Folk Duo aus Riede. Das Abendprogramm wurde von Lavendla Bloom mit Singer Songwriter Folk eröffnet und im Anschluss ließen es Rhizophora ordentlich krachen. Die DJane Laut & Lena übernahm die Crowd mit sehr tanzbarem Queerpopdance. Hennings Sauna wurde stark frequentiert und wer immer noch nicht ins Bett wollte, konnte den Abend an der Feuertonne ausklingen lassen.

Einen landwirtschaftlichen Betrieb für ein Wochenende in eine Partylocation und kleines Festivalgelände zu verwandeln war mit ganz schön viel Aufwand verbunden. Aber es hat sich gelohnt, meinen die zufriedenen Zebras Miri, Caro, Matti und Friedemann vom Hoffest-Orga-Team.

Das Hoffest in Bildern findet Ihr hier.

Am 16. Oktober fand unser zweites sogananntes ‚Großes Plenum‘ des Jahres statt. Im „Creative Hub“ der alten Prof. Hess Kinderklinik in Bremen versammelten sich um die 20 Mitglieder, Aktive und Hauptamtliche, um über große Fragen, wie u.a. den Finanzplan für das kommende Jahr zu beraten. In der vergangenen Saison zeigte sich, dass im Hofbetrieb wieder mehr Arbeit anfällt als mit den 95h Wochenstunden von Anna, Henri, Josephine und Milan abgedeckt werden kann. Als favorisierte Lösung wurde vom Plenum eine Aufstockung der Arbeitsstunden eingebracht und von den Versammelten für gut befunden. Auch wurde beschlossen, die Gehälter um 6% zu erhöhen, um u.a. Inflationsbedingte Teuerungen abzufedern. In den kommenden Wochen werden in der Finanz- und Personal-AG finanzielle und organisatorische Modelle entwickelt, dies umzusetzen.

Erfolgreich absolviert haben wir auch den vorbereitungsintensiven diesjährigen Kontrollbesuch unserer Öko-Zertifizierungsstelle; wir sind weiterhin EG-Bio zentrifiziert.

Perspektiven

Im Betrieb und Verein laufen die Vorbereitungen für die kommende Saison 2024 an. Dazu gehört auch die Planung der Mitgliederversammlung und der nächsten Bietrunde. Weit über die kommende Saison hinaus reicht der Pachtvertrag, auf den wir uns mit den Besitzern des Gärtnerhofs, Gundel und Ulli Schmidt, geeinigt haben. Zum 1. Januar 2024 hin schließen wir diesen aller Vorraussicht nach ab.

Dafür haben wir in den letzten Monaten haben wir viel gelernt über totes und lebendes Inventar, Werterhaltung, Kosten für landwirtschaftliche Geräte und über den Wert der Flächen und Äcker, die wir bewirtschaften. Es wurd edeutlich, dass der jährliche Pachtbetrag nicht nur durch die Flächen, sondern viel mehr durch den Wert des Inventars, der Gebäude, der Obstbäume und Dauerkulturen bestimmt wird. 

Seit dem Sommer hat eine „Pacht-Gruppe“ aus ehrenamtlichen Zebras und Mitarbeiter*innen mit den Besitzern des Gärtnereihofes in Riede die großen Linien und viele kleine Details der künftigen Nutzung besprochen. Mehrere Abende in der Wohnküche der Familie Schmidt führten jetzt zu einem guten Ergebnis: Der Hof wird im Sinne der Familie Schmidt weiter betrieben, ökologische und wirtschaftliche Kriterien bleiben gewahrt. 

Der geplante Pachtvertrag läuft über mehrere Jahre und beinhaltet die von uns allen gewollten Option auf eine Verlängerung. Der vereinbarte jährliche Pachtzins macht unter acht Prozent unseres Jahresbudgets und ist daher von uns auch realistisch tragbar. Wir als Verein freuen uns, Planungssicherheit und Entwicklungsmöglichkeiten für die Flächen und den Betrieb zu haben.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Samstag, 2. Dezember 2023: Aktionstag in Riede, ab 10 Uhr gute Laune, nette Gemeinschaft und grünes Gemüse. Bei Fragen schreibt uns gerne an.
  • Samstag, 27. Januar 2024: Mitgliederversammlung 2024
  • Sonntag 11. Februar 2024: Bietrunde 2024

Wir wünschen Euch einen guten November!

Bis bald und viele Grüße

Eure Zebras

Hofpost #27: Ratatouille-Saison

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

während wir uns das Sommergemüse schmecken lassen und auf das Hoffest hinfiebern, hat noch jede Arbeitsgruppe so ihre eigenen Herausforderungen. Sei es die Treffen, die wir in der Pachtgruppe hoffentlich mal als Endspurt bezeichnen können, die Mitarbeiter:innengespräche der Personal-AG oder die langsam beginnenden Planungen für die nächste Bietrunde und alles was damit zusammenhängt. Alles in allem genießen wir aber den langsam beginnenden Spätsommer und haben keine großen Katastrophen zu vermelden.

Neues vom Acker

Neben Pak Choi und Endivie wurde diese Woche auch der letzte Kopfsalat der Freilandsaison auf dem Feld gepflanzt. Für die nächsten Jungpflanzen geht es dann in den Tunneln weiter. Außerdem haben wir nochmal rote Bete gepflanzt, weil die, die wir schon vor einigen Wochen fürs Lager ausgesät hatten, leider im Kraut versunken sind. Wir hoffen auf einen warmen Spätsommer und dicke Knollen!

