Hofpost #47: Ernte-Spezial

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

Wie versprochen: In diesem Newsletter gibt es ein herbstliches Ernte und Lagerkulturen Themenspezial. Und nun ist es wieder so weit, Ihr könnt Euch für die nächste Saison anmelden!

Über diesen Link könnt Ihr Euch Euren Platz für die Bietrunde und die kommende Saison sichern.

Wir freuen uns auf die kommende Saison mit Euch! 

Falls Ihr Euch noch nicht sicher seid, ob Ihr wieder einen Anteil beziehen wollt oder Ihr Euch schon sicher seid, dass Ihr keinen Anteil beziehen wollt, könnt Ihr uns das über diesen Link mitteilen. 

Danke für Eure Rückmeldungen.

Neues vom Acker

Alle reden vom Wetter. Wir auch. Jeden Tag.
Auch wenn jetzt das Herbstwetter so richtig zur Geltung kommt, war das Wetter in diesem Jahr zu unserem Gemüse wirklich sehr gut. Nichtsdestotrotz hält das Wetter uns weiterhin gut auf Trab: Wir hatten die erste Frostnacht, welche unseren Kürbissen teilweise leicht zugesetzt hat und uns auch bei Bodenfrostwarnungen schnell noch über die sensibelsten Kulturen ein wärmendes Vlies legen lässt. Der jetzt einsetzende Regen ist natürlich willkommen, hat uns aber auch schnell noch die Kopfköhler ernten lassen, damit sie sich nicht zu doll vollsaugen und in der Folge dann platzen. Die natürlich anstehenden Herbststürme lassen uns letzte Sicherungen an den Folienhäusern vornehmen, damit uns nicht die Folien reißen (wie es in den letzten Jahren leider immer passiert ist). 
Denn: Unten den Folien tut sich gerade sehr viel. Die Tomaten-, Gurken- und Bohnenkulturen sind geräumt und machen Platz für unsere leckeren Herbst- und Winterkulturen, wie Spinat, Feldsalat, Stielmuß, Barbara-Kraut, Petersilie, Wegerich oder Asia-Salate. Durch diese direkte Nachfolge nutzen wir den Platz im geschützten Anbau am effizientesten und können so auch in der eher kargen Winterzeit für alle genug Grünzeugs in die Anteile machen. 

Nichtsdestotrotz sind wir grade noch sehr viel auf dem Acker unterwegs, denn die Ernte fürs Winterlager ist noch im vollen Gange. Anfang Oktober haben wir die letzten Kartoffeln aus der Erde geholt und uns dabei mehrfach die Augen reiben müssen, was weniger am Ackerstaub lag, als an der schieren Menge an Knollen, die uns der im letzten Jahr angeschaffte Kartoffelroder aufs Förderband und in die Kartoffelsäcke gelegt hat. Knappe fünf Tonnen Kartoffeln haben wir dieses Jahr ernten dürfen. Verantwortlich dafür ist natürlich wie immer das Wetter, aber auch ein guter Standort und einen Sortenmix, der die weniger ertragreiche und für unseren Roder eher ungeeignete Blaue Anneliese aus dem Sortiment hat fallen lassen. Zeitgleich zur Kartoffelernte stand die Zwiebelernte auf dem Programm. Auch hier haben wir anfänglich staunen müssen, was eine optimale Wasserversorgung, ein guter Standort und die richtigen Hackgänge zur richtigen Zeit bewirken können – nämlich so dicke Speisezwiebeln, wie sie in der Geschichte des Grünen Zebras noch nie gesehen wurden. Womit wir auch schon bei den nächsten Rekorden sind: Die Kombination aus einer guten, bodendeckenden Folie und unserem ersten, in der Kultur verlegten Tröpfchenbewässerungssystem und perfektem Bewässerungsplan, haben uns eine Kürbisernte verschafft, wie wir sie noch nie hatten. Butternut-Kürbisse in ungekannten Größen und eine Menge an Spaghetti-, Hokkaido- und Sweet-Dumpling-Kürbissen haben bestimmt in der Rieder Nachbarschaft zu einiger Verwunderung geführt, ob des begeisterten Jauchzens der erntenden Zebras. Und mal ehrlich, beim Weiß- und Rotkohl ging es so weiter – waren letztes Jahr die Kopfköhler bei uns eher mickrig, so haben sie sich ihr Wachstum für dieses Jahr scheinbar aufgehoben. Ebenfalls schön groß, aber irgendwie schon gewohnt stabil sind dieses Jahr die Beten gewachsen. Weil wir letztes Jahr so gute Erfahrungen mit der Lagerfähigkeit und allgemein mit dem Ertrag gemacht haben, haben wir dieses Jahr vermehrt noch die wunderschöne Ringelbete und die etwas süßlichere Gelbe Bete angebaut. 

