Hofpost #53: Viel Hitze, ein Tornado und Bauprojekte

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

wir befinden und etwa Anfang August 2026 und haben die heißesten Tage seit Aufzeichnung der Wetterdaten erlebt, ein Tornado ist über unseren Zwiebelacker gejagt und blutrünstige Schwärme von Bremsen stürzen sich auf alles was sich bewegt. Was klingt wie ein Trailer für einen Texas-Western, scheint in Zeiten der Klimakrise auch im Niedersächsischen Riede mittlerweile Teil der Realität zu sein. Gleichzeitig – wie das bei Krisen immer so ist – gibt es in dieser Hofpost gleichzeitig viele gute Neuigkeiten zu berichten: Neues Gemüse, neue Technologien und ein neues Ackergefühl.

Neues vom Acker

Das dominierende Thema in den letzten Wochen, war die sengende Hitze, die sich über alles gelegt hat. Auch in den Gewächshäusern und auf den Äckern war dieser Hitze nicht zu entkommen. Die Angestellten des Vereins und die zahlreichen Mitglieder des Zebras haben sich mit reichlich Sonnencreme, Hüten und kalten Lappen gegen die Hitze wappnen können und sind mitunter früher angefangen, um die kalten (also weniger warmen) und dunklen Morgenstunden nutzen zu können. 
Die Pflanzen haben diese Temperaturen erstaunlich gut wegstecken können. Allerdings haben erstaunlicherweise die wärmeliebenden Paprika viele grüne Früchte abgeworfen, was wir als Stressreaktion auf mitunter mehr als 50 Grad warme Folientunnel interpretieren. Wir hoffen auch, dass die dieses Jahr mal wieder sehr zahlreichen Fruchtansätze bei den Obstbäumen nicht abgeschmissen werden. 
Was uns zuversichtlich stimmt, ist, dass es dieses Jahr recht zuverlässig zwischen den Hitzeperioden auch immer mal Regentage gibt, die sowohl für die Ackerkulturen, als auch für die Bäume zwischendurch ein paar Verschnaufpausen im Verdunstungsstress darstellen. Aber so ehrlich müssen wir auch zu uns sein: Ohne künstliche Bewässerung und Beregnung würde unser Gemüse nichts werden. Hierbei sind wir dieses Jahr, Dank der letztjährigen Investitionen in eine zweite Pumpe und angeschlossene Beregnungsinfrastruktur, deutlich arbeits- und zeiteffizienter unterwegs und können die notwendige Menge Wasser auf die Äcker bekommen.
Ein Ergebnis dessen sind die Zwiebeln, die dieses Jahr perfekt gestartet sind und auch in der Folge dank Hacken und Beregnen perfekt zugelegt haben und denen selbst ein kleiner Tornado nichts anhaben konnte. Sie sind eigentlich in ein paar Wochen reif für die Lagerernte.
Gleichzeitig zeigt sich dieses Jahr mal wieder, das weniger mehr Ist. In den letzten Jahren haben wir immer sehr viel Zeit in das Hacken und Jäten von Möhrenkulturen gesteckt – leider immer mit bescheidenem Ertrag. Dieses Jahr haben wir als Learning die Beetmeter Möhren drastisch gekürzt – und siehe da: Die (wenigen) Möhren entwickeln sich prächtig. Und was noch viel deutlicher ins Auge fällt: Alle Äcker sehen aus wie geleckt! Ein komplett neues Ackergefühl! Noch nie haben wir es hinbekommen, dass eigentlich alle Kulturen krautfrei stehen, was nur dadurch möglich ist, dass die notwendigen Hackgänge zur richtigen Zeit gemacht werden und auch realistisch bewältigt werden können. Hierbei wird natürlich so viel wie möglich mit dem Trecker gearbeitet. Es ist aber auch wieder mal an dieser Stelle hervorzuheben, dass ohne die zahlreichen Zebras, die in ihrer Freizeit auf den Acker kommen und die Hacke schwingen, niemals so tolles Gemüse möglich wäre! 
Das Zebra ist so fantastisch wie seine Mitglieder!

Ernteanteile & Gemüse

Viele von Euch haben sich bestimmt im ersten Moment gefragt, was diese dicken, fleischigen, eher an Sukkulenten erinnernden Zweige im Anteil sein sollen. Dürfen wir vorstellen? Sommerportulak. Ein Superfood, das Omega-3-Fettsäuren und viele wichtige Vitamine enthält – und obendrein noch richtig gut schmeckt! Wir haben diese schnellwachsende Freilandkultur angebaut, damit wir einen Ersatz für den Malabarspinat haben, der zwar sehr beliebt, aber in der Ernte und Kulturführung ungleich aufwändiger ist und uns unnötig lange Aufenthaltszeiten im sommerlichen Gewächshaus beschert hat. Viele finden: Eine gute Entscheidung, mal neues Gemüse auszuprobieren!
Außerdem dieses Jahr mal wieder mit von der Gemüse-Partie: Die Bratpaprika (Padrones). Diese schnellwachsenden und reich tragenden Paprikas lassen sich scharf in Olivenöl angebraten und mit Meersalzflocken zu einem einfachen aber sehr leckeren Tapas-Gericht verarbeiten. 
Und vielleicht haben es einige auch schon bemerkt: Wir haben dieses Jahr wieder mehr Kräuter in den Anteilen. Neben dem ja fast schon obligatorischen Genovese- und Zitronenbasilikum haben wir es dieses Jahr endlich geschafft, mittels eines Lochvlieses einen unkrautfreien Kräuterstreifen anzulegen. Leckerer Schnittlauch, Minze und Bergbohnenkraut sind die ersten Boten dieses Kräuterstreifens.
Jahreszeitentypisch beginnt jetzt die Zeit des Fruchtgemüses. Die erste Zucchini-Welle ist schon auf uns losgerollt und auch die Gurken stehen dieses Jahr besser da als je zuvor. Ebenso sind die Lila Stangenbohnen, Tomaten und Paprika in der Kulturführung dieses Jahr exzellent gelungen und versprechen eine gute Ernte – auch wenn sich noch zeigen wird, ob die brutale Hitze ihre Auswirkungen hatte, oder wir nochmal glimpflich davon gekommen sind. 
Und wovon viele noch nichts mitbekommen haben, sind die zahlreichen Mitglieder-Hände, die in den vergangenen Wochen fleißig in den Himbeeren und Johannisbeeren unterwegs waren und die Ernte in ihren Frostern für die Zebras-für-Zebras-Marmeladenproduktion zwischengelagert haben. Wir werden uns das Ergebnis wieder im Winter auf den Zungen zergehen lassen können. Danke!

Perspektiven

Eine Überlegung, die seit den ersten Tagen des Zebras existiert, wurde nun endlich angegangen: Wenn die Sonne scheint, braucht das Zebra viel Strom, weil Kühlung und Wasserversorgung durch Pumpen mehr oder weniger konstant laufen müssen. Deswegen liegt nichts näher, als mittels Photovoltaik die unweigerlich anfallenden Stromkosten im Rahmen zu halten. Mit einem ersten, gespendeten, PV-Balkonkraftwerk auf dem Dach des Hauses wollen wir die Möglichkeiten ausprobieren, die sich uns durch diese Technologie bieten. Vielen Dank an alle die daran mitgewirkt haben! Des Weiteren gehen wir weiter das Hausdach an und kümmern uns um die Sanierung der morschen Wetterbretter und haben hierfür das Haus giebelseitig eingerüstet, sodass wir hoffentlich mit einem trockenen Dach in den kommenden Herbst gehen können.
Des Weiter haben wir immer noch ein paar Ernteanteile frei, die wir auch benötigen, um am Ende des Jahres den Finanzplan für 2026 gut einhalten zu können. Wenn Ihr also Freund*innen oder Bekannte habt, die einen Anteil haben wollen: Jetzt ist mit Tomaten, Gurken, Paprika und Zucchini die Sahne-Zeit, um mit einem Anteil beim Zebra einzusteigen. Das wäre auch im Rahmen eines Probeanteils möglich – also drei Monate ausprobieren und danach entscheiden, ob man bis zum Ende der Saison bleibt. 

Verein & Organisatorisches

Am Samstag, den 26.9.2026 wollen wir ein Sommerfest auf dem Hof veranstalten. Livemusik mit Bands, aber auch Auflegerei mit DJs in den Abend- und Nachtstunden ist geplant. Tagsüber wird es Hofführungen und eine Bienenführung mit Bienenulli geben. Auch ein kleines Rahmenprogramm für Kids ist in Planung. Außerdem wird es ein Mitbring-Buffet und kalte, wie warme Getränke geben. Und wenn alles bei der Ernte klappt, könnte es auch die ersten Kartoffeln des Jahres mit Quark oder Leinöl zu essen geben. Und wie jedes Jahr freuen wir uns über alle, die über Nacht etwas abseits der nächtlichen Musik ihr Zelt aufschlagen wollen oder mit ihrem Bulli/Camper auf unseren Flächen stehen und gemeinsam mit uns feiern und am nächsten Morgen frühstücken wollen.
Wenn wer Lust hat, sich beim Sommerfest einzubringen, sei es durch eigene Programmpunkte oder auch “nur“ durch Thekenschichten oder bei Auf- und Abbau – bitte gerne bei Milan oder wie auch immer in den Messenger-Gruppen oder per Mail melden. 

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Samstag, 1. August ab 10 Uhr: 
    Wir wollen ab 10:00 zusammen die Zwiebeln fürs Winterlager ernten. Die Zwiebeln sind dieses Jahr noch schöner und größer geworden als letztes Jahr und stehen kaum im Kraut.
  • Samstag, 26. September: Sommerfest! Wer sich einbringen will, kann sich gerne melden. Es wird super! Flyer und Plakate kommen noch 😉
Jetzt seid Ihr wieder auf dem neuesten Stand! 
Bis bald und viele Grüße
Eure Zebras
Redaktion des Newsletters: Henri Möllers
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts:
Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.
Kaiserdamm 14a
27339 Riede

Hofpost #52: Nach dem Regen kommt die Sonne

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,
es ist Ende Juni: auf dem Hof werden die ersten Gurken geerntet, trockene Tage werden genutzt, um das Beikraut zu regulieren und die Pflege der Tomaten darf nicht vernachlässigt werden. Abseits vom Acker planen wir das erste Mitgliedertreffen in Bremen und das Sommerfest und laden Euch ein, Teil davon zu sein.

Neues vom Acker

Das Hofteam pendelt zur Zeit fröhlich zwischen Kulturpflege in den Häusern, wobei insbesondere die Tomaten regelmäßig ausgegeizt und hochgebunden werden wollen, Pflanzungen für den Winter und der Ernte. In der Anzucht ist nicht mehr allzu viel zu tun, die meisten Kulturen für dieses Jahr sind ausgesät, bis es dann an die Wintersalate (Feldsalat, Asiasalat etc.) geht. 
Gepflanzt werden gerade vor allem größere Winterkulturen, in der vergangenen Woche zum Beispiel Palmkohl, rote Bete und Porree. Als nächstes kommen dann der Grünkohl, Superschmelz-Kohlrabi und Radicchio in die Erde. Für die Wintermonate und das Lager sind die Möhren und Pastinaken ausgesät und müssen nun vor allem in der Anfangsphase ihres Wachstums beikrautfrei gehalten werden. Möhren wurden dieses Jahr nach den Schwierigkeiten, die wir mit der Kultur in den letzten Jahren hatten, bewusst erstmal wenig, mit Vorlauf zur Unkrautregulierung und an einem neuen Standort angebaut, um diesen zu testen, bevor wieder viel Arbeit in wenig Ertrag fließt.
In den Häusern wachsen neben den großen Sommerkulturen wie Paprika, Tomate, Gurke und Aubergine auch Stangenbohnen, die aber noch ein paar Wochen brauchen, bis sie bereit für die Anteile sind. Basilikum wird es auch wieder geben, zeitlich gut abgestimmt auf die Tomatensaison. 
Ansonsten heißt es Hacken, Hacken, Hacken, damit wir schön sauber durch die Saison kommen und die Nährstoffe den Pflanzen zur Verfügung stehen. Zumindest für ein effektives Hacken sind die Hitze und Dauersonne ideal, da dann das Beikraut unmittelbar vetrocknet, auch wenn wir uns ansonsten keine derartigen Saunatemperaturen aussuchen würden. 
Insgesamt hört man vom Hof Positives: Abgesehen von ein paar Jungpflanzen, die etwas zu viel Regen abbekommen haben und  etwas langsamer gewachsen sind, da der Regen Nährstoffe aus den Anzuchttöpfen spült, passieren die Pflanzungen pünktlich und alle Teammitglieder schaffen es gut, ihre jeweiligen Aufgabenbereiche abzudecken.