Außerdem hatten wir auf dem Acker und in den Häusern Besuch: Wir hatten Besuch von einer Außendienstmitarbeiterin der Firma Bingenheimer, von der wir den Großteil unseres Saatguts beziehen. Sie hat uns einige nützliche Hinweise zu unseren Tunnelkulturen gegeben und im Freiland zum Beispiel zu einer Fenchelsorte, die bei uns besser funktionieren könnte sowie die neusten Trends zum Thema Kopfsalat mit uns geteilt. Auch unser Wunschzettel wurde aufgenommen: Wir würden uns zum Beispiel über einen Pak Choi freuen, den wir im Frühjahr pflanzen können und der nicht so schnell schießt. Wünschen kann man sich ja erstmal alles…

Schließlich haben wir im Rahmen eines Team-Essens Anfang August die ersten Kartoffeln ausgebuddelt und uns diese schmecken lassen. Ein verlässliches Gesamtfazit ist nach der kleinen Stichprobe noch nicht möglich, aber dafür, dass das Kartoffellaub wegen des vielen Regens relativ früh weg war, haben die Kartoffeln, die wir gekostet haben, doch eine ansehnliche Größe erreicht. So kann es weitergehen!

Ernteanteile & Gemüse

Die Anteile geben sich weiterhin wunderbar sommerlich, wobei die Highlights neben dem All-Time-Summer-Favourite Tomate wohl die Buschbohnen und die ersten Freilandmöhren des Jahres waren. Wir bauen aktuell relativ wenig Bohnen an – so haben wir im Vergleich zu den letzten Jahren zum Beispiel keine Stangenbohnen -, was auch daran liegt, dass Bohnen, ähnlich wie Himbeeren, sehr aufwendig zu ernten sind und die Hände auf dem Hof dafür nicht immer reichen. Tendenziell möchten wir aber auch im Hinblick auf die Bodengesundheit wieder mehr auf Bohnen setzen. 

Falls ihr kommenden Mittwoch (23.08.) Zeit habt, uns bei der Ernte zu helfen, kommt gerne vorbei! Zwei der angestellten Mitarbeiter:innen sind im Urlaub und es gibt gerade so reichlich zu ernten, dass wir es kaum schaffen. Meldet euch einfach bei mitglieder@das-gruene-zebra.de und vielleicht findet sich sogar eine Mitfahrgelegenheit nach Riede. Vielen Dank!!

Wie ihr schon über die Anteilsliste und vielleicht auch im eigenen Mund gemerkt habt, gab es zwischen unseren saftig leckeren Gurken immer mal ein paar bittere Exemplare. Dieses Phänomen ist kein ungewöhnliches, denn Gurken sind sehr sensibel und reagieren z.B. bei Trockenstress damit, dass sie bitter werden. Denn ursprünglich ist die Gurke eine bittere Frucht, was im Laufe der Kultivierung herausgezüchtet wurde. Auch ist der bittere Geschmack nicht schädlich, anders als bei anderen Pflanzen aus der Familie, wie z.B. bei Zucchini. Da unsere Pflanzen aber keinen ersichtlichen Stress hatten und wir das als Ursache ausschließen können, haben wir uns mit dem Saatgut-Hersteller in Verbindung gesetzt, der bestätigt hat, dass die Sorte eine Tendenz hat, bitter zu werden. Dies betrifft wohl einzelne Pflanzen, die man sehr aufwändig in der Züchtung aussortieren müsste, was nicht getan wird. Unsere Rückmeldung wurde dankend angenommen und wird in den Katalog mit aufgenommen, wir bekommen das Saatgut dafür nächstes Jahr vergünstigt und werden auf eine andere Sorte umstellen.

Perspektiven

Das Sommerfest rückt näher und wir freuen uns am Abend die Band Rhizophora, Gitarren-Musik aus Bremen und laut & lena (DJane), tanzbaren Fem-Pop-Queer-Beat aus Oldenburg ankündigen zu können!
Einmal im Jahr wird der Gärtnerhof, auf dem sonst Gemüse produziert und gelagert wird, zur Festlocation umgebaut. Und das erfordert viele helfende Hände: Bar und Bühne, Bänke und Bunte Fähnchen wollen aufgebaut werden. Wenn Ihr Lust habt, den Akku-Schrauber zu schwingen und mit zu bauen, kommt an den Bau-Aktionstagen zum Sommerfest am Freitag und / oder Samstag 23.+24. August ab 10 Uhr auf den Hof. Miriam, Karo, Friedemann und Matti von der Zebra-Festorganisation freuen uns auf Euch!

Fragen oder Ideen zum Aktionstag oder Fest?! Schreibt gerne an presse@zebra.de

Verein & Organisatorisches

Im letzten Newsletter haben wir über die Möglichkeit informiert, zum Plenum zu kommen. Die Einladung steht auch weiterhin! Die kommenden Plenas wird es um den Planung und speziell die Finanzplan 2024 gehen. Kommt gerne dazu. Leider haben wir aber versäumt zu sagen, dass der Ort sich auch kurzfristig zum Beispiel auf Grund von Wetterbedingungen ändern kann. Deswegen: Wenn Ihr mal zum Plenum kommen möchtet, schreibt uns am besten vorher bei mitglieder@das-gruene-zebra.de, damit wir Euch über Ortswechsel o.ä. informieren können. Das nächste Plenum findet am 31. August statt.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Sommerfestvorbereitungen am 24 und 25. August 2023 ab 10 Uhr:
    Kommt gerne vorbei und unterstützt beim Bau der Bar oder der Spüle, beim Aufräumen und Dekorieren. 
  • Sommerfest am 02. September 2023 ab 14 Uhr bis Open End: Wir freuen uns auf Ökologische Kurzführungen, Kaffe-Kuchen, Gemüse aus dem Boden frishcauf den Tisch, Abend Bands & DJs, und vieles mehr! Kommt und erlebt den Hof von seiner bunt-schillernden Seite!
  • Aktionstag am 09. September 2023 ab 10 Uhr: Auch gemeinsam Ackern macht Spaß. Kommt vorbei! Vor Anbruch des Herbsts gibt es für gewöhnlich einiges zu tun. 
  • Aktionstag am 07. Oktober 2023 ab 10 Uhr: Im Oktober findet der Aktionstag dann wieder wie gewohnt am ersten Samstag des Monats statt. Je nach Wetter könnte dies der Tag für unsere jährliche große Kartoffelernte werden. Wir haben die letzte noch positiv in Erinnerung!