Die große Herausforderung, vor der wir als Grünes Zebra jedes Jahr stehen, ist: „Wie schaffen wir es auch in der Zeit, in der nur sehr wenig wächst, leckere Anteile zusammenzustellen?“ Und hier kommt das Lager ins Spiel. Im Keller haben wir ideale Bedingungen für das Lagern von Knollen und Wurzeln. Bis unter die Decke stapeln sich da jetzt die Kartoffeln. Rote, Gelbe und Ringelbete werden grade eingelagert und auch Steckrübe, Möhre, Pastinake, Knollensellerie und Lagerrettich werden wir dort in den nächsten Wochen einlagern. Oben im Haus liegen jetzt schon Kürbisse und Zwiebeln, die wir gerne vor der ersten harten Frostperiode in die Anteile geben wollen würden, damit wir es uns allen ersparen ein sehr zugiges, leider nicht frostsicheres Haus behelfsmäßig zu heizen. Dieses Jahr beschreiten wir aber auch Neuland in der Lagerung, da wir testweise ein paar Lagerboxen Rotkohl, Weißkohl und Superschmelz bei unserem lieben Nachbarn Martin Clausen vom Hof Imhorst zwischenlagern werden. Das Ziel ist es, auch noch im Februar oder März Kopfkohl in die Anteile geben zu können, was leider nur mit einer richtigen Kühlung möglich ist. Sollte sich herausstellen, dass der Kohl und so länger im Lager erhalten bleiben sollte, werden wir im kommenden Jahr unsere eh schon immer vorhandenen Träume von einer eigenen, geräumigeren Kühlung, weiter konkret werden lassen. Durch eine neue Temperatursteuerung in der kleinen Kühlzelle, merken wir jetzt schon, wie viel mehr Frische es ausmacht, wenn die Kühlung die geforderten Temperaturen auch hält – und gleichzeitig einiges an Strom spart. 

Nicht vom Acker, aber trotzdem wichtiger Bestandteil unseres Hofes in Riede, sind natürlich auch unsere Apfelbäume. Auch hier, ihr habt es geahnt, haben wir ein absolutes Rekordjahr. Wie ihr in den Anteilen bestimmt schon gemerkt habt, haben wir reichlich an Tafelobst verteilen können. Und als wäre das nicht schon schön genug, fiel auch noch reichlich B-Ware vom Baum und konnte von vielen fleißigen Vereinsmitgliedern zu Apfelsaft in der Mosterei der Finkenburg vermostet werden. So wird es also dieses Jahr wieder mindestens zwei Mal von Zebras für Zebras in der kalten Jahreszeit Apfelsaft im Anteil geben. Und weil die Quitten sich dieses Jahr auch wieder von ihrer besten Seite gezeigt haben, wird es voraussichtlich neben der leckeren Marmelade aus den Beeren, auch wieder köstliches Quittengelée geben, dass fleißige Zebras für alle anderen Zebras einkochen werden. 

Zu guter Letzt gibt es vom Acker noch zu vermelden, dass wir mittlerweile dazu übergegangen sind, während der kalten Monate eine Zwischenfrucht einzusäen, die die Bodenqualität ohne viel Zutun nochmal verbessert. So sprießen jetzt auf vielen, in diesem Jahr genutzten Ackerflächen Phacelia oder Wickrocken, die wir dann im kommenden Frühjahr als Gründüngung untermulchen werden.