Ernteanteile & Gemüse

In den Ernteanteilen erwarten Euch in nächster Zeit noch einige gute Bekannte dieser Saison wie Mangold und Spitzkohl, von denen weiterhin prächtige Exemplare auf den Äckern stehen. In dieser Woche wurden aber auch die ersten Gurken geerntet, die jetzt richtig loslegen und die Zucchini stehen in den Startlöchern. Eine gute Größe hat auch schon der Catalogna Aurelia, die löwenzahnähnliche Chicoréeverwandte, mit denen Ihr ein bisschen Italienisches Feeling in Eure Küchen holen könnt.

Perspektiven

Um allen finanziellen Verpflichtungen, die das Jahr noch so mit sich bringen wird, ohne Probleme nachkommen zu können, würden wir gerne noch 10 Ernteanteile vergeben. Damit sich der Einstieg für Menschen, die noch nicht wissen, ob Das Grüne Zebra bzw. die Eigenheiten von Solidarischer Landwirtschaft mit wöchentlichen Abholungen und wenig eigenen Auswahlmöglichkeiten in ihr Leben passen, einfacher zu gestalten, bieten wir ab Juni wieder die Möglichkeit an, den Anteilsbezug für drei Monate zu testen. Sagt das gerne weiter oder probiert es selbst aus, wenn Ihr noch kein Mitglied seid! Im letzten Jahr haben wir mit diesem Modell gute Erfahrungen gemacht und etwa die Hälfte der Menschen, die einen Probeanteil bezogen haben, haben nach den drei Monaten bis zum Ende der Saison verlängert. 
Für einen Einstieg während der Saison schlagen wir um Einnahmelücken abzufedern einen Mitgliedsbeitrag von 115 €/Monat vor, was mit ca. 3 € etwas über dem Monatsbeitrag liegt, den die Mitglieder, die mit der Bietrunde seit Beginn der Saison dabei sind, zahlen. Die Kündigung des Probeanteils ist bis zum letzten Tag der dreimonatigen Probephase möglich, bevor sich der Vertrag bis zum Ende der Saison verlängert. Aktuell liefern wir 112 bezahlte und 20 erarbeitete Anteile aus.

Verein & Organisatorisches

Schon länger kursiert es als Idee, diesen Sommer möchten wir es ausprobieren: Ein Mitgliedertreffen in Form eines Stammtisches in Bremen! Hintergrund davon ist, dass für einige Mitglieder der Weg nach Riede doch weit ist, sodass sie nicht zu den regelmäßigen Teilnehmer*innen von Aktionstagen, Mitgliederversammlung oder Festivitäten zählen. Diesen, aber natürlich auch allen, die schon oft auf dem Hof waren, möchten wir die Möglichkeit geben, mal ein paar andere Mitglieder und auf dem Hof Aktive zu treffen, sich auszutauschen und so zu sehen, aus wem unser gemeinsamer Verein denn überhaupt so besteht. 
Stattfinden soll das Treffen am 10. Juli ab 18 Uhr im Kukoon im Park im Zentaurenpark in der Bremer Neustadt. Unser Vorstandsmitglied Larissa und unsere Gärtnerin Josephine begrüßen Euch dort. 

Mindestens ein großes Event steht dieses Jahr noch in Riede an: unser jährliches Sommerfest, das sich dieses Jahr terminlich in den Spätsommer verlagern und am 26. September 2026 stattfinden wird. Streicht Euch den Termin gerne schon mal grün im Kalender an! Habt Ihr in den nächsten Monaten oder konkret am 26. September noch extra Zeit und Muße und möchtet die Vorbereitungen oder die Durchführung unterstützen? Dann schreibt uns gerne an info@das-gruene-zebra.de.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Aktionstag am 4. Juli 2026 von 10:00 – 16:00 Uhr auf dem Hof in Riede
  • Mitglieder-Stammtisch-Treffen am 10. Juli 2026 ab 18 Uhr im Kukoon im Park – kommt vorbei! 
  • Sommerfest am 26. September 2026 – Details folgen!
Bis bald und viele Grüße
Eure Zebras
Redaktion des Newsletters: Sina Mayer
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts:
Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.
Kaiserdamm 14a
27339 Riede

Hofpost #51: Mairübchen und Frühlingszwiebeln

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,
es gibt Monate, da passiert beim Zebra wenig, und es gibt Monate, da geht es Schlag auf Schlag. Der April und der Mai gehören beim Zebra zu diesen Monaten und neben etlichen Aktivitäten des Vereins geht es nun richtig los mit den Freilandkulturen, und jede Woche wird etliches neues Gemüse in die Tunnel und auf die Äcker gepflanzt.

Pünktlich mit unseren blühenden Obstbäumen feierten wir Mitte April ein schönes Frühlingsfest. Bei Kleidertausch, einem Jungpflanzen Basar und Hofführungen konnten gerade neue Mitglieder das Zebra kennenlernen. Um die Arbeitsspitzen dieser Jahreszeit zu bewältigen, laden wir gerade wieder 2x pro Monat zu Aktionstagen ein – der nächste am Samstag, den 6. Juni 2026. Sonst seid Ihr jedoch auch jederzeit auf dem Hof herzlich willkommen. Zum Beispiel der Tomatenpflanztag war ein voller Erfolg, alle 680 Tomaten sind im Boden, angegossen, angebunden und festgeclipst- danke für euren Einsatz!

Und dann gibt es im Mai noch einen Geburtstag zu vermelden: Unser Verein „Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.“  ist 5! Noch nicht alt, aber schon ganz schön groß und selbständig! Auch dazu berichten wir in diesem Newsletter.

Neues vom Acker und Hofteam

Die Saison des frischen Grüns ist im vollen Gang. Wir haben uns sehr gefreut, wie gut und lange unsere Kartoffeln und Rote Bete im Lager mitgemacht haben, aber jetzt ist Zeit für die ersten knackigen Salatköpfe aus dem Freiland, Spitzkohl und Broccoli . Die Sonne gewinnt wieder an Kraft und für ein passendes Klima sind die Ventilatoren in den Anzuchten bereits wieder in Betrieb. 

Beim Aktionstag am ersten Maiwochenende konnten wir mit der tatkräftigen Unterstützung vieler helfender Hände Tomaten und die ersten Paprikas in unseren nördlichen, langen Folientunnel pflanzen. Bei starker Sonne wurde viel geschwitzt, gebuddelt, angebunden und bewässert. 680 Tomatenpflanzen und die ersten Paprikapflanzen wurden gesetzt. In der letzten Woche folgten fast ebenso viele Auberginen, Paprika in den anderen Tunneln, sowie Zucchini, Kürbis und unsere Physalis 🙂

Die kleinen Tunnel stehen voll mit Kopfsalaten, Petersilie, Mangold, Fenchel, Spitzkohl, Kohlrabi und Broccoli. Dabei kommt dem Zebra zugute, dass wir dank der vielen Folientunneln bereits anfang März Kohlrabi, Spitzkohl, Wirsing und Brokkoli pflanzen konnten, die im Freiland erst Wochen später in die Erde kommen können. Unser Optimismus, dass wir schnell die ersten Kohlrabis ernten können, hat sich bestätigt.

Mit der von Hof Imhorst geliehenen alten Drille haben wir das erste Mehrjährige Kleegras ausgesät. Das ist gut für den Boden und es geht mit Knöllchenbakterien an seinen Wurzeln, wie andere Leguminosen (Bohnen, Erbsen etc.) auch, eine Symbiose ein. Der Klee sammelt Stickstoff aus der Luft. Wie ein kleines Kraftwerk wird so wertvoller Dünger für den Klee und für den in der Fruchtfolge Folgenden Kohl gewonnen. Außerdem bekommt der Boden so eine 2 Jährige Pause vom Gemüseanbau.

Die Frühjahrstrockenheit nimmt die letzten Jahr zu, sodass wir auch diesen April jede Freilandpflanzung direkt mit der Tropfbewässerung mit Wasser versorgen mussten. Daher konnten wir uns gerade sehr über die Regentage freuen! Ab kommender Woche läuft die Pumpe dann wieder…

Gestern haben die ersten kleinen Blaumeisen Ästlinge ihre ersten Flugversuche gemacht. Unglaublich wie viele Vogelstimmen gerade zu hören sind. Da lohnt sich ein früher Hofbesuch – neben Maisen, Sperlingen, Buchfinken, sind gerade Zilpzalp und Fitis auch für Anfänger:innen im Vögelstimmen zuordnen, einfach zu identifizieren.

Jedes Jahr werden neue Dinge ausprobiert und einige Wünsche können wir nicht direkt umsetzen. Doch auf der Bietrunde in diesem Frühjahr wurde sich  Rhabarber gewünscht und kurzerhand wurden die Rhabarberultras von einigen unserer aktiven Mitglieder gegründet. Tanja, Conni und Frank haben Anfang April eine halbe Reihe neben den Kräuterstreifen gepflanzt. Gut gewässert und mit Stroh gemulcht wurde die ganze Idee direkt umgesetzt. Geerntet werden kann er aber erst in 1-2 Jahren.

Ernteanteile & Gemüse

Das Lager ist leer, jetzt gibts Spitzkohl, Wirsing, Bundzwiebeln, Rucola, Kohlrabi, die letzten Radis, Salatköpfe (statt Schnittsalate), Mairübchen, Broccoli und den ersten Fenchel. 

Dieses Jahr haben wir konsequent mit Verfrühungsvlies die teilweise noch sehr kalten Nächte dieses Frühjahr gut abpuffern können, sodass es im Freiland schon richtig üppig aussieht.

Die ernte läuft dieses Jahr wirklich gut und weitgehend nach Plan; die „eingebaute“ Restunsicherheit in der Landwirtschaft bleibt natürlich, macht uns aber Dank der vielen üppig wachsenden Kulturen weniger Sorgen.

Perspektiven
Im März und April absolvierte Mia Warneke im Rahmen ihres Studiums ein Praktikum beim Grünen Zebra. Für Mia wie auch für das Hofteam waren die vier Wochen sehr gewinnbringend, die Gärtner:inne hatten Spaß Wissen und Kniffe weiter zu geben und Mia war immer dort wo genau noch zwei Hände gefehlt haben. Wir hoffen Mia ging mit einer grünen Kiste positiver Eindrücke aus der Zeit. 

Während wir lange unsicher waren, wie gut wir Praktikant*innen betreuen und wie sie in die Abläufe integriert werden können, sind wir mittlerweile so eingespielt, dass ein Praktikum beim Zebra für uns einfacher anzubieten ist.

Wir haben Mia gefragt, was Sie auf der Solawi gemacht hat und was sie aus der Zeit beim Zebra mit nimmt. 


HP: Was hast Du in den vier Wochen beim Zebra gemacht, was waren Deine wichtigsten Aufgaben?
Mia:  Ich glaube, am ersten Tag habe ich direkt mit Tunnelputzen angefangen und die ganzen Gewächshäuser von außen geschruppt. Eigentlich war jeden Tag die Frage, „was steht an?“ und dann habe ich da einfach mitgeholfen. Ich habe viel gepflanzt, Kulturen gehackt, geerntet, und sehr viele Tomaten getopft, in den letzten Tagen. Mit der Pflanzmaschine Pflänzchen gepflanzt, das war stressig, aber hat Spaß gemacht. Insgesamt war ich mit Josephine viel in der Anzucht. Und jeden Tag „Tunnel auf, Tunnel zu“. 

HP: Gab es Highlights für Dich in der Zeit beim Zebra?

Mia:  Einen Tag haben Mia (die Zebra-Gärtnerin, Anm. d. HP) und ich einen neuen Aufbau für die Schubkaren geschweißt, in den man die Kisten stellen kann. Ich hab zum ersten Mal geschweißt und das war ganz cool, mein Highlight. Ich mochte es morgens in der Anzucht zu stehen, wenn es kalt war und dann ist man erstmal drin im warmen Tunnel. Dann haben wir einen Nachmittag lang versucht, eine störrische Weide auszugraben und haben mit der Weide gekämpft. Das hat auch richtig Spaß gemacht. 

HP: Du studierst Umwelt-Naturwissenschaften – gab es inhaltliche Überschneidungen zu Deinem Studium?

Mia: Ja, gerade beim Thema Boden und der Frage wie viel pflügt man und wie tief gräbt man den Boden um. Macht unterpflügen oder unterhacken mehr mehr Sinn um die Bodenbestandteile zu erhalten? Auch die Formen der Fruchtfolge und die Wechselwirtschaft auf den einzelnen Flächen hatte ich im Studium. Allerdings musste ich mich in der Praxis doch an ein paar Sachen aus der Thorie erst wieder erinnern.

Die Erfahrung mit Mia als Praktikantin war sowohl für die Gärtner:innen wie auch – wie wir hoffen – für Mia sehr gewinbringend und positiv. Mittlerweile sind die Strukturen im Gärtner*innen-Team gut eingespielt und wir können uns gut vorstellen Studierenden oder andrere Interessierte ein Solawi-Praktikum anzubieten.