Nicht mehr lange und wir sehen uns hoffentlich alle beim Sommerfest! Drückt die Daumen, dass das Wetter auch an dem Tag freundlich zu uns ist 🙂

Bis bald und viele Grüße

Eure Zebras

Hofpost #26: Der Monat Juli beim Zebra

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

die übermäßige Hitze ist erst einmal vorbei, es regnet wieder häufiger und der Hof präsentiert sich gerade in all seiner Pracht: Gemüse, Obstbäume, Sonnenblumen und Beikraut wachsen uns fast über die Köpfe, wenn wir nicht aufpassen! Was der Monat Juli in seiner Fülle gebracht hat und worauf Ihr Euch in Kürze freuen könnt, erfahrt Ihr in dieser Hofpost. Außerdem möchten wir mit Euch am 2. September unser Sommerfest feiern! Unten findet Ihr dazu den Flyer, macht gerne schon einmal kräftig Werbung.

Neues vom Acker

Unsere Äcker werden immer grüner und bunter! Regelmäßige Niederschläge von oben tun unserem Gemüse gut und wir sparen uns die zusätzliche manuelle Bewässerung. Zucchini, Kürbis, Mangold, Winterkohl, Zuckermais, Herbstporree und Möhren haben im Juli ordentlich an Größe dazugewonnen und sehen wunderschön und gesund aus. Kommt gern mal wieder vorbei und schaut es Euch selbst an.

Gleichzeitig keimt bei mehr Regen auch wieder mehr Kraut… In den vergangenen Wochen haben sich einzelne Angestellte aus dem Team auch ein wenig Urlaub und eine Verschnaufpause gegönnt, um dann bis in den späten Herbst fit zu bleiben. Viele ehrenamtliche Mitglieder haben mitten im Sommer ebenfalls Klausurenphase, Sommerferien oder andere Pläne. Das macht sich auch auf dem Acker bemerkbar und einige arbeitsintensive Kulturen wie die Zwiebeln und rote Bete hätten ein paar mehr Hände vertragen können und stehen nun plötzlich in einem bunten Beikrautbeet… Aber keine Angst, im Vergleich zum letzten Jahr sehen unsere Äcker trotzdem deutlich ordentlicher aus, wir holen derzeit viele notwendige Hackgänge nach und für rote Bete ist schon Ersatz nachgesät.

In den großen Folientunneln freuen wir uns dank des guten Klimas und fleißiger Pflege über üppige Tomaten-, Auberginen- und Gurkenpflanzen! Wir haben in den Gurken dieses Jahr erfolgreich Raubmilben eingesetzt, um dem Schädlingsbefall von Thripse entgegenzuwirken. Mit Spinnmilben in den Auberginen haben wir dieses Jahr zum Glück weniger Probleme als im letzten Jahr, aber trotzdem einen leichten Befall. Auch dort probieren wir uns mit einer bestimmten Raubmilbenart aus.

Parallel denken wir schon wieder an die Wintermonate, denn gute Vorplanung und rechtzeitige Aussaaten sind wichtig, damit wir auch in der kalten Jahreszeit vielfältiges Gemüse liefern können. Gerade beschäftigen wir uns daher im Detail auch noch einmal mit der Anbauplanung für die Wintersalate, deren Aussaaten nun bald anstehen. Auch der Winterkohl bekommt gerade noch einmal extra Pflege und Winterrettich fürs Lager ist auch schon ausgesät. Vor einigen Wochen haben wir zudem unseren neuen vierten Acker auf der umgebrochenen ehemaligen zweiten Weide eingeweiht. Dort ist sehr viel Arbeit in die Vorbereitung der neuen Fläche geflossen und wir sind gespannt, wie Wirsing, Superschmelz und Co. auf dem neuen Acker zurechtkommen. Platzprobleme haben wir damit seit dieser Saison auf jeden Fall erst einmal nicht mehr.

Ernteanteile & Gemüse

Ihr findet nun endlich auch unsere großen Sommerkulturen in den Anteilen. Nun geht es so richtig los mit Tomaten, Auberginen, Zucchinis und Gurken. Damit Ihr mit einer vernünftigen Menge kochen könnt, rotieren wir häufig die Auswahl der Depots, welche jeweils Fleischtomaten, Auberginen etc. bekommen, falls es nicht für alle Anteile in großer Menge reicht. Auch diesen Kulturen kommt es zugute, dass die Höchsttemperaturen von über 30 Grad zu Ende sind. Manchen Tomaten sieht man den Temperaturstress jedoch noch an, sie haben oben einen sogenannten Grünkragen entwickelt. Dies ist eine Störung des Reifeprozesses durch Hitzestau und kommt bei Tomaten nicht selten vor. Ihr könnt die betroffenen harten Stellen einfach entfernen, die restliche Frucht ist trotzdem ausgereift.

In diesen Wochen geht es auch mit unseren Obstbäumen los. Ihr konntet in Euren Anteilen zum Teil schon Zwetschgen oder Klaräpfel finden, ein kleiner Vorgeschmack auf die vielfältigen alten Apfelsorten, die im Herbst noch folgen werden. Seid vorsichtig mit diesen hellgelben Augustäpfeln, sie sind äußerst druckempfindlich und sollten schnell verzehrt werden. Aufgrund der frühen Reife dieser ersten Apfelsorte in der Saison ist eine Lagerung des Klarapfels nicht möglich.

In Kürze ernten wir außerdem von unseren Äckern: erste Bundmöhren und Buschbohnen, den nächsten Satz Brokkoli und – wenn es mal wieder etwas wärmer und sonniger werden sollte – auch bald die ersten Paprika und Zuckermais.