Ernteanteile & Gemüse

Die Ernteanteile sind momentan nicht nur was einzelne Items angeht (Kürbis zum Beispiel) schön groß und vielseitig. Gleichzeitig vollzieht sich merklich ein Wandel hin zum Herbst. Waren noch vor bis vor wenigen Wochen Tomaten, Auberginen, Basilikum, Zucchini oder Salat regelmäßiger Bestandteil der Anteile, so werden diese Kulturen weniger und klassische Herbstgewächse finden den Weg auf unsere Teller. Endivien (Frisée, Blatt, Runder und Langer Radicchio, Zuckerhut), Kürbisse, Kartoffeln und auch der erste Blattkohl und die ersten Wurzeln und Kartoffeln ergänzen diesen normalen Wegfall, auch wenn manche sommerlich anmutende Kultur noch weiterhin die Anteile bereichert. Hervorzuheben sind hier die Paprika und Chilis, die jetzt erst gefühlt ihr Maximum erreichen und uns eine wunderbare Farbenpracht bescheren. In den nächsten Wochen wird es aber auch damit spürbar abnehmen und an diese Stelle werden dann die ersten Blätter aus den Folientunneln treten. Den ersten Spinat gab es diese Woche und auch der Rucola ist eine Neupflanzung, die für Herbst und Winter in der Anbauplanung genau so vorgesehen war. Des Weiteren werden wir uns auch in diesem Jahr noch über den ersten Feldsalat und die ersten Asia-Salate freuen können. Ergänzt wird dies immer mal wieder durch erstes Lagergemüse, welches zwar lecker und in gutem Zustand ist, aber den ein oder anderen Makel aufweist, der die Lagerung ungewiss erscheinen lässt und daher besser in unseren Mündern aufgehoben ist. In jedem Fall bleiben die Anteile erstmal so üppig und vielseitig, wie bisher.

Perspektiven

Am 22. November werden wir ein großes Plenum veranstalten, zu dem alle aktiven Zebras und alle Mitglieder, die Lust auf mehr Diskussion und Hintergrundinfos haben, herzlich eingeladen sind. Wir wollen uns – wie immer bei großen Plena – über wegweisende Ideen rund ums Zebra austauschen. Auf der Agenda stehen die Themen „Anteilsgröße neu denken?“, „Wem gehört das Zebra der Zukunft?“ und „Wie machen wir das Zebra sichtbarer? Und wie war das nochmal mit unserem Bildungsauftrag?“. Wir möchten außerdem in Vorbereitung auf die Mitgliederversammlung einen ersten Blick auf den Finanzplan für das kommende Jahr werfen und Spielräume diskutieren. Vorstellen möchten wir auch den Entwurf für einen neuen Vertragsentwurf für die Ernteanteile. Bisher enden die Verträge automatisch und müssen jedes Jahr neu ausgestellt werden. Diese Papierschlacht würden wir gerne hinter uns lassen und zu einem Opt-Out-Modell wechseln, bei dem die Verträge unbefristet gültig sind und erst bei Kündigung enden. 

Um 9:30 Uhr solle es in den Räumlichkeiten der Neuen Pop in der Friesenstraße losgehen und gemeinsam in Kleingruppenarbeit an den drei Themen gedacht werden. Abschließen wollen wir gegen 15 Uhr nach einer Ergebnisrunde. 

Seit einigen Jahren haben wir im Creative Hub in der ehemaligen Kinderklinik an der Friedrich-Karl-Straße ein Depot. Da das Creative Hub dort zu Gunsten von Wohnungen weichen muss, werden auch wir in diesem Depot mit Veränderungen rechnen müssen. Bis hier Klarheit herrscht, hat sich für die Zwischenzeit freundlicherweise das ganz nahe gelegene Wohnprojekt KARL dazu bereiterklärt, eine Fläche für einen Abholschrank bereitzustellen. Vielen Dank auch auf diesem Wege.

Noch in diesem Jahr sind ein paar Infrastrukturprojekte geplant, die die Hofsituation verbessern werden. So ist die dauerhafte und leitungsstarke Elektrifizierung des Unterstandes seit geraumer Zeit geplant und soll diesen Herbst noch umgesetzt werden. Zudem soll das reichhaltige Potential für Photovoltaik endlich genutzt und aus vielen Gesprächen endlich blauschimmernde Wirklichkeit werden, sodass ein gewisser Teil der anfallenden und nicht unerheblichen Stromkosten dadurch gesenkt werden kann. Ökostrom beziehen wir natürlich eh schon – wenn wir ihn aber selber herstellen können, warum nicht auch so!?