Verein & Organisatorisches

Pünktlich zur Obstblüte und wenn aus grau-braun wieder grün wird feiern wir unser Frühlingfest. Mitte April konnten sich vor allem auch unsere neuenMitglieder den Hof anschauen, Kaffee und Kuchen in der Sonne genießen und dieses Jahr auch Kleider tauschen. Es wurde außerdem ein buntes Kinderprogramm auf die Beine gestellt. Unser Jungpflanzen-Basar ist für allen Menschen mit Garten und Balkon ebenfalls ein Highlight. Wir freuen uns, dass auch immer mehr Nachbarn aus Riede zu unseren Festen kommen und wir gut in Kontakt sind. Vielen Dank an alle, die etwas dazu beigetragen haben.

Das Jahr 2021 war für Viele geprägt von der weltweiten CoVID-Pandemie – vieles stand still. Zu den wenigen sehr zukuftweisenden Entwicklungen in dem Jahr gehörten aber, dass auf dem Mars die Sonde „Perseverance“ landete und direkt danach auf der niedersäsischen Erde Das Grüne Zebra. Am 20. Mai 2021 gründeten über 25 aktive Mitglieder in einer Pandemie-bedingten online-Mitgliederversammlung unseren Verein und ermöglichten so das, was wir heute als lebendigen Betrieb und Solawi kennen. Die ersten Menschen waren 2019 in den damligen Gärnerhof gekommen, hatten ehrenamtlich geholfen und die Idee,eine Solawi zu gründen, mitgebracht. Vieles ist passiert seitdem, neue Menschen kamen dazu, die Solawistas der ersten Generation sind schon wieder in neuen Projekten aktiv, der Betrieb ruht auf der Konstanz eines Teams mit vierfesten Gärtner:innen und Überlegungen für die Zukunft stehen an. 

Auch wenn wir am 26. Mai keinen Festakt begehen, lassen wir den kleinen Geburtstag auch nicht einfach vorbei ziehen. Wenn die Tomaten und Paprika „weniger drücken“, finden wir auch Zeit, unser fünfjähriges etwas zu feiern!

Als Solawi versuchen wir, vom Agrarmarkt unabhängiger zu produzieren und sind bei vielen Entscheidungen Dank Euch, unserer Mitglieder freier. Dennoch bewegen wir uns auch nicht losgelöst von der deutschen und europäischen Agrarpolitik, die immernoch auf große, konventionelle Betriebe setzt. Die Landwirtschaft gerechter zu machen und die Natur direkt vor unserer Hoftür zu schützen, ist das Ziel des zweiten Wesercamp. Letztes Jahr machte eine Radtour zum Camp beim Grünen Zebra Station und nahm viele Eindrücke unserer Solawi mit. BUND, Robin Wood, die AbL und etliche andre organisieren Workshops und Exkursionen rund um das Thema globale Landwirtschaft und Schutz der Weser. Dieses Jahr findet das Wesercamp vom 4. bis 7. Juni 2026 im LichtLuftbad auf der Werderinsel, Bremen statt. Am 6. Juni 2026 wird es eine Kundgebung an der Kaje in Brake geben um gegen die Soja-Importe über den Industriehafen dort zu demonstrieren. Tagesgäste sind ebenso herzlich willkommen. Alle Informationen dazu findet Ihr auf der Homepage www.wesercamp.de.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Aktionstag – Samstag, den 6. Juni 2026,  ab 10 Uhr auf dem Hof in Riede. 
  • Wesercamp-Aktionstag in Brake – Gemeinsam gegen die Weservertiefung und für eine gerechte Landwirtschaft. Workshops und Kundgebung, Samstag, den 6. Juni 2026,  ab 10 Uhran der Kaje in Brake 
  • Aktionstag – Samstag, den 20. Juni 2026,  ab 10 Uhr auf dem Hof in Riede. 
  • Aktionstag – Samstag, den 5. Juli 2026,  ab 10 Uhr auf dem Hof in Riede. 

Wir wünschen Euch ein sonniges Frühjahr, viel Appetit auf das Zebra-Gemüse und vielleicht habt Ihr ja Lust, bei einem der Aktionstage mit zu gärtnern.

Allen schöne Pfingsten!

Eure Zebras

Redaktion dieses Newsletters: Friedemann Wagner

Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts:
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Hofpost #50: Saisonstart mit Frühlingssonne

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

willkommen in der neuen Saison! Mit Beginn dieses Monats sind wir in unsere nun schon siebte Saison gestartet. Wie schnell die Zeit vergeht… vor gefühlt nicht langer Zeit war unser Projekt noch in den Kinderschuhen und gut funktionierende Betriebsabläufe in weiter Ferne. Nun sind wir eine eingespielte und gewachsene Gemüsegärtnerei und sehr stolz darauf, wie professionell wir im Vergleich zur Anfangszeit arbeiten und anbauen. Wir starten jetzt mit 100 Ernteanteilen in die neue Saison und haben deswegen nach wie vor noch ein paar Plätze frei. Gerne weitersagen, denn wir blicken mit großer Vorfreude auf all das bunte Gemüse, das uns dieses Jahr erwartet!

Neues vom Acker und vom Hofteam

Nach den langen Frostwochen Anfang des Jahres ist nun endlich der Frühling mit kräftiger Sonne und schon ungewöhnlich milden Temperaturen da. Das merken wir besonders in der Anzucht. Nachdem die Aussaaten im Februar noch sehr langsam gewachsen sind und das spärliche Licht gesucht haben, geben die kleinen Pflänzchen nun Vollgas. Paprika, Aubergine und Chili sind bereits ausgesät und haben nun bis Mitte Mai in der Anzucht ihren Platz, bevor es in die großen Tunnel geht. Hier haben wir uns u.a. für die runde Auberginensorte Lea entschieden, die weiß mit rosa Flammung ein bisschen Abwechslung reinbringen könnte. Die Bratpaprika Padron haben wir auch wieder neu aufgenommen. Auch die ersten Freilandkulturen wie Kopfsalate, Brokkoli, Mangold und Co. wurden bereits gesät und könnten bei wenig Niederschlag ab April auf den Acker wandern. 

Die ersten Sonnenstunden haben wir zudem genutzt und schon die Zwiebelnim Boden! Auf der trockenen Hälfte des Ackers waren Pflügen und Überfahrt bereits möglich, das freut uns sehr und wir sind schön früh dran mit den Zwiebeln. Dieses Jahr haben wir uns entschieden, nur die gelbe Zwiebel Sturon anzubauen, da sie mehr Ertrag bringt als die rote, die wir letztes Jahr hatten und weniger häufig in Blüte geht.

Und auch die Folientunnel füllen sich fleißig. In diesen Wochen sind Spitzkohl, Kohlrabi, Pak Choi, Fenchel, rote Bete, Wirsing und Lauchzwiebeln in den Boden gekommen. Und in unserem großen Tunnel sind bereits Pflücksalate, Rauke, Asiasalat und Petersilie kräftig am Wachsen und freuen sich über die neue Wärme. Wir haben auch weiter innen die orangenen Eisenrückstände aus früheren Zeiten sowie Laub und Moos von außen von den Tunneln geputzt und die Pflanzen bekommen endlich wieder mehr Licht!

Nebenher passieren momentan viele Hecken- und Geländearbeiten, wir schneiden Bäume und Sträucher zurück, reparieren Bewässerungsleitungen und nutzen die noch etwas ruhigeren Tage, um den Hof und die Flächen ordentlich aufzuräumen und Platz zu schaffen.

Zudem ist seit März auch Milan wieder aus der Winterpause zurück und das Hofteam ist wieder zu viert am Start. So schaffen wir deutlich mehr in der Woche und können uns die anstehenden Aufgaben besser aufteilen. Auch viele ehrenamtliche Vereinsmitglieder greifen uns wieder kräftig unter die Arme und helfen unter der Woche und am Wochenende fleißig mit. Danke dafür! Milan war direkt unterwegs und hat für den Betrieb einen neuen Wendepflug gekauft. Damit können wir flexibler und effizienter arbeiten und in beide Richtungen pflügen, statt immer im Kreis um den Acker herum fahren zu müssen wie früher.

Ernteanteile & Gemüse
Momentan haben wir noch einige Vorräte an unseren Lagerlieblingen: Dieses Jahr sind das die Kartoffeln und die rote Bete, die uns gute Erträge geliefert haben und sich sehr gut im Lagerkeller halten. Insgesamt werden zu dieser Jahreszeit die Vorräte natürlich auch langsam weniger und die neu gepflanzten Kohle werden wohl noch einige Wochen brauchen bis zur Ernte Anfang Mai. Saisonale und regionale Lieferung ist eben nicht mit vollen Supermarktregalen vergleichbar, in denen Paprika, Zucchini und Co. aus Spanien das ganze Jahr zu finden sind. Wir hoffen aber, dass wir Euch auch mit viel frischem Grün begeistern können, das jetzt bei dem frühlingshaften Wetter schnell größer wird und Ihr Euch nach dem langen Winter ebenso darüber freut wie wir uns.

Perspektiven

In den letzten Wochen passierte einiges an Infrastrukturverbesserungen auf dem Hof. So wurde die Elektroinstallation im Unterstand weiter ausgebaut und zum Teil bereits angeschlossen. Das erlaubt uns, die Pumpen, Kühlung, Heiztische und restliche Abnehmer getrennt voneinander und mit ausreichend Leistung zu betreiben, ohne dass Verlängerungskabel im Weg liegen oder Sicherungen rausfliegen, wenn der Wasserkocher parallel zur Kühlung läuft… Ein großes Dankeschön an all die Arbeitsstunden, die überwiegend ehrenamtlich in diese Arbeiten fließen und für einen reibungsloseren und professionelleren Hofbetrieb sorgen!

Die Seen zwischen Riede und Bremen bieten sich nach unseren Erfahrungen immer für eine schöne Abkühlung im Sommer an – bisher unser einziger Bezug zum Schwimmsport. Das ändert sich aber am Freitag, den 10. April 2026: Zusammen mit der BIOStadt Bremen informieren wir bei der „Gesunden Woche“ im Neustädter Südbad von 10-17h00 über unsere Solawi, Mitmachmöglichkeiten und unseren Beitrag zur gesunden Ernährung. Kommt gerne vorbei!

Verein & Organisatorisches

Am 22. Februar fand unsere Bietrunde im Lagerhaus statt. Wir haben uns sehr gefreut, dass wir erstmalig dort einen Veranstaltungssaal nutzen konnten und sich trotz des strömenden Regens an dem Tag so viele Mitglieder vor Ort zusammengefunden haben. Es ist praktisch die einzige Gelegenheit im Jahr, an der wir in so großer Runde beieinander sind, Euch vom Hof erzählen und Eure Fragen beantworten können und wieder einmal viele bekannte und auch neue Gesichter in echt sehen können. Für die Aktiven im Verein und die Gärtner*innen ist es auch immer eine besondere Gelegenheit, zu sehen, wer bei uns aktuell dabei ist und unser Gemüse am Ende isst und sich niedrigschwellig bei Kaffee und Kuchen auszutauschen. So hat sich z.B. eine engagierte Gruppe zusammengefunden, die dieses Jahr gerne Rhabarberexperimente auf dem Acker starten möchten, das finden wir toll. Außerdem hat ein Stimmungsbild ergeben, dass der Großteil der anwesenden Mitglieder sich für eine kleine Gehaltserhöhung der Angestellten als Inflationsausgleich für diese Saison ausgesprochen hat. Wenn wir weiterhin ein paar Anteile dazu bekommen, müsste das voraussichtlich mit dem aktuellen Finanzplan auch umsetzbar sein. Auch wurde ein großer Wunsch nach einem Trinkwasseranschluss auf dem Hof deutlich. Wir müssen schauen, ob auch das dieses Jahr finanziell umsetzbar sein wird.

Knapp 100 Mitglieder haben an der Bietrunde teilgenommen oder uns im Vorfeld ihre Gebote per Mail mitgeteilt. Damit sind wir in der zweiten Runde auf einen Durchschnittswert von 112,74 € gekommen und freuen uns, dass der geplante Richtwert damit sogar überboten wurde. Rund 30 Ernteanteile würden wir gerne noch vergeben und haben wir in unserer Anbauplanung eingerechnet. Wir freuen uns daher weiter über Mitglieder, die noch jetzt bei uns einsteigen möchten!