Perspektiven

In den letzten Wochen kamen immer mal wieder Mitglieder auf dem Hof vorbei, um einfach mal einen kurzen Blick auf die Beete und das Geschehen vor Ort zu werfen. Über solche Spontanbesuche freuen wir uns sehr! Ihr seid immer herzlich eingeladen, einen kleinen Ausflug zu uns nach Riede zu machen – natürlich auch möglich ganz ohne Verpflichtung zum Arbeiten und mit Anpacken. Wir freuen uns genauso über Euer Interesse, einen Blick „hinter die Kulissen“ zu werfen und uns sowie dem Gemüse einmal über die Schulter zu schauen. Wer einmal gesehen hat, wie elegant sich die Gurken nach oben in Richtung Sonne schlängeln, dem schmecken sie hinterher vermutlich auch umso besser.

Zu Beginn der Sommersaison fand am 12. Juni eine kleine Zebra-Premiere statt: Mit Jutta Sundermann von der Aktion Agrar als Referentin fand unser erster eigener Themenabend in Bremen statt. „Alles gut, alles Öko? Was wir jetzt für die Agrarwende tun können“ war die Veranstaltung überschrieben und mehr als 20 Mitglieder und weitere Interessierte versammelten sich in der Klimawerkstadt. Statt trockene Fakten zu Landwirtschaft, beleuchtete Jutta erfrischend klar und anschaulich, was in unserer vorherrschenden industriellen Landwirtschaft momentan schiefläuft. Bei kurzen „analogen Break Out Sessions“ diskutierten wir – ganz im Sinne des Untertitels -, was wir und was gesellschaftlich für eine klimafreundliche Landwirtschaft und Ernährung passieren muss. Kleine, ökologisch wirtschaftende Betriebe, wie auch wir einer sind, sind für die Agrarlobby uninteressant – nach wie vor geht es um Produktionssteigerung, statt um den Boden-, Klima- und Naturschutz. Der Abend regte an, angeregt über unsere kleine gemütliche Solawi hinaus auch die größeren politischen Zusammenhängen zu sehen.

Als Solawi wollen wir Interessierten neben Gemüse auch Wissen und Praxis über ökologische Landwirtschaft in die Stadt liefern. Bestärkt und inspiriert durch unsere Veranstaltung planen wir einen weiteren Infoabend zu einem Thema Rund um Klima und Landwirtschaft im Herbst. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Verein & Organisatorisches

Auch im Hintergrund und am Schreibtisch werden bei uns viele Themen beackert. Aktuell bereiten wir uns weiter für die anstehende Pacht vor, beschäftigen uns mit Steuerthemen, organisieren das kommende Sommerfest und reparieren hier und da Kabel, Geräte, Fahrräder und Funkgeräte. Ganz besonders freuen wir uns auch, ein neues Büro für die Buchhaltung gefunden zu haben, das ab Herbst diese Aufgabe übernehmen wird. 

Wenn Ihr mehr aus dem Vereinsleben erfahren wollt oder Euch in einer der AGs einbringen möchtet, meldet Euch gerne bei uns oder kommt mal zu einem Plenum vorbei, das derzeit alle 14 Tage am Donnerstag um 19.00 Uhr im Kukoon im Park (Neustadt) stattfindet. Das nächste Plenum findet am 3. August statt.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Am 2. September 2023 ab 14.00 Uhr lassen wir bei unserem Sommerfestdie Korken knallen. Tragt Euch den Termin gerne dick in Kalender ein und bringt gerne Freund*innen und Familie mit! Nachmittags wird es neben Kaffee und Kuchen kurze Infos zu den Bienen auf dem Hof und zum Thema Wasser und Landwirtschaft geben. Abends werden wir dann mit Band, DJ und Euch das Zebra und unseren Hof feiern. Lasst Euch überraschen!
  • Für die vielen kleinen und großen Dinge, die für so ein Fest notwendig sind, brauchen wir noch Unterstützung. Besonders wenn Ihr Lust habt, zu bauen und zu basteln, freuen wir uns, wenn Ihr an unserem vorgeschalteten Wochenende am Samstag, den 25. August 2023 dabei seid. Dort werden wir eine Bar und Spülen aufbauen, kreativ werkeln und den Hof für das Fest herrichten. Wenn Ihr Lust habt, davor oder auf dem Fest zu helfen, schreibt einfach kurz an info@das-gruene-zebra.de.
  • Samstag, 5. August von 10 – 17.00 Uhr: Nächster Aktionstag auf dem Hof in Riede. Wir wollen zusammen um die Wette krauten, damit die Lagerkulturen bis zum Herbst noch schön kräftig werden. Außerdem wird das Kuhlmannhaus repariert, das beim letzten großen Sturm Schaden genommen hat.

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende, guten Appetit und freuen uns aufs nächste Wiedersehen,

Eure Zebras

Hofpost #25: Irgendwas ist Immer

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

Sommer, Sonne, Sonnenschein und endlich auch wieder Regen! Klingt doch eigentlich super! Dennoch ist ja immer etwas zu organisieren, zu besprechen, vor Unkraut zu retten oder in die Erde zu bringen und die To-Do Liste wird erstmal nicht kürzer werden. Woran gerade so geackert wird, lest ihr in den folgenden Zeilen:

Neues vom Acker

Wir hatten das Glück, dass auf unseren Äckern bei den beiden großen Regenfällen der letzten Wochen – bei uns auf der Fläche sind beim ersten Regen ca. 11mm und beim zweiten über 35mm angekommen – nichts weggeschwommen oder kaputt gegangen ist, sondern vor allem ein Bewässerungsrückstand aufgeholt werden konnte und zumindest eine kleine Atempause vom ständigen Sprenger umstellen und Schläuche umlegen gestattet war. 

Abgesehen davon, ist noch nicht viel mit Atempause – die Winterköhler müssen in die Erde und es gibt sehr viel Lagergemüse (Sellerie, Möhren, rote Bete) zu jäten, damit Aussicht auf eine gute Ernte besteht. Ein Teil dieser Aufgabe wird hoffentlich am kommenden Aktionstag angepackt!