Verein & Organisatorisches

Derzeit ernten und liefern wir für 140 Anteile, was noch deutlich mehr ist, als vor 6 Monaten, wo wir etwa 30 Anteile weniger hatten. Diese Entwicklung ist sehr positiv zu sehen, da sie es dem Zebra ermöglicht, verlustfrei durch das Jahr 2025 zu gehen. Auch spiegelt die gestiegene Anzahl an Anteilen das Engagement vieler helfender Zebra-Hände wider, ohne die der Großteil der Leckereien nicht hätte gepflanzt, gehackt, gejätet, geerntet, gepackt und geliefert werden können. 

Wie schon im letzten Newsletter erwähnt, wird das Zebra auch zunehmend attraktiv für Menschen, die eine Praktikumsstelle suchen. Die Erfahrungen, die wir in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Bioland Gärtnerei Rhizom (ÖkoNet – Ökologie und Personalentwicklung gGmbH) machen konnten, zeigen uns, dass das Grüne Zebra mittlerweile auch von anderen Gartenbaubetrieben gesehen wird. Wir bedanken uns bei Kevin und Rhizom für die gelungen Zusammenarbeit. 

Und wenn wir schon von Sichtbarkeit sprechen, wollen wir uns auch bei allen Solawis aus der Region bedanken, welche für ein sehr fruchtbares Vernetzungstreffen auf unseren Hof gekommen sind und mit uns zusammen von Anbauplanung über praktische Arbeit bis hin zu Vermarktungsstrategien über alles sprechen konnten. 

Zu guter Letzt, wollen wir noch darauf hinweisen, dass wir am 7. Dezember in Riede auf dem Weihnachtsmarkt mit einem kleinen Stand vertreten sein werden. Kommt vorbei und trinkt einen Glühwein mit uns.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Samstag; 1. November 2025: Der nächste Aktionstag ist am Samstag, den 2. November. Los geht es gegen 10:00. Im Zentrum wird weiterhin die Lagerernte stehen. Superschmelz, Rote Bete und Möhren wollen den Weg ins Lager finden. Hilf Ihnen dabei!
  • Samstag, 15. November 2025: Es wird dieses Jahr wieder einen Obstbaumschnittkurs geben. Damit es in den nächsten Jahren weiter leckere Äpfel, Birnen, Zwetschgen in den Anteilen gibt, müssen die zahlreichen Obstbäume auf dem Gelände geschnitten werden. Wenn Ihr schon immer mal wissen wolltet wie das geht, kommt rum! Meldet euch bitte an, damit wir besser planen können: 
    mitglieder@das-gruene-zebra.de Teilnahmegebühr 5€ in Bar mitbringen. 

    Hier ein kurzer Programmablauf: 
    9-12 Uhr Einführung in die Theorie 
    12-13 Uhr gemeinsames Mittagessen 
    13-16 Uhr Praxisteil am Baum 

    Falls Ihr habt, bringt gern mit: Rosenscheren, Handschuhe, festes Schuhwerk für die nasse Wiese, warme Klamotten und sehr gern etwas für das gemeinsame Mittagessen.

Save the Date

  • Mittwoch, 12. November 2025: Das Forum Küche veranstaltet einen Vortragsabend mit Prof. Dr. Nico Paech zum Thema „Regionalökonomie & Solidarische Landwirtschaft“. Wir sind auf dem anschließenden Podium vertreten. Ab 18:30 gehts los im Bamberger Haus, Faulenstraße 69. 
  • Sonntag, 07. Dezember 2025 – Das Zebra wird mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Riede vertreten sein. Komm auf einen Glühwein vorbei!
  • Sonntag, 25. Januar 2026 – Diesmal wird die  Mitgliederversammlung des Vereins Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V. online veranstaltet werden. Alles Weitere dann in der fristgerechten Einladung per Mail.
  • Sonntag, 22. Februar 2026 – Bietrunde 2026! Wir werden uns dieses Jahr wieder – in echt und in Farbe – zur gemeinsamen Bietrunde für das kommende Gartenjahr treffen. Wie Ihr wisst, laufen die Anmeldungen. Alles weitere folgt!
Bis bald und viele Grüße Eure Zebras
Redaktion dieses Newsletters: Henri Möllers
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts: 
Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.
Kaiserdamm 14a
27339 Riede

Hofpost #46: Huch, schon Oktober?