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Obstbaumveredelungskurs am Samstag, den 28. März 2026 von 10h00-14h00 auf dem Hof in Riede – Hier lernt Ihr, wie Veredelung funktioniert und könnt selbst veredelte Obstbäume mit nach Hause nehmen. Reiser und Unterlagen für die Versammlung werden gestellt. Eigene Reiser können auch gern mitgebracht werden. Empfehlung für den Teilnahmebeitrag: 15-20 €. Zeitnahe Anmeldung erbeten unter mitglieder@das-gruene-zebra.de
  • Aktionstag am Samstag, den 4. April 2026 ab 10h00 auf dem Hof in Riede
  • Infostand „Lecker. Nachhaltig. Bewegt“ am Freitag, den 10. April 2026 von 10h00-17h00 im Südbad, Neustadtswall 81, Bremen – Im Rahmen der „Gesunden Woche“ der BIOStadt Bremen präsentiert sich das Zebra mit einem Infostand 
  • Frühlingsfest am Samstag, den 18. April 2026 ab 14h00 auf dem Hof  Die Gärtnerei genießen mit Führungen, Jungpflanzen und Mitbringkuchenbuffet
  • Infoveranstaltung „Solidarische Landwirtschaft zum Anfassen: Das Grüne Zebra in Riede“ am Samstag, den 25. April 2026 von 14h00-17h00 auf dem Hof – Exkursion der Kreis-VHS Verden zum Zebra mit Hofführung durch unsere Gärtner*innen. Kostenlose Anmeldung unter hier.
  • Tomatenpflanz-Aktionstag am Samstag, den 2. Mai ab 10h00 auf dem Hof – Save the Date!
  • Infoveranstaltung „Solawi, Foodcoop und Hofladen – wie kann eine demokratische Landwirtschaft gelingen“ am Dienstag, den 5. Mai 2026,vrs. in der KlimaWerkStadt, Westerstraße 58, Bremen  Vortragsabend organisiert von BioDiv Bremen, der AbL Niedersachen und dem Grünen Zebra
Genießt das milde Wetter und kommt gerne mal auf dem Hof vorbei, wenn Ihr neugierig seid, was dort alles bisher wächst 🙂
Bis bald und viele Grüße,
Eure Zebras
Redaktion dieses Newsletters: Josephine Wohlrab
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts:
Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.
Kaiserdamm 14a
27339 Riede

Hofpost #49: Tiefkühlgemüse

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

die Bietrunde steht jetzt wirklich vor der Tür! Zum ersten Mal findet sie im Lagerhaus statt und die Anmeldungen entsprechen aktuell ungefähr unseren (vorsichtigen) Erwartungen. Diese dürfen aber natürlich gerne übertroffen werden – also sagt weiterhin gerne weiter, dass wir in die neue Saison starten und noch einige Anteile zu vergeben haben!

Neues vom Acker

Auch im Winter gibt es mit den Auslieferungen sowie verschiedenen Infrastrukturprojekten und Geländepflegearbeiten genug zu tun, um die kurzen Tage herumzukriegen. Trotzdem sind die Möglichkeiten durch die aktuellen Wetterverhältnisse natürlich eingeschränkt – und einiges muss bei Frost einfach warten.
Begonnen haben wir inzwischen mit der Verbesserung der elektrischen Infrastruktur unter der Remise und im Haus. Dafür war sogar ein kleiner Bagger zu Besuch, der die Kabel unter die Erde gebracht hat. So wird die Stromversorgung selbst an Tagen mit höherem Bedarf – zum Beispiel wenn gleichzeitig Bewässerung und Kühlung laufen – zuverlässiger.

Die Montage der Kleinsolaranlage muss aus gesundheitlichen Gründen leider noch etwas warten. Vielleicht können wir aber im nächsten Newsletter schon davon berichten.

In der Anzucht sind die kleinen Pflänzchen vor dem Frost bestmöglich durch beheizte Tische und Luftpolsterfolie geschützt, sodass dort bei Sonne schnell Temperaturen von bis zu 30 Grad erreicht werden. Dann heißt es: Lüften! Hier sieht man bereits, worauf wir uns freuen können: Brokkoli, Spitzkohl, Wirsing, Staudensellerie, rote Bete und verschiedene Salate sind ausgesät und können bald in die Folientunnel gepflanzt werden.

Das Hofteam hat außerdem an einem Vernetzungstreffen auf Hof Grafel in der Nähe von Rotenburg teilgenommen. Dort konnten wir sowohl von den Erfahrungen anderer Gemüsebetriebe aus der Region lernen als auch eigene Erfahrungen weitergeben.

Ernteanteile & Gemüse

In den Ernteanteilen findet Ihr derzeit Lagerware und frisches Grün – und dabei wird es vorerst auch bleiben.
Letzte Woche haben wir uns endlich an den Rosenkohl gewagt, den wir zuvor bei Frost nicht ernten konnten. Weil der lange Frost einem großen Teil der Pflanzen nicht gut getan hat, mussten wir leider einiges an Verlust im Rosenkohl bedauern. Zum Glück haben aber zumindest ein paar wenige Stängel die kalten Temperaturen halbwegs überstanden, auch wenn sicherlich bei uns allen einiges weggeputzt werden musste. Oder wie war es bei Euch?

In unserem Lagerkeller lagern aktuell vor allem rote und gelbe Bete sowie Kartoffeln und einige Rüben. In den Häusern wächst der Postelein unermüdlich, außerdem stehen dort seit dem Herbst noch Rauke und Petersilie, die jedoch noch einen Wachstumsschub brauchen, bevor sie bereit für die Anteile sind.

Perspektiven

Wie bereits im vergangenen Jahr kooperieren wir erneut mit Sophie aus Thedinghausen. Somit wird es auch in dieser Saison die Möglichkeit geben, gemeinsam mit der Gemüselieferung Blumen zu beziehen. Unter dem Namen „Wilde Köpfe“ baut Sophie dort Schnittblumen nach den Prinzipien der Slowflower-Bewegung an. Je nach Wetterlage werden von März/April bis Oktober/November insgesamt zehnmal Blumensträuße in die jeweiligen Depots mitgeliefert. Diese umfassen je nach Saison acht bis fünfzehn Stiele. Die Kosten betragen 95 Euro pro Saison. Fragen und Anmeldungen (Sophie kann Blumen für bis zu 15 Parteien bereitstellen) bitte bis zum 8. März an: wilde.koepfe@posteo.de

Verein & Organisatorisches

Am 22. Januar fand unsere diesjährige Mitgliederversammlung digital statt. Dabei wurde unter anderem der Finanzplan für die kommende Saison vorgestellt und beschlossen. Aus ihm ergibt sich der Richtwert von 112 €, mit dem wir am Samstag in die Bietrunde gehen. Die Arbeitsgruppe Finanzen hat nach den Erfahrungen aus dem Vorjahr diesmal einen eher vorsichtigeren Plan vorgelegt, der davon ausgeht, dass wir im März mit 90 Ernteanteile beziehenden Mitgliedern starten und  anschließend mit einem monatlichen Zuwachs von fünf Anteilen rechnet, um gut über die Runden zu kommen. Das deckt sich in etwa mit den Anmeldungen, die uns derzeit für die Bietrunde vorliegen.

Diese Herangehensweise haben wir gewählt, weil wir in der vergangenen Saison aufgrund geringerer Anmeldezahlen als erwartet finanzielle Kürzungen vornehmen mussten. Nun beginnen wir lieber mit einem bereits reduzierten Plan, den wir nach oben anpassen können, sollten die Annahmen übertroffen werden.
Damit ist ein Arbeiten auf dem Niveau der Vorsaison möglich – also die Aufrechterhaltung des Betriebs sowie die Deckung aller laufenden Kosten und Investitionen von etwa 5.000 €. Bestimmte Anliegen, die sowohl in der Mitgliederversammlung als auch im Laufe des Jahres immer wieder deutlich werden, lassen sich so allerdings nicht umsetzen. Dazu gehört beispielsweise, inflationsbedingt die Gehälter und/oder die Stundenzahl der Mitarbeitenden anzuheben oder den leistungsschwachen Wasserfilter durch einen richtigen Trinkwasseranschluss zu ersetzen. Falls sich das nicht allein durch höhere Anteilszahlen oder Mitgliedsbeiträge realisieren lässt, möchten wir dafür nach weiteren Finanzierungswegen suchen.

Im Jahresbericht wurde außerdem auf eine lebendige Saison zurückgeblickt: Es gab wieder Bewegung bei den Depots (wir haben nun übrigens ein neues Depot in Walle gefunden – juhu!), das Konzept „Probeanteil“ wurde erfolgreich erprobt, es wurden viele Kartoffeln geerntet, und sowohl das Frühlings- als auch das Sommerfest waren von bestem Wetter begleitet.

Die Amtszeit des Vorstands beträgt im Das Grüne Zebra e.V. ein Jahr – entsprechend stand erneut eine Wahl an. Marlene, Friedemann und Sophie wurden nach langjähriger Tätigkeit aus dem Vorstand verabschiedet und ein neues Mitglied wurde gewählt. Gemeinsam mit Johanna sowie Henri, Larissa und Henning bildet sie nun den vierköpfigen Vorstand, der die rechtliche Vertretung des Vereins übernimmt. Danke an alle, die sich künftig neuen Aufgaben widmen und an diejenigen, die weiterhin Verantwortung im Vorstand tragen!

Alle Mitglieder erhalten das Protokoll der Mitgliederversammlung in Kürze zugesandt.

Termine, Aktionen, Mitarbeit
Bietrunde am 22. Februar 2026 um 14:00 Uhr im Lagerhaus – wichtig für alle, die in der kommenden Saison einen Anteil beziehen möchten
Aktionstag am 7. März 2026 von 10:00–16:00 Uhr auf dem Hof in Riede – das erste gemeinsame Ackern der neuen Saison
Frühlingsfest am 18. April 2026 – Kaffee, Kuchen, Hof genießen und hoffentlich Sonnenschein
Wie war das nochmal?
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne – wir freuen uns sehr auf die kommende Saison!
Bis bald und viele Grüße
Eure Zebras
Radaktion des Newsletters: Sina Mayer
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Hofpost #48: Radieschen im Winter

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

wir hoffen, Ihr seid gut im neuen Jahr 2026 angekommen! Nach sehr eingeschneiten und winterlichen Tagen auf dem Hof in Riede beginnt in der gut geheizten Anzucht nun das Leben. 

Und auch im Verein ist einiges los in den ersten Monaten des Jahres: am morgigen Sonntag, dem 25. Januar 2026, laden wir alle Mitglieder zur Mitgliederversammlung ein und am 22. Februar 2026 findet unsere diesjährige Bietrunde statt. 

In diesem Newsletter schauen wir ein wenig auf die noch anhaltende Winterzeit in Riede zurück und berichten Euch, was Anfang des Jahres auf dem Hof und im Verein ansteht. Wenn Ihr den Winterblues mit frischem Grün vetreiben wollt, dann kommt doch gern an unseren Aktionstagen oder auch so unter der Woche auf dem Hof vorbei!

Neues vom Acker und Hofteam

Über die Feiertage konnten wir den Hof mit sehr kleiner Besetzung gut ins neue Jahr bringen. Dagegen waren ein paar mehr helfende Hände und tatkräftige Einsätze nötig, um die – für norddeutsche Verhältnisse – stattlichen Schneemengen von den einwandigen Gewächshäusern zu fegen. So konnten wir verhindern, dass Folien einrissen oder es zu anderen größeren Beschädigungen kam. Danke an alle, die mitgeholfen haben!

In den Wintermonaten ist das Hofteam etwas kleiner; Milan ist in seiner Winterpause und so sind über die Tage verteilt Mia, Henri und Josephine auf dem Hof. Anfang des Jahres widmen wir uns auch einer langen Liste an Winteraufgaben. Wir bringen in dieser Zeit die vielen kleinen Dinge auf dem Hof und im Gewächshaus wieder in Schuss, für die in den Sommermonaten keine Zeit war. Die Hecken und Büsche werden gestutzt. Unser kleiner Maschinenpark – also Trecker, Transporter und die Agria-Motorfräse – war bei der Instandhaltung und bekam erfolgreich neuen TÜV. Mit besserer Infrastruktur und funktionierenden Geräten arbeitet es sich auch einfach schöner und flüssiger.

Dieses Wochende ist das Hofteam zur Solawi-Klausur bei den Kolleg:innen einer befreundeten Solawi bei Rotenburg. Als sehr hilfreiche und schöne Austauschplattform hat sich dieses Treffen der Solawi-Betriebe im Nordwesten mittlerweile etabliert. Neben vielen fachlichen Ideen hilft das auch der wertvollen Vernetzung der Betriebe.

Die Anzuchtplatten werden nun mit den ersten Kulturen gefüllt. Asiasalat und der erste Kohl wachsen hier vor. In den Folientunneln konnten wir den Wintersalaten in den ganz kalten Nächten eine warme Vliesdecke überstreifen, sodass sie diese Zeit gut überstanden haben. Hier sind wir nun am Hacken und Ernten für die Anteile.

Unser gelagertes Gemüse müssen wir zwar nicht mehr ernten, aber für die Anteile aufbereiten: Der Kohl muss geputzt, die Zwiebeln und Pastinaken sortiert und abgewogen werden. Das nimmt gerade viel unserer Zeit in Anspruch. Kommende Woche werden voraussichtlich die ersten Radieschen ausgeät. Wir freuen uns auf die roten Vitamin-C-Booster.