Wie überall im Leben, gibt es auf dem Hof jeden Tag etwas zu lernen. In diesem Sinne fand vor knapp zwei Wochen ein kleiner Sensenworkshop statt, zu dem sich vier Menschen zusammengefunden haben. Sensen hat gegenüber dem mähen mit dem Rasenmäher den Vorteil, dass es leiser und insektenfreundlicher ist und keine Schadstoffe ausstößt. Manche Stellen sind mit unserem Rasenmäher auch gar nicht zu erreichen. Neben der Ausführung haben die Teilnehmer*innen des kleinen Workshops auch etwas über das Schärfen der Sense gelernt.

Ernteanteile & Gemüse

In der zweiten Juniwoche ist der Kinderklamottenladen Tatams in der Neustadt als unsere elfte Abholstation dazugekommen. Dieser Schritt stand schon lange an, da viele Mitglieder in der Neustadt wohnen und war dann nochmal nötiger, um weiterhin eine Abholung am Freitag zu ermöglichen. Danke Tatams, dass ihr euren Platz mit uns teilt! 

Die letzten paar Anteile waren, nachdem wir mit den Maianteilen in Angesicht der Jahreszeit sehr zufrieden waren, nicht so bestückt, wie wir es uns wünschen würden und wie es unser Ziel ist. Nachdem wir im Mai und Anfang Juni von den Kulturen aus den Gewächshaustunneln profitieren durften und neben Wirsing schon Spitzkohl, Möhren, Brokkoli, Fenchel oder Kohlrabi dabei waren, sind wir jetzt in einer Phase, in der die Freilandkulturen noch nicht so anschließen können und auch die nächsten Gewächshauskulturen (Tomaten, Gurken, Auberginen) noch nicht erntereif sind. Mit den Zucchini geht es jetzt aber auch draußen richtig los. Wir möchten außerdem nächstes Jahr so planen, dass es im Frühjahr möglichst jede Woche Kopfsalat gibt. 

Wie auch in den letzten Jahren gilt: es kann bei der Ernte nicht zu viele Hände geben. Neben erfahrenen Menschen, die regelmäßig Donnerstags am Start sind, ist die Ernte und das Abpacken auch eine Aufgabe, die von Neueinsteiger*innen gut geleistet werden kann. Zudem ist es ein tolles Erfolgserlebnis, den Wagen mit Kisten, die man selbst befüllt hat, vom Hof Richtung Bremen rollen zu sehen. Wenn ihr also irgendwann im Jahr mal an einem Donnerstag oder Mittwoch zwischen 8.00 – 14.00 Uhr Zeit haben solltet, kommt gerne vorbei! Meldet Euch bei mitglieder@das-gruene-zebra.de bei Fragen oder um Euch dafür anzukündigen. Oft gibt es Donnerstags auch eine Mitfahrgelegenheit aus Bremen nach Riede. Unterstützung in diesem Bereich ist in dieser Saison besonders nötig, da zwei Menschen, die die Ernte in der letzten Saison als Freiwillige unterstützt haben, Jobs angetreten haben, die ihnen Donnerstags keine Zeit mehr dafür lassen. 

Wir haben zudem die Rückmeldung erhalten, dass Ihr langsam genug Mangold hattet. Wie ihr wahrscheinlich wisst, ist Mangold im Frühjahr für unsere Kisten relativ wichtig, da er gut und reichlich wächst, auch wenn es noch kühlere Nächte gibt. Deswegen führt im Frühjahr kaum ein Weg daran vorbei. Wir werden aber das Feedback für die nächste Saison berücksichtigen und beim Wechsel ins Freiland weniger davon anbauen.

Perspektiven

Wie wir schon im letzten Newsletter angekündigten angekündigt haben, fand am 22. Juni die Bremen-Premiere des Film „Ernte teilen“ im City 46 statt. In dem Film hat der Regisseur Philipp Petruch drei Solidarische Landwirtschaften porträtiert. Der Film ist realistisch, lustig, herzlich und hat genau die richtigen Protagonist*innen gewählt, um das Thema allen zugänglich zu machen. Das City 46 zeigt ihn noch bis zum 5. Juli – falls Ihr mal eine Sonnenpause braucht, können wir ihn Euch sehr empfehlen! 

Die Menschen vom Gärtnerhof Oldendorf haben außerdem dafür gesorgt, dass es mehr war als „nur“ ein netter Kinoabend und haben fast alle Solawis zusammengetrommelt, die nach Bremen liefern, sodass wir uns uns gegenseitig und den interessierten Kinobesucher*innen vorstellen konnten. Ein schöner Abend!

Verein & Organisatorisches 

In den letzten beiden Monaten haben wir, auch motiviert durch die Trockenheit der zweiten Maihälfte und der ersten Junihälfte nochmal über 1000€ in Bewässerung und vor allem in die Anschaffung von Schläuchen und Schlauchkuppelungen investiert. Ausreichend Schläuche auf dem Hof zu haben, sodass diese nicht ständig rumgetragen und umgesteckt werden müssen, sehen wir aktuell als eine der wichtigsten Ziele, um im Sommer Zeit zu sparen.  

Eines der weniger glänzenden Kapitel des letzten Jahres waren die Kohlfliegenlarven, die es sich im Grünkohl gemütlich gemacht hatten. Um dem entgegenzuwirken, haben wir auch nochmal ca. 800€ in Abdeckvliese investiert.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Am 1. Juli 2023 ab 10 Uhr findet der monatliche Aktionstag statt! 
    Es gibt vielfältige Aufgaben, schöne Plätze im Schatten für kleine Pausen und den Hof in seiner Sommerpracht zu sehen. Kommt vorbei! 
  • Am 2. September 2023 findet unser diesjähriges Sommerfest statt. Falls noch nicht geschehen, merkt euch das gerne vor. Weitere Infos folgen.
Das war der Juni…  

Bis bald und viele Grüße
Eure Zebras

HOFPOST #24: Alles auf einmal

Liebe Mitglieder des Grünen Zebras, 

„alles auf einmal“ könnte das Motto für die vergangenen Maitage und den Junianfang beim Grünen Zebra sein. Es sprießt, alles schießt in die Höhe, es wird gepflanzt und auch in vielen organisatorischen Bereichen des Betriebes und unseres Solawi-Vereins ist viel zu tun.