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

mit der Kürbissuppe, die wir vor etwa 10 Tagen bei gefühlten 30 Grad auf dem Hof verspeisten, waren wir wohl etwas zu früh dran. Kurz danach setzte es aber ein, das Suppenwetter, sodass der Kürbis in Euren Anteilen hoffentlich genau richtig kam? Natürlich ist Kürbis mehr als Suppe, sagt doch mal, was macht Ihr am liebsten damit? 
 
Was außer Kürbis sonst noch bei uns los ist, erfahrt Ihr hier!

Neues vom Acker

Ganz durch mit dem Thema Kürbis sind wir noch nicht, denn wir können noch verkünden, dass neben dem Hokkaido, von dem Ihr die nicht so lagerfähigen Exemplare letzte Woche im Anteil hattet, in den vergangenen Tagen auch noch die Sorten Butternut, Spaghetti und Sweet Dumpling ins Lager gewandert sind und damit Abwechslung garantiert ist. 
 
In der letzten Hofpost klang es schon etwas an: Die sommerlichen Kulturen machen in den Häusern gerade Platz für grünes Blattgemüse in Form von verschiedenen Asiasalaten, Rucola und Spinat, die uns in den kommenden Wochen als frische Komponente in den Anteilen begegnen werden. Die Gurken und Bohnen haben wir schon komplett geräumt, was auch an der Zeit war, da die Erntemenge immer weniger wurde und die Pflanzen immer gelblicher. Insbesondere die Gurken konnten leider trotz des Einsatzes von Nützlingen nicht komplett vor Schädlingen wie Spinnmilben geschützt werden, die bei trockenem, warmem Wetter im Hochsommer gerne die Gurken befallen. Die Tomaten, Auberginen und Paprika können wir oft noch bis zum ersten Frost ernten – darauf hoffen wir auch dieses Jahr. 
 
Das Hofteam bekommt gerade Unterstützung durch einen Hospitanten, der sich in der Ausbildung in einem anderen Gemüsebaubetrieb befindet und Solawi-Luft schnuppern möchte. Darüber freuen wir uns immer und meistens ist es für beide Seiten lehrreich.

Ernteanteile & Gemüse

Zu der Ernte wollen wir heute gar nicht zu viel ausholen, denn der nächste Newsletter wird ein Ernte-Spezial! Um aber die Kategorie zumindest ein bisschen zu bespielen, können wir berichten, dass gerade die Jahreszeit ist, wo die Ernte im Fokus steht und darüber dann das Aussäen und Pflanzen der Wintersalate, was auch einiges an Arbeit mitsichbringt, fast in Vergessenheit zu geraten droht. Aber wie Ihr gelesen habt: Wir sind dran! Die Kartoffelernte ist inzwischen eingefahren. An mehreren Tagen ging es für die Gärtner*innen und fleißige Helfer*innen auf den Kartoffelroder und so hat sich auch unser Kartoffellager gut gefüllt und in diesem Jahr unsere Erwartungen übertroffen. Das werden Ihr die nächsten Monate zu schmecken bekommen. 
 
Auch der kommende Aktionstag wird sich schwerpunktmäßig der Ernte von Lagergemüse widmen und wer schon mal dabei war weiß: Es ist einiges an Gewicht zu bewegen, sodass wir uns über helfende Hände freuen, die das Gemüse vom Acker in den Keller bringen.

Perspektiven
Schöne Perspektiven auf unserem Hof hat der Bürgerfunk Bremer Umland e.V. eingefangen, der uns im Frühjahr auf dem Hof besucht hat. Wenn Ihr eine Erinnerung braucht, wie die Paprikapflänzchen im Frühjahr aussahen und was zwei unserer Gärtner*innen so zu berichten haben, schaut doch mal rein: https://www.youtube.com/watch?v=PDZ1aSn-Feo