Ernteanteile & Gemüse

Zu den Weihnachtstagen konntet Ihr noch einmal einen – wie wir finden – sehr prächtigen Ernteanteil abholen. Viel Feiertagsgemüse mit Rotkohl, Rosenkohl, Pastinaken und passendem Feldsalat. Auch Walnüsse von unseren eigenen Bäumen waren dabei.

Wir waren sehr zufrieden mit unseren für die Jahreszeit doch recht vielfältigen Anteilen der letzten Wochen. Dicke und weitgehend einwandfreie Kohlköpfe konnten wir in die Anteile geben; der Weißkohl, Rotkohl und Wirsing gediehen gut, ebenso die rote Bete.

Gerade bei dem frischen Grün der Wintersalate stellen wir fest, dass dieses langsam weniger wird, bevor die neuen Aussaaten am Start sind. Durch die drei dunkelsten Monate hindurch ist die Wachstumsphase einfach deutlich kürzer.Während wir im letzten Jahr eher eine betrübliche Kartoffelernte hatten, ist das Lager dieses Jahr so gut gefüllt wie fast noch nie. Durch krankheitsbedingte Ausfälle im Gärtner*innen-Team waren wir an den Ernte-Mittwochen sehr froh, von Ehrenamtlichen unterstützt zu werden. Beim Thema Wintergemüse hilft es uns seit diesem Winter sehr, dass wir bei unserem Kollegen Martin Clausen auf dem befreundeten Nachbarhof Imhorst das Kühllager mitnutzen können. Das freut uns sehr und auf diesem Weg: Herzlichen Dank!

Apropos Gemüse lagern: Wir suchen nach wie vor eine gute Lösung für unsere Mitglieder in Walle. Das bisherige, recht zentrale Depot können wir leider nicht weiter nutzen und suchen nun nach einer guten Alternative. Schön wäre, wenn der Raum einigermaßen trocken und gut zugänglich ist. Wenn Ihr eine Idee habt, schreibt uns kurz an mitglieder@das-gruene-zebra.de. Dankeschön!

Perspektiven

Bei manchen grundsätzlicheren Themen des Vereins sind viele Ideen und Perspektiven wichtig. Deshalb kommen wir neben unseren regelmäßigen Plena meist einmal im Jahr in einer großen Runde mit allen interessierten Mitgliedern zusammen und beraten über größere Themen. Bei unserem diesjährigen Großen Plenum ging es um Ideen für die Weiterentwicklung des GrünenZebras und Perspektiven für die Zukunft des Hofes, aber auch um die Größe der Ernteanteile und Ideen für die Vermittlung von Naturwissen auf dem Hof.

Als Solawi suchen wir länger nach einer Lösung, mit der wir die Fluktuaktion rund um den Saisonwechsel besser einschätzen können. Zwar schicken wir meist relativ frühzeitig eine Umfrage zur An- und Abmeldung rum, allerdings wird diese meist nur so von 50% der Mitglieder beantwortet – was ja auch grundsätzlich ok ist, aber unsere Planungssicherheit nur um eben 50% erhöht. Für die Finanz- und Anbauplanung stellt das aber immer wieder eine große Unsicherheit da. Auch darüber haben wir beim großen Plenum gesprochen. Über Genaueres zu künftigen Praxis möchten wir alle Mitglieder mit Anteil in einer separaten Mail informieren.

Eine der größeren Winteraufgaben ist der Ausbau des Unterstandes mit einer festen Elektro-Installation. An diesem bisherigen Strom-Nadelöhr sind über Kabeltrommeln unsere zwei Pumpen, das Kühlagregat und noch weitere wichtige Verbraucher angeschlossen. Mit einer eigenen Unterverteilung für den Unterstand können wir gleichzeitig Gemüse kühlen und Teewasser erhitzen ohne einen Black-out zu riskieren. Die erste Aufgabe dazu, ein Erdkabel vom Haus zum Unterstand zu legen, gehen wir in den kommenden Wochen an. Damit erhöhen wir die Betriebssicherheit und können beruhigter Zeiten ohne Menschen auf dem Hof bestehen.

Häufig wurden wir in den letzten Jahren gefragt, weshalb wir keine Photovoltaikanlage in Riede haben. Wir selbst haben uns das auch häufiger gefragt, zumal wir den größten Energiebedarf in den Sommermonaten haben, wenn Kühlung und Pumpen konstant in Betrieb sind. Vergangenes Jahr hat sich eine Crew ehrenamtlicher Zebras zusammengefunden, die jetzt dafür sorgt, dass der Hof zu Teilen mit Sonnenenergie versorgt wird. Nach der Planungsphase und durch die finanzielle Hilfe einzelner Mitglieder wurde es möglich, drei Module und Wechselrichter anzuschaffen. Noch vor dem Frühjahr werden wir nun auf der Westseite des Hauses die Module montieren und die Klein-PV-Anlage in Betrieb nehmen. Mehr dazu im kommenden Newsletter.

Verein & Organisatorisches

Zum ersten Mal war das Zebra dieses Jahr beim alle zwei Jahre stattfindenden Rieder Adventsmarkt mit einem kleinen Informationsstand vertreten. Wir konnten unser Wintergemüse präsentieren und haben nette Gespräche geführt – wir werden zunehmend Bestandteil des Dorflebens und freuen uns darüber. 

Gleich nach dem Jahreswechsel steht beim Zebra die Mitgliederversammlung 2026 an. Dieses Jahr wird die MV online stattfinden. Neben den obligatorischen Berichten über die Entwicklung des letzten Jahres und der Wahl des Vorstandes wird auch über den geplanten Haushalt für das Jahr 2026 abgestimmt werden. Daraus folgt dann auch der Beschluss für den sogenannten Richtwert für einen Ernteanteil – also der Durchschnittsbeitrag, der, multipliziert mit der Anzahl der Mitglieder, zu einem ausgeglichenen Haushalt führt.

Die MV ist auch die Voraussetzung, damit wir Euch knapp einen Monat später herzlich zu unserer Bietrunde am 22. Februar 2026 einladen können. Sie findet ab 14 Uhr im Lagerhaus im Bremer Viertel statt. Eine separate Einladung dafür erhaltet Ihr noch.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • So., 25. Januar 2026  Mitgliederversammlung 2026, online, ab 14 Uhr.
  • So., 1. Februar 2026   Saatguttauschbörse mit dem Zebra in der KlimaWerkstatt, Westerstraße 
  • Di., 3. Februar 2026  online-Infoveranstaltung des Zebras, ab 19,30 Uhr – Anmeldung über mitglieder@…
  • Sa., 7. Februar 2026  Aktionstag in Riede, ab 10 Uhr auf dem Acker und den Folientunneln
  • So., 22. Februar 2026  Bietrunde 2026, ab 14 Uhr im Lagerhaus, Schildstraße 12-19, 28203 Bremen

Und zu guter Letzt noch einmal der Hinweis auf das erfolgreichste Marketingtool – noch vor Social Media: Mundpropaganda! Erzählt gerne Euren Freund*innen und Bekannten vom Zebra – im Februar ist unsere Bietrunde und wir haben für die kommende Saison noch einige Plätze frei. Wir wünschen Euch weiterhin gute Tage im ersten Monat des Jahres und freuen uns, Euch bei der Mitgliederversammlung oder der Bietrunde zu sehen!

Bis bald und viele Grüße

Eure Zebras

Redaktion dieses Newsletters: Friedemann Wagner

Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts:
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Hofpost #47: Ernte-Spezial

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

Wie versprochen: In diesem Newsletter gibt es ein herbstliches Ernte und Lagerkulturen Themenspezial. Und nun ist es wieder so weit, Ihr könnt Euch für die nächste Saison anmelden!

Über diesen Link könnt Ihr Euch Euren Platz für die Bietrunde und die kommende Saison sichern.

Wir freuen uns auf die kommende Saison mit Euch! 

Falls Ihr Euch noch nicht sicher seid, ob Ihr wieder einen Anteil beziehen wollt oder Ihr Euch schon sicher seid, dass Ihr keinen Anteil beziehen wollt, könnt Ihr uns das über diesen Link mitteilen. 

Danke für Eure Rückmeldungen.

Neues vom Acker

Alle reden vom Wetter. Wir auch. Jeden Tag.
Auch wenn jetzt das Herbstwetter so richtig zur Geltung kommt, war das Wetter in diesem Jahr zu unserem Gemüse wirklich sehr gut. Nichtsdestotrotz hält das Wetter uns weiterhin gut auf Trab: Wir hatten die erste Frostnacht, welche unseren Kürbissen teilweise leicht zugesetzt hat und uns auch bei Bodenfrostwarnungen schnell noch über die sensibelsten Kulturen ein wärmendes Vlies legen lässt. Der jetzt einsetzende Regen ist natürlich willkommen, hat uns aber auch schnell noch die Kopfköhler ernten lassen, damit sie sich nicht zu doll vollsaugen und in der Folge dann platzen. Die natürlich anstehenden Herbststürme lassen uns letzte Sicherungen an den Folienhäusern vornehmen, damit uns nicht die Folien reißen (wie es in den letzten Jahren leider immer passiert ist). 
Denn: Unten den Folien tut sich gerade sehr viel. Die Tomaten-, Gurken- und Bohnenkulturen sind geräumt und machen Platz für unsere leckeren Herbst- und Winterkulturen, wie Spinat, Feldsalat, Stielmuß, Barbara-Kraut, Petersilie, Wegerich oder Asia-Salate. Durch diese direkte Nachfolge nutzen wir den Platz im geschützten Anbau am effizientesten und können so auch in der eher kargen Winterzeit für alle genug Grünzeugs in die Anteile machen. 

Nichtsdestotrotz sind wir grade noch sehr viel auf dem Acker unterwegs, denn die Ernte fürs Winterlager ist noch im vollen Gange. Anfang Oktober haben wir die letzten Kartoffeln aus der Erde geholt und uns dabei mehrfach die Augen reiben müssen, was weniger am Ackerstaub lag, als an der schieren Menge an Knollen, die uns der im letzten Jahr angeschaffte Kartoffelroder aufs Förderband und in die Kartoffelsäcke gelegt hat. Knappe fünf Tonnen Kartoffeln haben wir dieses Jahr ernten dürfen. Verantwortlich dafür ist natürlich wie immer das Wetter, aber auch ein guter Standort und einen Sortenmix, der die weniger ertragreiche und für unseren Roder eher ungeeignete Blaue Anneliese aus dem Sortiment hat fallen lassen. Zeitgleich zur Kartoffelernte stand die Zwiebelernte auf dem Programm. Auch hier haben wir anfänglich staunen müssen, was eine optimale Wasserversorgung, ein guter Standort und die richtigen Hackgänge zur richtigen Zeit bewirken können – nämlich so dicke Speisezwiebeln, wie sie in der Geschichte des Grünen Zebras noch nie gesehen wurden. Womit wir auch schon bei den nächsten Rekorden sind: Die Kombination aus einer guten, bodendeckenden Folie und unserem ersten, in der Kultur verlegten Tröpfchenbewässerungssystem und perfektem Bewässerungsplan, haben uns eine Kürbisernte verschafft, wie wir sie noch nie hatten. Butternut-Kürbisse in ungekannten Größen und eine Menge an Spaghetti-, Hokkaido- und Sweet-Dumpling-Kürbissen haben bestimmt in der Rieder Nachbarschaft zu einiger Verwunderung geführt, ob des begeisterten Jauchzens der erntenden Zebras. Und mal ehrlich, beim Weiß- und Rotkohl ging es so weiter – waren letztes Jahr die Kopfköhler bei uns eher mickrig, so haben sie sich ihr Wachstum für dieses Jahr scheinbar aufgehoben. Ebenfalls schön groß, aber irgendwie schon gewohnt stabil sind dieses Jahr die Beten gewachsen. Weil wir letztes Jahr so gute Erfahrungen mit der Lagerfähigkeit und allgemein mit dem Ertrag gemacht haben, haben wir dieses Jahr vermehrt noch die wunderschöne Ringelbete und die etwas süßlichere Gelbe Bete angebaut. 

Die große Herausforderung, vor der wir als Grünes Zebra jedes Jahr stehen, ist: „Wie schaffen wir es auch in der Zeit, in der nur sehr wenig wächst, leckere Anteile zusammenzustellen?“ Und hier kommt das Lager ins Spiel. Im Keller haben wir ideale Bedingungen für das Lagern von Knollen und Wurzeln. Bis unter die Decke stapeln sich da jetzt die Kartoffeln. Rote, Gelbe und Ringelbete werden grade eingelagert und auch Steckrübe, Möhre, Pastinake, Knollensellerie und Lagerrettich werden wir dort in den nächsten Wochen einlagern. Oben im Haus liegen jetzt schon Kürbisse und Zwiebeln, die wir gerne vor der ersten harten Frostperiode in die Anteile geben wollen würden, damit wir es uns allen ersparen ein sehr zugiges, leider nicht frostsicheres Haus behelfsmäßig zu heizen. Dieses Jahr beschreiten wir aber auch Neuland in der Lagerung, da wir testweise ein paar Lagerboxen Rotkohl, Weißkohl und Superschmelz bei unserem lieben Nachbarn Martin Clausen vom Hof Imhorst zwischenlagern werden. Das Ziel ist es, auch noch im Februar oder März Kopfkohl in die Anteile geben zu können, was leider nur mit einer richtigen Kühlung möglich ist. Sollte sich herausstellen, dass der Kohl und so länger im Lager erhalten bleiben sollte, werden wir im kommenden Jahr unsere eh schon immer vorhandenen Träume von einer eigenen, geräumigeren Kühlung, weiter konkret werden lassen. Durch eine neue Temperatursteuerung in der kleinen Kühlzelle, merken wir jetzt schon, wie viel mehr Frische es ausmacht, wenn die Kühlung die geforderten Temperaturen auch hält – und gleichzeitig einiges an Strom spart. 