Neues vom Acker 

Dass im Mai auf dem Acker und im Betrieb viel los und der Frühsommer eine der arbeitsintensivsten Zeiten ist, wissen alle, die schon länger bei uns dabei sind oder eben selbst Pflanzen auf dem Balkon oder im Garten in den Boden bringen. Die langen lichten Tage und das warme Wetter sind der beste Bedingungsmix für den Pflanzenwuchs – aber eben auch fürs Beikraut, formely known as „Unkraut“. Es muss deshalb in diesem Zeitfenster sehr viel gehackt und gejätet werden, damit die Kulturen wenig Konkurrenz bekommen. Die Taktungen für viele Kulturen vom Pflanzen und Hacken werden dichter und wir müssen wieder einen besonderen Augenmerk auf Bewässerung legen. Daher brauchten wir jetzt gerade so viele Hände wie möglich!

Gerade um große Mengen an Kulturen in den Boden zu bringen, braucht es people-power und deshalb haben wir zu weiteren Aktionstagen aufgerufen. An Himmelfahrt sind 12 Menschen diesem Aufruf gefolgt und haben bei schönstem Sonnenschein Auberginen und Zucchini gepflanzt, Wirsing gesät und unter den Obstbäumen gesenst. Laut einer Teilnehmerin sei das „die schönste Art, Himmelfahrt zu verbringen“ – na, wenn das mal keine Empfehlung ist! Bei unserem regulären Mai-Aktionstag waren in Spitzenzeiten 35 Menschen auf dem Hof und haben zusammen an diesem Tag mal rasch knapp 700 Tomatenpflanzen in den Boden gebracht und noch vieles mehr erledigt. Arbeit, die wir alleine gar nicht schaffen könnten. Die rund 20 Teilnehmer*innen des Juni-Aktionstags haben dann noch dafür gesorgt, dass Kürbis und Paprika an ihre vorgesehenen Plätze kamen, Möhren und Zwiebel gejätet und die Tomaten liebevoll und fachgerecht gepflegt wurden. Danke an Euch!
 
Im Mai wurden u.a. Kopfsalate, Fenchel, Knollensellerie, Koriander, Wirsing, Mangold und Herbstporree gepflanzt. Der Knollensellerie und der Porree sind zwei der wenigen zugekauften Biokulturen, die wir nicht selbst vorziehen, da dies sehr aufwendig und zeitintensiv wäre. In dieser Woche wurden nun auch endlich die Winterkohle gepflanzt, Steckrübe und der rote Spitzkohl Kalibos kamen in den Boden, Möhre und rote sowie geringelte Bete sind bereits neu ausgesät. Wenn wir die Kulturen krautfrei durch die kommenden Monate bekommen, steht einem vollen Lager im Winter nur noch wenig im Wege.
 
Auch uns machen die zunehmenden warmen Sommer zu schaffen und wir müssen wesentlich mehr bewässern, als das bei dem Vorgängerbetrieb von Ulli und Gundel Schmidt der Fall war. Um effizienter und genauer zu bewässern, wollen wir die Anlage modernisieren und fest verlegte Rohre mit Wasserentnahmestellen schaffen. Bevor wir das jedoch realisieren können, sind wir gerade dabei, durch druckkompensierte Tröpfchenbewässerung, durchmesserstärkere Schläuche und einer einfachen Zeitsteuerung das bestehende System für den Sommer 2023 zu optimierten.

Ernteanteile & Gemüse

Im Mai waren die großen Frühjahrskulturen aus den Folientunneln reif: die ersten Kohlrabis konnten wir schon früh in die Anteile legen. Stolz waren wir auch auf die sehr frühen Brokkoli, Spitzkohle und den Wirsing. Die bereits gelieferten Möhren haben wir bereits vor Weihnachten gesät und in einem unserer großen Folientunnel erfolgreich überwintert.

In den Anteilen fandet Ihr sehr viel Mangold. Seine wild lebenden Verwandte, die „Wilde Rübe“ (Beta vulgaris) wird Euch vielleicht in den kommenden Wochen am Ostseestrand begegnen. Von Südeuropa kommend, breitet sich die auch als „See-Mangold“ bekannte Form seit einigen Jahren bedingt durch den Klimawandel auch in unseren Breiten aus. Wilde wie kultivierte Form kann man mehrmals ernten – und das machen wir auch: Ihr werdet also noch mehr Mangold im Anteil haben, denn auf dem Acker warten noch zwei neue Beete prächtiger Mangold auf Euch.

Perspektiven

Bestäubung, gute Nahrungsmittel, artenreiche Landschaften, fruchtbare Böden, nachhaltiger Umgang mit Wasser und nicht zuletzt der Schutz des Klimas – es gibt so viele gute Gründe für eine echte Agrarwende. Warum passiert sie noch nicht? 

Dieser Frage und was wir tun können, gehen wir bei unserer ersten umweltpolitischen Veranstaltung am kommenden Montag nach. Wir freuen uns, mit Jutta Sundermann von der Aktion Agrar eine kompetente und engagierte Fachfrau zum Thema gewonnen zu haben. Es wird darum gehen, was wir Verbraucher*innen jetzt tun können, um die Transformation zu einer ökologischeren und markt-autonomeren Landwirtschaft voranzutreiben. Und darum, welche Rolle Solawis dabei spielen können.

Gemeinsam mit der KlimaWerkStadt Bremen und der Gruppe Sterna Naturschutz laden wir am Montag, den 12. Juni 2023 ab 19 Uhr bei freiem Eintritt in die KlimaWerkStadt in der Westerstraße 58 ein.  