Verein & Organisatorisches

Unsere Planungen für das kommende Jahr schreiten voran. Ein erster Schritt, in eine gemeinsame Planung zu kommen, soll ein großes Plenum am 22. November in Bremen sein. Dort wollen wir die bisherigen Überlegungen für den Finanzplan der Saison 2026 vorstellen und darüber hinaus in Kleingruppen verschiedene Themen diskutieren, die immer wieder aufkommen. Dieses Plenum ist – wie unsere sonstigen Plena auch – gerne offen für Beteiligung aller Mitglieder. Das Plenum am 22. November soll mehr und früher im Jahr einen Raum für Diskussionen bieten, als es die Mitgliederversammlung kann, die ja dann den Finanzplan schlussendlich beschließt. Neben dem Finanzplan gibt es auch den Wunsch, über Bildungsarbeit, die Ernteanteile und Zukunftsperspektiven zu sprechen. Wir halten Euch auf dem Laufenden, wenn Ort und Zeit feststehen und wer Interesse hat, ist herzlich willkommen! 
 
Für den Finanzplan des aktuellen Jahres können wir im Rahmen der Möglichkeiten vorsichtig optimistisch sein. Vielleicht wisst Ihr aus vorherigen Newslettern, dass die Finanzlage in dieser Saison etwas angespannt war, da wir nicht alle Ernteanteile vergeben konnten. Durch einige Kürzungen bei Investitionen und eine von vornherein vorsichtige Finanzplanung rechnen wir aktuell nicht mit einem Verlust am Ende des Jahres.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Samstag, 4. Oktober 2025 ab 10:00 Uhr – Aktionstag „Lagerernte“
  • Samstag, 15. November 2025 von 9:00 – 16:00 Uhr – Obstbaumschnittkurs
Wir wünschen Euch viel Freude an den Farben des Herbstes!  
Bis bald und viele Grüße
Eure Zebras

Redaktion dieses Newsletters: Sina Mayer

Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.
Kaiserdamm 14a
27339 Riede

Hofpost #45: Aus dem Urlaub, auf den Acker – Erntezeit voraus!

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

wir hoffen, Ihr hattet schöne Ferien, ein paar heiße See- und Schwimmbadtage und seid wohl auf. In Riede kreisen die Regner im Takt, die Tropfen perlen auf den staubigen Boden, die vielen Farben der Salate erstrahlen wieder. Die Bienen und Wespen surren durch die dick behangenen Obstbäume, der ein oder andere Ast – unter der Last all der saftigen Früchte – angebrochen. So früh, wie es dieses Jahr warm wurde, kommen auch die Herbstfarben früh in diesem Jahr. Erntezeit voraus!

Auch wenn die Pflanzen auf dem Hof keinen Urlaub machen, konnten wir und die angestellten Gärtner*innen trotzdem wegfahren. Das Kollektiv machts möglich, danke dafür!

Neues vom Acker und Hofteam

Die neue Pumpe und all das Grabenbuddeln hat sich voll gelohnt! Neben vieler Hände Arbeit haben wir auch vermehrt auf Tropfbewässerung dieses Jahr gesetzt. Geringere Verdunstungsraten und direktes Angießen nach der Pflanzung sind so in wenigen Stunden möglich und in diesem äußerst trockenen Jahr bei jeder einzelnen Pflanze auf dem Acker notwendig zum Anwachsen.

Wir kamen durch die vielen Aktionstage und regelmäßig Helfenden dieses Jahr ganz gut mit dem Unkraut zurecht, sodass nicht nur die Salate, Kräuter, Mangold und Blumenkohle fett in die Anteile gewandert sind, sondern auch die jetzt langsam anstehende Ernte für den Herbst und Winter erfolgsversprechend aussieht.

Die Zwiebeln sind dicker und viel weniger faulig als letztes Jahr. Die Kartoffelsorte Solara haben wir schon angerodet und sind total begeistert. Das Roden geht bei dem trockenen Boden auch deutlich leichter als letztes Jahr. Auch der Kürbis strahlt schon rot durchs Blattwerk. Insgesamt wollen wir dieses Jahr früher anfangen, die Herbsternte reinzuholen, um uns die Arbeit leichter zu machen und die Lagerqualität zu erhöhen.

Die letzten maschinellen Hackdurchgänge sind gefahren und man glaubt es kaum, aber die Winterkulturen wie Spinat, Petersilie und Rucola werden schon ausgesät und teilweise in die Tunnel gepflanzt. Gleichzeitig leeren sich draußen die Äcker durchs Ernten und weil dort die letzten Radicchios, Rübchen und Salate ihren Platz gefunden haben.