Nicht vom Acker, aber trotzdem wichtiger Bestandteil unseres Hofes in Riede, sind natürlich auch unsere Apfelbäume. Auch hier, ihr habt es geahnt, haben wir ein absolutes Rekordjahr. Wie ihr in den Anteilen bestimmt schon gemerkt habt, haben wir reichlich an Tafelobst verteilen können. Und als wäre das nicht schon schön genug, fiel auch noch reichlich B-Ware vom Baum und konnte von vielen fleißigen Vereinsmitgliedern zu Apfelsaft in der Mosterei der Finkenburg vermostet werden. So wird es also dieses Jahr wieder mindestens zwei Mal von Zebras für Zebras in der kalten Jahreszeit Apfelsaft im Anteil geben. Und weil die Quitten sich dieses Jahr auch wieder von ihrer besten Seite gezeigt haben, wird es voraussichtlich neben der leckeren Marmelade aus den Beeren, auch wieder köstliches Quittengelée geben, dass fleißige Zebras für alle anderen Zebras einkochen werden. 

Zu guter Letzt gibt es vom Acker noch zu vermelden, dass wir mittlerweile dazu übergegangen sind, während der kalten Monate eine Zwischenfrucht einzusäen, die die Bodenqualität ohne viel Zutun nochmal verbessert. So sprießen jetzt auf vielen, in diesem Jahr genutzten Ackerflächen Phacelia oder Wickrocken, die wir dann im kommenden Frühjahr als Gründüngung untermulchen werden.

Ernteanteile & Gemüse

Die Ernteanteile sind momentan nicht nur was einzelne Items angeht (Kürbis zum Beispiel) schön groß und vielseitig. Gleichzeitig vollzieht sich merklich ein Wandel hin zum Herbst. Waren noch vor bis vor wenigen Wochen Tomaten, Auberginen, Basilikum, Zucchini oder Salat regelmäßiger Bestandteil der Anteile, so werden diese Kulturen weniger und klassische Herbstgewächse finden den Weg auf unsere Teller. Endivien (Frisée, Blatt, Runder und Langer Radicchio, Zuckerhut), Kürbisse, Kartoffeln und auch der erste Blattkohl und die ersten Wurzeln und Kartoffeln ergänzen diesen normalen Wegfall, auch wenn manche sommerlich anmutende Kultur noch weiterhin die Anteile bereichert. Hervorzuheben sind hier die Paprika und Chilis, die jetzt erst gefühlt ihr Maximum erreichen und uns eine wunderbare Farbenpracht bescheren. In den nächsten Wochen wird es aber auch damit spürbar abnehmen und an diese Stelle werden dann die ersten Blätter aus den Folientunneln treten. Den ersten Spinat gab es diese Woche und auch der Rucola ist eine Neupflanzung, die für Herbst und Winter in der Anbauplanung genau so vorgesehen war. Des Weiteren werden wir uns auch in diesem Jahr noch über den ersten Feldsalat und die ersten Asia-Salate freuen können. Ergänzt wird dies immer mal wieder durch erstes Lagergemüse, welches zwar lecker und in gutem Zustand ist, aber den ein oder anderen Makel aufweist, der die Lagerung ungewiss erscheinen lässt und daher besser in unseren Mündern aufgehoben ist. In jedem Fall bleiben die Anteile erstmal so üppig und vielseitig, wie bisher.

Perspektiven

Am 22. November werden wir ein großes Plenum veranstalten, zu dem alle aktiven Zebras und alle Mitglieder, die Lust auf mehr Diskussion und Hintergrundinfos haben, herzlich eingeladen sind. Wir wollen uns – wie immer bei großen Plena – über wegweisende Ideen rund ums Zebra austauschen. Auf der Agenda stehen die Themen „Anteilsgröße neu denken?“, „Wem gehört das Zebra der Zukunft?“ und „Wie machen wir das Zebra sichtbarer? Und wie war das nochmal mit unserem Bildungsauftrag?“. Wir möchten außerdem in Vorbereitung auf die Mitgliederversammlung einen ersten Blick auf den Finanzplan für das kommende Jahr werfen und Spielräume diskutieren. Vorstellen möchten wir auch den Entwurf für einen neuen Vertragsentwurf für die Ernteanteile. Bisher enden die Verträge automatisch und müssen jedes Jahr neu ausgestellt werden. Diese Papierschlacht würden wir gerne hinter uns lassen und zu einem Opt-Out-Modell wechseln, bei dem die Verträge unbefristet gültig sind und erst bei Kündigung enden. 

Um 9:30 Uhr solle es in den Räumlichkeiten der Neuen Pop in der Friesenstraße losgehen und gemeinsam in Kleingruppenarbeit an den drei Themen gedacht werden. Abschließen wollen wir gegen 15 Uhr nach einer Ergebnisrunde. 

Seit einigen Jahren haben wir im Creative Hub in der ehemaligen Kinderklinik an der Friedrich-Karl-Straße ein Depot. Da das Creative Hub dort zu Gunsten von Wohnungen weichen muss, werden auch wir in diesem Depot mit Veränderungen rechnen müssen. Bis hier Klarheit herrscht, hat sich für die Zwischenzeit freundlicherweise das ganz nahe gelegene Wohnprojekt KARL dazu bereiterklärt, eine Fläche für einen Abholschrank bereitzustellen. Vielen Dank auch auf diesem Wege.

Noch in diesem Jahr sind ein paar Infrastrukturprojekte geplant, die die Hofsituation verbessern werden. So ist die dauerhafte und leitungsstarke Elektrifizierung des Unterstandes seit geraumer Zeit geplant und soll diesen Herbst noch umgesetzt werden. Zudem soll das reichhaltige Potential für Photovoltaik endlich genutzt und aus vielen Gesprächen endlich blauschimmernde Wirklichkeit werden, sodass ein gewisser Teil der anfallenden und nicht unerheblichen Stromkosten dadurch gesenkt werden kann. Ökostrom beziehen wir natürlich eh schon – wenn wir ihn aber selber herstellen können, warum nicht auch so!?

Verein & Organisatorisches

Derzeit ernten und liefern wir für 140 Anteile, was noch deutlich mehr ist, als vor 6 Monaten, wo wir etwa 30 Anteile weniger hatten. Diese Entwicklung ist sehr positiv zu sehen, da sie es dem Zebra ermöglicht, verlustfrei durch das Jahr 2025 zu gehen. Auch spiegelt die gestiegene Anzahl an Anteilen das Engagement vieler helfender Zebra-Hände wider, ohne die der Großteil der Leckereien nicht hätte gepflanzt, gehackt, gejätet, geerntet, gepackt und geliefert werden können. 

Wie schon im letzten Newsletter erwähnt, wird das Zebra auch zunehmend attraktiv für Menschen, die eine Praktikumsstelle suchen. Die Erfahrungen, die wir in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Bioland Gärtnerei Rhizom (ÖkoNet – Ökologie und Personalentwicklung gGmbH) machen konnten, zeigen uns, dass das Grüne Zebra mittlerweile auch von anderen Gartenbaubetrieben gesehen wird. Wir bedanken uns bei Kevin und Rhizom für die gelungen Zusammenarbeit. 

Und wenn wir schon von Sichtbarkeit sprechen, wollen wir uns auch bei allen Solawis aus der Region bedanken, welche für ein sehr fruchtbares Vernetzungstreffen auf unseren Hof gekommen sind und mit uns zusammen von Anbauplanung über praktische Arbeit bis hin zu Vermarktungsstrategien über alles sprechen konnten. 

Zu guter Letzt, wollen wir noch darauf hinweisen, dass wir am 7. Dezember in Riede auf dem Weihnachtsmarkt mit einem kleinen Stand vertreten sein werden. Kommt vorbei und trinkt einen Glühwein mit uns.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Samstag; 1. November 2025: Der nächste Aktionstag ist am Samstag, den 2. November. Los geht es gegen 10:00. Im Zentrum wird weiterhin die Lagerernte stehen. Superschmelz, Rote Bete und Möhren wollen den Weg ins Lager finden. Hilf Ihnen dabei!
  • Samstag, 15. November 2025: Es wird dieses Jahr wieder einen Obstbaumschnittkurs geben. Damit es in den nächsten Jahren weiter leckere Äpfel, Birnen, Zwetschgen in den Anteilen gibt, müssen die zahlreichen Obstbäume auf dem Gelände geschnitten werden. Wenn Ihr schon immer mal wissen wolltet wie das geht, kommt rum! Meldet euch bitte an, damit wir besser planen können: 
    mitglieder@das-gruene-zebra.de Teilnahmegebühr 5€ in Bar mitbringen. 

    Hier ein kurzer Programmablauf: 
    9-12 Uhr Einführung in die Theorie 
    12-13 Uhr gemeinsames Mittagessen 
    13-16 Uhr Praxisteil am Baum 

    Falls Ihr habt, bringt gern mit: Rosenscheren, Handschuhe, festes Schuhwerk für die nasse Wiese, warme Klamotten und sehr gern etwas für das gemeinsame Mittagessen.

Save the Date

  • Mittwoch, 12. November 2025: Das Forum Küche veranstaltet einen Vortragsabend mit Prof. Dr. Nico Paech zum Thema „Regionalökonomie & Solidarische Landwirtschaft“. Wir sind auf dem anschließenden Podium vertreten. Ab 18:30 gehts los im Bamberger Haus, Faulenstraße 69. 
  • Sonntag, 07. Dezember 2025 – Das Zebra wird mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Riede vertreten sein. Komm auf einen Glühwein vorbei!
  • Sonntag, 25. Januar 2026 – Diesmal wird die  Mitgliederversammlung des Vereins Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V. online veranstaltet werden. Alles Weitere dann in der fristgerechten Einladung per Mail.
  • Sonntag, 22. Februar 2026 – Bietrunde 2026! Wir werden uns dieses Jahr wieder – in echt und in Farbe – zur gemeinsamen Bietrunde für das kommende Gartenjahr treffen. Wie Ihr wisst, laufen die Anmeldungen. Alles weitere folgt!
Bis bald und viele Grüße Eure Zebras
Redaktion dieses Newsletters: Henri Möllers
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts: 
Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.
Kaiserdamm 14a
27339 Riede

Hofpost #46: Huch, schon Oktober?

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

mit der Kürbissuppe, die wir vor etwa 10 Tagen bei gefühlten 30 Grad auf dem Hof verspeisten, waren wir wohl etwas zu früh dran. Kurz danach setzte es aber ein, das Suppenwetter, sodass der Kürbis in Euren Anteilen hoffentlich genau richtig kam? Natürlich ist Kürbis mehr als Suppe, sagt doch mal, was macht Ihr am liebsten damit? 
 
Was außer Kürbis sonst noch bei uns los ist, erfahrt Ihr hier!

Neues vom Acker

Ganz durch mit dem Thema Kürbis sind wir noch nicht, denn wir können noch verkünden, dass neben dem Hokkaido, von dem Ihr die nicht so lagerfähigen Exemplare letzte Woche im Anteil hattet, in den vergangenen Tagen auch noch die Sorten Butternut, Spaghetti und Sweet Dumpling ins Lager gewandert sind und damit Abwechslung garantiert ist. 
 
In der letzten Hofpost klang es schon etwas an: Die sommerlichen Kulturen machen in den Häusern gerade Platz für grünes Blattgemüse in Form von verschiedenen Asiasalaten, Rucola und Spinat, die uns in den kommenden Wochen als frische Komponente in den Anteilen begegnen werden. Die Gurken und Bohnen haben wir schon komplett geräumt, was auch an der Zeit war, da die Erntemenge immer weniger wurde und die Pflanzen immer gelblicher. Insbesondere die Gurken konnten leider trotz des Einsatzes von Nützlingen nicht komplett vor Schädlingen wie Spinnmilben geschützt werden, die bei trockenem, warmem Wetter im Hochsommer gerne die Gurken befallen. Die Tomaten, Auberginen und Paprika können wir oft noch bis zum ersten Frost ernten – darauf hoffen wir auch dieses Jahr. 
 