Am Donnerstag, 22. Juni 2023 um 20 Uhr wird im Kino 46  der Film „Ernte teilen“ mit Beispielen aus der deutschen Solawi-Bewegung gezeigt. Der Regisseur Philipp Petruch wird an diesem Abend in Bremen dabei sein. Im Anschluss an den Film wird es Infostände von verschiedenen Solawis und Austauschmöglichkeiten geben.

Wir würden uns auch freuen, Euch dort zu sehen. Und schließlich möchten wir Euch auf unser Zebra-Sommerfest hinweisen: Am Samstag, den 2. September 2023 feiern wir ein Minifestival auf dem Hof. Notiert Euch den Termin dick im Kalender!

Verein & Organisatorisches

Wir waren beim Ölmühlentag in Thedinghausen mit einem kleinen Infostand vertreten und konnten einige unserer Mitglieder und noch mehr Interessierte treffen. Auch wenn wir nicht leisten können, immer und überall dabei zu sein, finden wir es eine gute Möglichkeit, um in Austausch zu kommen.

 Den Newsletter und an vielen Stellen unserer Kommunikation unterschreiben wir mit „Die Zebras“. Aber wer ist das konkret? Eines der Outcomes unseres großen Plenums Mitte April war, transparenter zu machen, wer eigentlich was in Betrieb und Verein verantwortet. Unser formal wichtigstes Gremium ist das Zebra-Plenum: Alle 14 Tage treffen sich hier mindestens ein:e hauptamtliche:rMitarbeiter:in und aktive Ehrenamtlichen inkl. Vorstand, um über Organisations-, Personal- und Finanzfragen und manchmal auch einfach nur über den Termin fürs Sommerfest zu entscheiden. Das Plenum steht allen Vereinsmitgliedern offen und ist quasi unsere regelmäßige Vereinssitzung.  

Dass Landwirtschaft 2023 auch einen gehörigen Papier- und Verwaltungsaufwand bedeutet, haben wir in den vergangenen Wochen am eigenen Leib erfahren: Wir haben das erste Mal eine ökologische Flächenförderung bei der Landwirtschaftskammer beantragt! Neben der Auseinandersetzung mit diversen Formularen hat die Antragstellung jedoch den positiven Nebeneffekt, dass wir schon einige Hürden genommen haben, die wir für unsere geplante Pacht ohnehin brauchen. Unter anderem auf unserer Streuobstwiese kartieren wir gerade die bei uns vorkommenden geschützen Wildblumen, um auch diesen ökologisch wertvollen Landschaftsteil für den Antrag zu dokumentieren.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Montag, 12. Juni 2023, 19 Uhr: „Alles Öko, alles gut? Handeln für die Agrarwende“, Infoveranstaltung zu Landwirtschaft und was wir selbst für eine Agrarwende tun können. KlimaWerkStadt, Westerstraße 58
  • Donnerstag, 22. Juni 2023, 20 Uhr: Kinofilm „Ernte teilen“ im City 46 mit Regisseur Philipp Petruch und Infomarkt mit Solawis aus dem Bremer Umland
  • Samstag, 1. Juli 2023, 10 Uhr:  Zebra-Aktionstag
  • Samstag, 2. September 2023: Zebra-Sommerfest auf dem Hof in Riede
Wir freuen uns auf einen schönen Sommer mit Euch!

 Bis bald und viele Grüße
Eure Orga-Zebras

HOFPOST #23: Grundsatzfragen, Abschiede und Frühjahrsfreuden

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

dem Zebra geht es gut: Auf dem Hof muss nicht mehr gefroren werden, die Fraßschäden durch diverse Nager halten sich in Grenzen und neue Gesichter und helfenden Hände finden den Weg auf den Hof…

Neues vom Acker

Letzte Woche ist unser Trecker ausgefallen und musste noch einmal zum Landmaschinenmechaniker, als eigentlich endlich die Kartoffeln in die Erde kommen sollten. Der Trecker ist seit gestern zwar wieder fit, aber gleichzeitig hat es nochmal ordentlich geregnet, weswegen der Acker gerade nicht befahrbar ist und wir mit dem Legen der Kartoffeln noch eine Woche warten müssen. Von dem Zeitpunkt, an dem die Kartoffeln in die Erde kommen bis zur ersten Ernte der Frühkartoffeln wird es etwa zwölf Wochen dauern. Dafür steht auf dem Acker bereits weiterer Mangold, Kohlrabi, Kopfsalat, Rucola und die Kräuter legen zum Teil von ganz alleine wieder los. 

Nächste Woche kommen auch Fenchel, Spitzkohl und Koriander in die Erde. Unser Saatgutlieferant Bingenheimer hat leider in dieser Saison die Tütchen für Spitzkohl und Blumenkohl vertauscht und falsch versendet. Für Euch bedeutet das: Blumenkohl wird es leider erst im Herbst bei uns geben, dafür im Frühsommer umso mehr Spitzkohl, auch lecker!

Wir haben unterdessen das Tomatenhaus fit gemacht und frei gemulcht, aufgemistet und mit der Motorfräse bearbeitet. Wenn die aktuell noch sehr kalten Nächte vorbei sind, können ab nächster Woche die 700 Tomatenpflanzen in den großen Folientunnel einziehen. Wir freuen uns daher besonders in der nächsten Woche auf helfende Hände.

Ernteanteile & Gemüse

Gerade in den Tunneln kann man Stangensellerie, Spitzkohl, Brokkoli und Kohlrabi gerade täglich beim Wachsen zusehen. Wir freuen uns, ganz bald (vielleicht nächste Woche?!) die ersten Kopfsalate zu ernten.  

Wir freuen uns auch sehr, dass wir ab dieser Woche wieder das Depot im Creative Hub beziehen können, da dort ein neuer Raum für uns gefunden wurde. In den letzten Wochen haben die Mitglieder des Depots im Creative Hub auch im nahgelegenen Depot im Café Sunshine abgeholt. Diese große Zahl an Mitgliedern in einem Depot hat zwischendurch etwas Chaos gestiftet, ab jetzt kann aber in allen Depots wieder Ruhe einkehren.