Im Folientunnel kämpfen die Raubmilben erfolgreich gegen die Spinnmilben, die sonst unser Auberginen-, Gurken- und Bohnenkiller Nr. 1 sind. Erfolgreich arbeiten wir gezielt mit Nützlingen und kommen so ganz ohne Giftspritze aus, ohne den Schädlingen unser leckeres Gemüse zu überlassen. Kommt gerne rum und guckt Euch den Wettstreit unter den Blättern an.

Ernteanteile & Gemüse

Gemunkelt wird über Tomatenrekorde, die Duftexplosionen durch Basilikum und Petersilie lassen wissen: Hier gibt´s ein Zebra Depot!

Einfach eine schöne Zeit: Birnen, Zwetschgen, Äpfel, Auberginen, Zucchini, Salate, jetzt gehts auch mit Paprika los und für jede*n ist eine Lieblingstomate dabei! Auch die Chilis und Zuckermais sowie Mangold werden in den kommenden Wochen vermehrt bei Euch landen.

Die Physalis lassen noch ein wenig auf sich warten und werden Eure Gaumen im späten September entzücken. Besonders freut uns, wie schön voll die Obstbäume dieses Jahr hängen und trotz Trockenstress auch nicht alle abgestoßen werden.

Verein & Organisatorisches

Dass wir im Angestelltenteam mitten im Sommer Urlaub machen können, ist alles andere als selbstverständlich. Unterwegs werden wir sogar verwundert angeschaut, wenn wir sagen, dass wir in der Landwirtschaft tätig sind und Urlaub machen zu dieser Jahreszeit. Wenn Ihr ehrlich seid: Würdet Ihr auf Euren Sommerurlaub verzichten? Manche Opfer muss man bringen, um das zu ermöglichen. Aber Verantwortung zu teilen, um Hilfe bitten zu können und geschickte Planung machen´s möglich.

Neben dem „wir wollens möglich machen“ bietet das Solawi-Konzept auch strukturell Vorteile: Wir müssen nicht im Sommer all unser Geld verdienen, sondern können Euch das ganze Jahr über satt und zufrieden stellen. Natürlich kommen auch wir um das Vorsorgen für den Winter nicht herum und doch lohnt es sich für uns, uns auch im Winter viel Arbeit mit Schnittsalaten etc. zu machen. So haben wir eine etwas ausgeglichenere Saison, als klassische Gemüsebaubetriebe, die mit Tomaten ihr Geld verdienen.

Im Verein war es in den vergangenen Wochen daher aber auch ruhiger und wir starten in die Vorbereitungen, Planungen und Berechnungen für die kommende Saison in den folgenden Wochen.

Unser Vorhaben, mehr zu feiern, wurde trotzdem umgesetzt: Das Kartoffelfest Anfang August war ein leckeres Unterfangen. Unterm Walnussbaum wurden die ersten Kartoffeln gekostet und die Obstbäume bestaunt.

Eine der Ideen des Zebras ist es, Stadt und Land zu verbinden. Dem kamen wir beim Sommerfest des BUND Bremen „Bremen im Fluss“, mitten auf dem Stadtwerder nach und brachten ein wenig Riede-Vibes nach Bremen. Bei dem Fest im August präsentierte Isabel von unserer Öffentlichkeits-AG das Zebra mit einem Infostand im LichtLuftBad. Der Tag war geprägt durch viele neugierige Solawi-Interessierte, gute Gespräche und Inspirationen auch für uns. Nächstes Jahr sind wir gerne wieder dabei.

Perspektiven

Obwohl die Saison noch voll im Gange ist, sind unsere Köpfe schon im nächsten Jahr. Die Überlegungen gehen los, wie solls nächstes Jahr laufen, was wollen wir verändern, wo gibts Stellschrauben, an denen wir drehen können? Werbung für die Bietrunde will gemacht werden, Flyer gedruckt und das Jahresbudget gerechnet werden.