Das Hofteam bekommt gerade Unterstützung durch einen Hospitanten, der sich in der Ausbildung in einem anderen Gemüsebaubetrieb befindet und Solawi-Luft schnuppern möchte. Darüber freuen wir uns immer und meistens ist es für beide Seiten lehrreich.

Ernteanteile & Gemüse

Zu der Ernte wollen wir heute gar nicht zu viel ausholen, denn der nächste Newsletter wird ein Ernte-Spezial! Um aber die Kategorie zumindest ein bisschen zu bespielen, können wir berichten, dass gerade die Jahreszeit ist, wo die Ernte im Fokus steht und darüber dann das Aussäen und Pflanzen der Wintersalate, was auch einiges an Arbeit mitsichbringt, fast in Vergessenheit zu geraten droht. Aber wie Ihr gelesen habt: Wir sind dran! Die Kartoffelernte ist inzwischen eingefahren. An mehreren Tagen ging es für die Gärtner*innen und fleißige Helfer*innen auf den Kartoffelroder und so hat sich auch unser Kartoffellager gut gefüllt und in diesem Jahr unsere Erwartungen übertroffen. Das werden Ihr die nächsten Monate zu schmecken bekommen. 
 
Auch der kommende Aktionstag wird sich schwerpunktmäßig der Ernte von Lagergemüse widmen und wer schon mal dabei war weiß: Es ist einiges an Gewicht zu bewegen, sodass wir uns über helfende Hände freuen, die das Gemüse vom Acker in den Keller bringen.

Perspektiven
Schöne Perspektiven auf unserem Hof hat der Bürgerfunk Bremer Umland e.V. eingefangen, der uns im Frühjahr auf dem Hof besucht hat. Wenn Ihr eine Erinnerung braucht, wie die Paprikapflänzchen im Frühjahr aussahen und was zwei unserer Gärtner*innen so zu berichten haben, schaut doch mal rein: https://www.youtube.com/watch?v=PDZ1aSn-Feo

Verein & Organisatorisches

Unsere Planungen für das kommende Jahr schreiten voran. Ein erster Schritt, in eine gemeinsame Planung zu kommen, soll ein großes Plenum am 22. November in Bremen sein. Dort wollen wir die bisherigen Überlegungen für den Finanzplan der Saison 2026 vorstellen und darüber hinaus in Kleingruppen verschiedene Themen diskutieren, die immer wieder aufkommen. Dieses Plenum ist – wie unsere sonstigen Plena auch – gerne offen für Beteiligung aller Mitglieder. Das Plenum am 22. November soll mehr und früher im Jahr einen Raum für Diskussionen bieten, als es die Mitgliederversammlung kann, die ja dann den Finanzplan schlussendlich beschließt. Neben dem Finanzplan gibt es auch den Wunsch, über Bildungsarbeit, die Ernteanteile und Zukunftsperspektiven zu sprechen. Wir halten Euch auf dem Laufenden, wenn Ort und Zeit feststehen und wer Interesse hat, ist herzlich willkommen! 
 
Für den Finanzplan des aktuellen Jahres können wir im Rahmen der Möglichkeiten vorsichtig optimistisch sein. Vielleicht wisst Ihr aus vorherigen Newslettern, dass die Finanzlage in dieser Saison etwas angespannt war, da wir nicht alle Ernteanteile vergeben konnten. Durch einige Kürzungen bei Investitionen und eine von vornherein vorsichtige Finanzplanung rechnen wir aktuell nicht mit einem Verlust am Ende des Jahres.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Samstag, 4. Oktober 2025 ab 10:00 Uhr – Aktionstag „Lagerernte“
  • Samstag, 15. November 2025 von 9:00 – 16:00 Uhr – Obstbaumschnittkurs
Wir wünschen Euch viel Freude an den Farben des Herbstes!  
Bis bald und viele Grüße
Eure Zebras

Redaktion dieses Newsletters: Sina Mayer

Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.
Kaiserdamm 14a
27339 Riede

Hofpost #45: Aus dem Urlaub, auf den Acker – Erntezeit voraus!

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

wir hoffen, Ihr hattet schöne Ferien, ein paar heiße See- und Schwimmbadtage und seid wohl auf. In Riede kreisen die Regner im Takt, die Tropfen perlen auf den staubigen Boden, die vielen Farben der Salate erstrahlen wieder. Die Bienen und Wespen surren durch die dick behangenen Obstbäume, der ein oder andere Ast – unter der Last all der saftigen Früchte – angebrochen. So früh, wie es dieses Jahr warm wurde, kommen auch die Herbstfarben früh in diesem Jahr. Erntezeit voraus!

Auch wenn die Pflanzen auf dem Hof keinen Urlaub machen, konnten wir und die angestellten Gärtner*innen trotzdem wegfahren. Das Kollektiv machts möglich, danke dafür!

Neues vom Acker und Hofteam

Die neue Pumpe und all das Grabenbuddeln hat sich voll gelohnt! Neben vieler Hände Arbeit haben wir auch vermehrt auf Tropfbewässerung dieses Jahr gesetzt. Geringere Verdunstungsraten und direktes Angießen nach der Pflanzung sind so in wenigen Stunden möglich und in diesem äußerst trockenen Jahr bei jeder einzelnen Pflanze auf dem Acker notwendig zum Anwachsen.

Wir kamen durch die vielen Aktionstage und regelmäßig Helfenden dieses Jahr ganz gut mit dem Unkraut zurecht, sodass nicht nur die Salate, Kräuter, Mangold und Blumenkohle fett in die Anteile gewandert sind, sondern auch die jetzt langsam anstehende Ernte für den Herbst und Winter erfolgsversprechend aussieht.

Die Zwiebeln sind dicker und viel weniger faulig als letztes Jahr. Die Kartoffelsorte Solara haben wir schon angerodet und sind total begeistert. Das Roden geht bei dem trockenen Boden auch deutlich leichter als letztes Jahr. Auch der Kürbis strahlt schon rot durchs Blattwerk. Insgesamt wollen wir dieses Jahr früher anfangen, die Herbsternte reinzuholen, um uns die Arbeit leichter zu machen und die Lagerqualität zu erhöhen.

Die letzten maschinellen Hackdurchgänge sind gefahren und man glaubt es kaum, aber die Winterkulturen wie Spinat, Petersilie und Rucola werden schon ausgesät und teilweise in die Tunnel gepflanzt. Gleichzeitig leeren sich draußen die Äcker durchs Ernten und weil dort die letzten Radicchios, Rübchen und Salate ihren Platz gefunden haben.

Im Folientunnel kämpfen die Raubmilben erfolgreich gegen die Spinnmilben, die sonst unser Auberginen-, Gurken- und Bohnenkiller Nr. 1 sind. Erfolgreich arbeiten wir gezielt mit Nützlingen und kommen so ganz ohne Giftspritze aus, ohne den Schädlingen unser leckeres Gemüse zu überlassen. Kommt gerne rum und guckt Euch den Wettstreit unter den Blättern an.

Ernteanteile & Gemüse

Gemunkelt wird über Tomatenrekorde, die Duftexplosionen durch Basilikum und Petersilie lassen wissen: Hier gibt´s ein Zebra Depot!

Einfach eine schöne Zeit: Birnen, Zwetschgen, Äpfel, Auberginen, Zucchini, Salate, jetzt gehts auch mit Paprika los und für jede*n ist eine Lieblingstomate dabei! Auch die Chilis und Zuckermais sowie Mangold werden in den kommenden Wochen vermehrt bei Euch landen.

Die Physalis lassen noch ein wenig auf sich warten und werden Eure Gaumen im späten September entzücken. Besonders freut uns, wie schön voll die Obstbäume dieses Jahr hängen und trotz Trockenstress auch nicht alle abgestoßen werden.

Verein & Organisatorisches

Dass wir im Angestelltenteam mitten im Sommer Urlaub machen können, ist alles andere als selbstverständlich. Unterwegs werden wir sogar verwundert angeschaut, wenn wir sagen, dass wir in der Landwirtschaft tätig sind und Urlaub machen zu dieser Jahreszeit. Wenn Ihr ehrlich seid: Würdet Ihr auf Euren Sommerurlaub verzichten? Manche Opfer muss man bringen, um das zu ermöglichen. Aber Verantwortung zu teilen, um Hilfe bitten zu können und geschickte Planung machen´s möglich.

Neben dem „wir wollens möglich machen“ bietet das Solawi-Konzept auch strukturell Vorteile: Wir müssen nicht im Sommer all unser Geld verdienen, sondern können Euch das ganze Jahr über satt und zufrieden stellen. Natürlich kommen auch wir um das Vorsorgen für den Winter nicht herum und doch lohnt es sich für uns, uns auch im Winter viel Arbeit mit Schnittsalaten etc. zu machen. So haben wir eine etwas ausgeglichenere Saison, als klassische Gemüsebaubetriebe, die mit Tomaten ihr Geld verdienen.

Im Verein war es in den vergangenen Wochen daher aber auch ruhiger und wir starten in die Vorbereitungen, Planungen und Berechnungen für die kommende Saison in den folgenden Wochen.

Unser Vorhaben, mehr zu feiern, wurde trotzdem umgesetzt: Das Kartoffelfest Anfang August war ein leckeres Unterfangen. Unterm Walnussbaum wurden die ersten Kartoffeln gekostet und die Obstbäume bestaunt.

Eine der Ideen des Zebras ist es, Stadt und Land zu verbinden. Dem kamen wir beim Sommerfest des BUND Bremen „Bremen im Fluss“, mitten auf dem Stadtwerder nach und brachten ein wenig Riede-Vibes nach Bremen. Bei dem Fest im August präsentierte Isabel von unserer Öffentlichkeits-AG das Zebra mit einem Infostand im LichtLuftBad. Der Tag war geprägt durch viele neugierige Solawi-Interessierte, gute Gespräche und Inspirationen auch für uns. Nächstes Jahr sind wir gerne wieder dabei.

Perspektiven

Obwohl die Saison noch voll im Gange ist, sind unsere Köpfe schon im nächsten Jahr. Die Überlegungen gehen los, wie solls nächstes Jahr laufen, was wollen wir verändern, wo gibts Stellschrauben, an denen wir drehen können? Werbung für die Bietrunde will gemacht werden, Flyer gedruckt und das Jahresbudget gerechnet werden.

Bevor wir wieder tief in die nächsten Planungen starten, laden wir im Herbst noch einmal zu uns auf den Hof ein: Am 20. September bei Kürbissuppe in Riede. Wir machen mit bei der vom bundesweiten Solawi-Netzwerk ausgerufenen Aktion #SolawiSeptember2025, bei Solawis in ganz Deutschland ihre Türen bei großen und kleinen Aktionen öffnen und so mit geballter Kraft auf das Prinzip Solawi aufmerksam machen wollen. Wir möchten mit Euch in der Spätsommersonne an der langen Tafel Kürbissuppe genießen. Natürlich gibt es auch für Interessierte Infos zum Hof und erste Ausblicke auf die neue Saison.

Mit den prallen Obstbäumen, Hecken und Blühstreifen war der August auch der Monat, in dem wärmeliebende Heuschrecken, Libellen, Schmetterlinge, Käfer und andere Insekten bei uns am aktivsten sind. Zum ersten Mal hatten wir in diesem August zusammen mit Freund*innen vom NABU eine Insektenexkursion auf dem Hof organisiert. Leider musste die öffentliche Veranstaltung wegen Krankheit unserer Referentin ausfallen. Aber wir planen einen naturkundlichen Spaziergang zu den Überwinterungsverstecken unserer Krabbler, Kriecher und Kraucher im Rahmen des Solawi-Septembers. Mehr Infos kommen per Depotgruppe und Social Media.

Damit die Obstbäume weiterhin so schön tragen, müssen diese natürlich auch gepflegt werden. Um Euch im Obstbaumschnitt zu probieren oder Euer Können zu vertiefen, bieten wir am 15. November wieder einen Obstbaumschnittkurs an.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Samstag, 6. September 2025 ab 10h00 – Aktionstag „Zwiebel- oder Kürbisernte und Herbstkrauten“
  • Samstag, 13. September 2025 ab 10h00 – Aktionstag „Kartoffelroden“
  • Samstag, 20. September 2025 ab 13h00 – „Kürbissuppe Für Alle“ – leckeres Essen, Beisammensein, Infos rund um Solawi und Das Grüne Zebra. Sags weiter!
  • Samstag, 15. November 2025 – Obstbaumschnittkurs (weitere Infos folgen)
Wir wünschen Euch einen goldenen Spätsommer und freuen uns, Euch bald mal wieder in Riede oder anderswo zu treffen.
Bis bald und viele Grüße
Eure Zebras

Redaktion dieses Newsletters: Milan Gehring

Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts:
Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.
Kaiserdamm 14a
27339 Riede

Hofpost #44: Sommer, Sonne, Schläuche verlegen

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

Johannisbeeren und Himbeeren funkeln rot durchs grüne Blättermeer. Die Flächen stehen voll, jede Woche haben wir reichlich zu ernte. Tomaten und Auberginen in den Ernteanteile belegen deutlich: der Sommer ist da! 