Freundlicherweise hat uns auch, bevor wir wussten, dass wir wieder in den Hub einziehen dürfen, Lil von speedygreens angeboten, ein Depot in ihrem neuen Laden in Viertelnähe einzurichten. Da der Hub bekannt war und längere Öffnungszeiten hat, haben wir uns schlussendlich aber dafür entschieden, dort zu bleiben. Schaut doch trotzdem gerne mal bei speedygreens vorbei, sie befinden sich gerade im Aufbau und bauen Microgreens an: 
https://www.instagram.com/speedygreens_bremen/

Danke, Lil, dass Ihr an uns gedacht habt! 

Perspektiven

In unserem regelmäßigen, zweiwöchentlichen Plenum diskutieren und entscheiden wir Praktisches und Organisatorisches des Grünen Zebras. Leider bleiben im Tagesgeschäft ausführlichere Reflektionen zu wichtigen Themen häufig auf der Strecke oder werden nur angerissen. Um uns diesen zu widmen und zu schauen, wo wir nach zwei Jahren Verein stehen, sind am vergangenen Samstag etwa zwanzig Zebras auf dem Hof zusammengekommen. Es ging beim Hofplenum unter anderem um die Themen: Das Zebra als Arbeitgeber, Demokratie trotz Wissenshierarchien, Transparenz der Strukturen, die Mitarbeit für alle attraktiv halten, Crowdfunding, Bundesfreiwilligendienste und – wenn auch diesmal nicht als Schwerpunkt – um Visionen und Zukunftswünsche. Vor allem wollten wir aber konkret werden. 

Ein sehr konkretes Vorhaben, das wir aus dem Wochenende mitgenommen haben, ist die Erstellung eines Organigrams. Neben dem Plenum gibt es nämlich noch unsere Arbeitsgruppen, die Vereinsstrukturen, die Depotbetreuungen, das Gärtner*innenteam und diverse kleinere Zuständigkeiten – und alle interagieren miteinander, werden gewählt oder berufen etc. Dabei ist es dann gar nicht so leicht ist, den Überblick zu behalten. Besonders wenn Mitglieder neu auf den Hof kommen oder in die Orga einsteigen möchten. Da auch einige Menschen dabei waren, die erst seit ein paar Wochen oder Monaten auf den Hof kommen – es freut uns übrigens gerade richtig, dass so viel Interesse an aktiver Mitarbeit auf dem Hof besteht! – wurde dieses Thema noch einmal besonders deutlich. Wir haben zwar eine mehr oder minder gut funktionierende Struktur, deren Entstehung den alten Zebras logisch erscheint, aber da einiges aus Gewohnheit und nicht unbedingt Entscheidung gewachsen ist, erhoffen wir uns davon neben Verständlichkeit auch mehr Transparenz und evtl. eine Nachschärfung von Zuständigkeiten und Entscheidungskompetenzen.

Außerdem hat die AG Personal einige To-Dos mitnehmen können, so möchten wir zum Beispiel den Mitarbeiter*innen mehr Weiterbildungen ermöglichen. Ein in der digitalen Welt sehr bekanntes Problem besteht auch bei uns: Wir kommunizieren untereinander und auch mit den Mitarbeiter*innen über Messenger, die viele auch privat nutzen. Hier besteht die Gefahr, dass zu viel Arbeit in den Feierabend schwappt und dem möchten wir gerne aktiv vorbeugen.

Themen wurden angestoßen und bearbeitet, andere werden uns weiterhin begleiten, so dass wir uns im Herbst wieder in großer Runde zusammensetzen – um zu schauen, was passiert ist und wo wir dann stehen.

Verein & Organisatorisches

Nachdem die Kühe den Hof schon Anfang Februar verlassen haben, sind vor zwei Wochen auch die Pferde in ihr neues Domizil zu ihren neuen Besitzer*innen gezogen. Sie werden eine kleine Umschulung absolvieren und dann als Kutschpferde eingesetzt. Auch wenn dieser Schritt von langer Hand geplant war und in der täglichen Arbeit spürbar Zeitressourcen frei macht, ist eine gewisse Leere beim Blick auf die Ställe und die Weide deutlich fühlbar. Vor allem wenn man alleine auf dem Hof ist, fehlt die Gesellschaft. Trotzdem sind wir überzeugt, dass es so für alle das Beste ist, da Hera und Aiko jetzt bei echten Pferdeexpert*innen leben und über die Mistproduktion hinaus wieder eine richtige Aufgabe  bekommen werden. 

Für diese Saison können wir noch auf einen ausreichenden Mistvorrat zurückgreifen, danach werden wir Grünschnittkompost, Kompost, Gründüngung und ähnliches einsetzen. Dazu folgen gewiss immer mal wieder Informationen.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • In der Himmelfahrt-Woche liefern wir nicht am Donnerstag, sondern am Mittwoch, den 17. Mai 2023. 
  • Unser nächster Aktionstag findet am 06. Mai 2023 ab 10 Uhr statt. Voraussichtlich werden Tomaten oder Auberginen gepflanzt und/oder Bänder, an denen die Tomaten sich hochhangeln können, angebunden. Dafür brauchen wir viele Hände, kommt also gerne vorbei! Wie immer ist für die Mittagspause ein Zusammensitzen mit Mitbringbuffet vorgesehen. 
  • Am 07. Mai stellen wir uns neben vielen anderen regionalen Produzent*innen auf dem Öhlmühlentag in Thedinghausen vor:https://www.wesermuehle.com/Maerkte-Laeden-OEffnungszeiten/OElmuehlentag-2023/

Wir wünschen euch auch persönlich Frühlingserwachen, Aus- und Auftrieb und erholsame Pausen in der Sonne! 

Bis bald und viele Grüße

Eure Zebra