Bei der phasenweisen großen Hitze ist auf dem Hof Sonnencreme und viel Wässern angesagt. Froh sind wir da über unsere Bäume, Büsche und Knicks, die Schatten spenden und gute Mikroklimate erzeugen.

Auch bei unserem Sommerfest waren wir bei einem heißen Sommertag über jede Abkühlung dankbar und freuten uns mit vielen Besucher:innen über ein gemütlichen Mittag und ein vielfältiges Abendprogramm.

Seit Beginn diesen Monats gehört Mia zum Hof-Team des Zebras! Ganz einfach und unaufgeregt verlief der Einstieg der nun 4. Zebra-Gärtnerin in den Betrieb. Wir freuen uns auf neue Mias neue Perspektiven, eine entspannte Zusammenarbeit und auf alles Kommende!

Neben der Lage auf dem Acker geht es in diesem Newsletter auch um neu verlegte Schläuche, Sensen und alles was in Betrieb und Verein im Spätsommer ansteht.

Neues vom Acker und Hofteam

Die Tomatensaison hat begonnen und nach wie vor brauchen die Pflanzen Betreuung. Die Geiztriebe müssen entfernt und die Pflanzen fest geklipst werden. Wir nutzen schon im zweiten Jahr Bio-Schaffwollpelets als Dünger und sind damit recht erfolgreich – wir freuen uns dieses Jahr über kräftige Pflanzen. Die daneben stehenden Paprikas ziehen nach und werden in den nächsten Wochen erntereif.
In unserem zweiten großen Tunnel stehen die Auberginen, die zwar gut gedeihen, denen aber neben den obligatorischen Schnecken und ab und an ein verierter Hase, dieses Jahr auch der Kartoffelkäfer zusetzt. Da Auberginen ebenso wie Kartoffeln Nachtschattengewächse sind, knabbern die orang-bräunlichen Käfer sehr gerne auch an deren Blätter. Aber immerhin nicht an unseren Paprika und Tomaten – auch alles Nachtschattengewächse. 
Dazwischen sitzen ab und an manchmal zum verwechseln ähnlich, Marienkäfer. Allerdings sind die Marienkäfer unsere Freunde, da sie fleißig Schädlinge vertilgen. 

Dieses Jahr sind unsere neuen Flächen südlich des Hofes rund um den Kuhlmannacker voll bestellt und sehen sehr gut aus. Unsere neue Weide 1haben wir dieses Jahr in die Anbauplanung aufgenommen und auf den südlichen Äckern stehen nun verschiedenste Köhler, wie Weiskohl, Rosenkohl, Rotkohl und Fielderkraut daneben Sellerie und Steckrüben für den Winter. Auf der Hälfte der neuen Fläche steht nun Roggen als Gründungung. Mit dieser unserer neuen Fläche sind wir recht zufrieden, der Boden scheint bei hohem Humusgehalt recht ergiebig zu sein. Das führen wir auch auf die jahrelange Nutzung als Pferde- und Kuhweide zurück und der damit einhergehenden „natürlichen Dauerdüngung“.
Die Möhren auf dem Kuhlmanacker gedeihen gut, was nicht unwesentlich auf die viele Handarbeit bei den vergangenen Aktionstagen zurück zu führen ist. 

In den letzten Wochen hat es zwar immer wieder geregnet, aber leider nicht so ergiebig, wie es für die Ackerkulturne notwendig wäre. Deshalb laufen die Sprenger weiter regelmäßig im Freiland. 

Die südlichen Flächen sollten natürlich auch bewässert werden und so haben wir einen zweiten kleinen Gartenbrunnen neben dem Kuhlmannhaus gespühlt, mit der Pumpe 2 ausgestattet und können damit die Flächen südlich des Feldweges jetzt besser bewässern. Um die Querverbindungen für Wasser und Strom herzustellen mussten wir über 120 Meter Trasse vom Unterstand, über das Auberginenhaus bis zum Kuhlmannhaus graben (Foto). Die Schachtarbeiten haben sich aber gelohnt: durch die verbesserte Infrastruktur wird der tägliche Betrieb deutlich einfacher.

Wenn wir den „Blick über unsere ausgedehnten Ländereien schweifen lassen“, sind wir mit der bisherigen Anbauplanung und den meisten Kulturen sehr zufrieden. Die aktiven Mitglieder haben auch dazu beigetragen und an den Aktionstagen einige arbeitsaufwendige Kulturen voran gebracht. Ein Dank dafür an Euch!

Ernteanteile & Gemüse

Auch in der Ernte ist der Sommer angekommen. Die Tomaten, Auberginen und Gurken der letzten Wochen sind klare Indizien dafür, dass nun die Zeit für das Sommergemüse ist.

Neben den „Normalen“ und Cocktailtomaten, werdet Ihr ab jetzt auch Fleischtomaten in den Anteilen finden und passend dazu verschiedene Sorten von Basilikum und Bundzwiebeln. Dazu roten, gelben und orangenen Mangold. Zucchini wird es auch über mehrere Wochen in den Anteilen geben. Und ihr könnt Euch auf zunehmende Mengen freuen. 

Aller Kohl, den ihr jetzt in den Anteilen habt ist oudoor Kohl und kommt direkt vom Acker. Den letzten Brokolli und Spitzkohl aus den Häusern haben wir schon vor Wochen geerntet. Stangenbohnen und Gurken gedeihen gut in den kleinen Häusern.
Sommerzeit ist auch Urlaubszeit. Wenn Ihr Euren Erntanteil in Eurem Urlaub nicht abholen könnt, ist das eine tolle Gelegenheit Freunden, Nachbarn, Kolleg*innen und wer Euch sonst noch in Sinn kommt, die Chance zu geben, das Zebra von seiner buntesten Seite kennen zu lernen. Wer schon immer mal unsere Solawi ausprobieren wollte, kann dank Euch die Gelenheit dazu haben. Wenn ihr tatsächlich niemanden findet, der Euren Anteil während Eurer Abwesenheit übernimmt, schreibt gerne in die Depotgruppen.

Nach wie vor können Interssierte das Zebra für 3 Monate ausprobieren. Unsere Zebra-Probeanteils-Aktion läuft weiter. Bei Interesse meldet Euch einfach bei mitglieder@das-gruene-zebra.de.

Verein & Organisatorisches

Kommt man in diesen Tagen auf den Hof, deuten noch bunte Girlanden und Schilder mit „Camping“ darauf hin, dass in Riede nicht nur gegärtnert wird. Mindestens einmal im Jahr wird der Hof zu einem kleinen Festivalgelände mit Bühne, Bar und Zeltwiese. 

Im Juni fand unser Sommerfest statt und machte diese Jahr seinem Namen alle Ehre. Bei Temperaturen von mittags über 30° C waren wir sehr froh, dass wir neben Pavillions und Planen durch unsere Bäume auch reichlich natürliche Schattenspender auf dem Gelände haben.

Unser klassisches Mittagsprogramm mit Kaffee, Kuchen, Mitmach-Yoga, Hofführungen und dieses Jahr einer Naturführung und einem Siebdruckstand wurde gut angenommen. Zum Abend hin Jahr wurde die von der Küfa-Crew vorbereitete Pink Pasta aus unseren eigenen Rote Beeten gereicht. Besonders gut besucht war auch der Kinderspielbereich und wir freuen uns, dass unser Mitglied Sarah den Kinder-Pavillion nun zu einer festen Einrichtung bei unseren Festen gemacht hat. Gar nicht besucht war dagegen unsere sonst recht beliebte Zeltsauna – die in diesem Jahr auch ohne Feuer tagsüber Temperaturen von über 50°C bot. Attraktiver war die Abkühlung mit unsere Gartenschlauch. Das Abendprogramm startete mit einem abwechslungsreich-kniffligen Live-Musikrätsel von den „DJs Nasenflöte“. Weiter ging es mit Tracks von einer MC, Karaoke und einem Set von DJ DESPUES.
An der obligatorische Feuerschale sammelten sich einige nachtaktive Zebras und ließen das Fest ausklingen.
Wir danken Euch allen, die ihr da ward für das schöne gemeinsame Fest und besonders denen von Euch, die zu dem viefältigen Büffet beigetragen haben. Und natürlichen vielen Zebras die über ihr normales Engagement hinaus viele extra Stunden in die Vorbereitung investiert haben! 

Um die wichtigsten Wege auf dem Hof frei zu halten, cruisen wir ab und an mit unserem roten Aufsitzrasenmäher über das Gelände. In unzugänglichen Ecken und bei sehr hohem Gras versagt aber die benzingetriebene Maschine und wir greifen auf biblische Technik zurück: das Sensen. Für alle, die Lust haben mit scharfer Sichel und Sense umzugehen, bietet  unser aktives Mitglied Oliver am Sonntag 31. August 2025 eine Einführung in diese alte Kulturtechnik an. Wenn ihr beim Sensenworkshop mitmachen wollt, meldet Euch gerne bei oliver@sendelbach.de.

Perspektiven

Ab dem 1. Juli 2025 trefft Ihr ein neues Gesicht auf dem Hof. Miavervollständigt seit Anfang des Monates unser Betriebs-Team. Als gerade fertig gelernte Gemüse-Gärtnerin konnte Mia schon Erfahrung in einem inklusiven Gärtnereibetrieb sammeln und wird sich beim Zebra schwerpunktmäßig um das Feingemüse kümmern. Aktuell bedeutet das, dass sie alle Hände voll zu tun hat vor allem mit der Pflege der großen Sommerkulturen in den Tunneln: Tomaten, Auberginen, Gurken und Paprika. Wir stellen Mia im kommenden Newsletter auführlich vor. Jetzt aber erstmal: Herzlich Willkommen Mia!

Damit verabschieden wir leider auch Gerrit aus dem Angestellten-Team. Ganz unverhofft stieß Gerrit im Februar zum Team, hat sich in Rekordzeit eingerabeitet und sehr umsichtig in die bestehende Crew integriert. Endlose Reihen zwiebeln hacken, Aktionstage anleiten und Kürbisse pflanzen –  Gerrit hat einfach gemacht. Leider ist diese hauptamtliche Zeit nun zu Ende, aber wir freuen uns, Gerrit weiterhin als engagiertes Mitglied ab und an auf dem Hof zu treffen. Herzlichen Dank für Dein Engagement und alles Gute dir nun in einem anderen beruflichen Umfeld.

Käfer, Falter und Bienen findet man überall, aber besonders viele unterschiedliche auf dem Hof. Dabei ist das Gelände in Riede nicht nur Lebensraum für den Kartoffelkäfer, sondern für etliche Wildbienen- und Falterarten, deren Lebensräume wir erforschen. Svenja von Arthropoda FC führt uns leichtverständlich in wichtigsten Wildbienen und Falterarten ein und bestenfalls ein paar Falter vor. Kein Vorwissen, nur Neugierde ist gefordert. Zusammen mit Svenja sowie Kathrin und Friedemann vom NABU gehts am Sonntag den 10. August 2025 ab 14 Uhr auf Exkursion übers Gelände. Bitte meldet Euch kurz an, bei presse@das-gruene-zebra.de

Der BUND Bremen startet dieses Jahr am Freitag, 22. August 2025 mit einem kleinen Fest „Bremen im Fluß“  in die „Wasserwochen 2025“ im Bremer Licht- und Luftbad. Das Zebra stellt sich auf dem Markt der Möglichkeiten vor – ganz passend, weil auch bei uns das Natur und Wasser (zu viel, zu wenig, zur falschen Zeit) zur täglichen Arbeit gehört.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

Im Sommer ist nach wie vor viel zu tun, so dass wir 14 tägig zu Aktionstagen einladen. Voraussichtlich wird es viel um „Krauten“ und Hacken gehen. Los geht es jeweils um 10 Uhr.

  • Samstag, 2. August 2025 – Aktionstag
  • Sonntag, 10. August 2025 – Insektenworkshop – Falter und Käfer auf der Solawi, 14 Uhr in Riede – siehe Perspektiven
  • Samstag, 16. August 2025 – Aktionstag
  • Freitag, 22. August 2025 – Infostand bei „Bremen im Fluss“ im Licht und Luftbad, Stadtwerder Bremen, ab 14 Uhr
  • Sonntag, 31. August 2025 ab 11 Uhr – Sensenworkshop – siehe Verein 
  • Samstag, 6. September 2025 – Aktionstag

Egal ob ihr weg fahrt, auf den Hof kommt oder durch Parzellen streunert – in diesen Wochen legt die Natur einen Gang zu und es viel spannendes zu entdecken – von schwirrenden Wildbienen bis zu abendlichen wild flatternden Feldermäusen. 

Wir wünschen Euch gut gekühltes Gemüse und einen schönen Sommer! 

Bis bald und viele Grüße

Eure Zebras

Redaktion dieses Newsletters: Friedemann Wagner
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts:
Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.
Kaiserdamm 14a
27339 Riede