Bevor wir wieder tief in die nächsten Planungen starten, laden wir im Herbst noch einmal zu uns auf den Hof ein: Am 20. September bei Kürbissuppe in Riede. Wir machen mit bei der vom bundesweiten Solawi-Netzwerk ausgerufenen Aktion #SolawiSeptember2025, bei Solawis in ganz Deutschland ihre Türen bei großen und kleinen Aktionen öffnen und so mit geballter Kraft auf das Prinzip Solawi aufmerksam machen wollen. Wir möchten mit Euch in der Spätsommersonne an der langen Tafel Kürbissuppe genießen. Natürlich gibt es auch für Interessierte Infos zum Hof und erste Ausblicke auf die neue Saison.

Mit den prallen Obstbäumen, Hecken und Blühstreifen war der August auch der Monat, in dem wärmeliebende Heuschrecken, Libellen, Schmetterlinge, Käfer und andere Insekten bei uns am aktivsten sind. Zum ersten Mal hatten wir in diesem August zusammen mit Freund*innen vom NABU eine Insektenexkursion auf dem Hof organisiert. Leider musste die öffentliche Veranstaltung wegen Krankheit unserer Referentin ausfallen. Aber wir planen einen naturkundlichen Spaziergang zu den Überwinterungsverstecken unserer Krabbler, Kriecher und Kraucher im Rahmen des Solawi-Septembers. Mehr Infos kommen per Depotgruppe und Social Media.

Damit die Obstbäume weiterhin so schön tragen, müssen diese natürlich auch gepflegt werden. Um Euch im Obstbaumschnitt zu probieren oder Euer Können zu vertiefen, bieten wir am 15. November wieder einen Obstbaumschnittkurs an.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Samstag, 6. September 2025 ab 10h00 – Aktionstag „Zwiebel- oder Kürbisernte und Herbstkrauten“
  • Samstag, 13. September 2025 ab 10h00 – Aktionstag „Kartoffelroden“
  • Samstag, 20. September 2025 ab 13h00 – „Kürbissuppe Für Alle“ – leckeres Essen, Beisammensein, Infos rund um Solawi und Das Grüne Zebra. Sags weiter!
  • Samstag, 15. November 2025 – Obstbaumschnittkurs (weitere Infos folgen)
Wir wünschen Euch einen goldenen Spätsommer und freuen uns, Euch bald mal wieder in Riede oder anderswo zu treffen.
Bis bald und viele Grüße
Eure Zebras

Redaktion dieses Newsletters: Milan Gehring

Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts:
Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.
Kaiserdamm 14a
27339 Riede

Hofpost #44: Sommer, Sonne, Schläuche verlegen

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

Johannisbeeren und Himbeeren funkeln rot durchs grüne Blättermeer. Die Flächen stehen voll, jede Woche haben wir reichlich zu ernte. Tomaten und Auberginen in den Ernteanteile belegen deutlich: der Sommer ist da! 

Bei der phasenweisen großen Hitze ist auf dem Hof Sonnencreme und viel Wässern angesagt. Froh sind wir da über unsere Bäume, Büsche und Knicks, die Schatten spenden und gute Mikroklimate erzeugen.

Auch bei unserem Sommerfest waren wir bei einem heißen Sommertag über jede Abkühlung dankbar und freuten uns mit vielen Besucher:innen über ein gemütlichen Mittag und ein vielfältiges Abendprogramm.

Seit Beginn diesen Monats gehört Mia zum Hof-Team des Zebras! Ganz einfach und unaufgeregt verlief der Einstieg der nun 4. Zebra-Gärtnerin in den Betrieb. Wir freuen uns auf neue Mias neue Perspektiven, eine entspannte Zusammenarbeit und auf alles Kommende!

Neben der Lage auf dem Acker geht es in diesem Newsletter auch um neu verlegte Schläuche, Sensen und alles was in Betrieb und Verein im Spätsommer ansteht.

Neues vom Acker und Hofteam

Die Tomatensaison hat begonnen und nach wie vor brauchen die Pflanzen Betreuung. Die Geiztriebe müssen entfernt und die Pflanzen fest geklipst werden. Wir nutzen schon im zweiten Jahr Bio-Schaffwollpelets als Dünger und sind damit recht erfolgreich – wir freuen uns dieses Jahr über kräftige Pflanzen. Die daneben stehenden Paprikas ziehen nach und werden in den nächsten Wochen erntereif.
In unserem zweiten großen Tunnel stehen die Auberginen, die zwar gut gedeihen, denen aber neben den obligatorischen Schnecken und ab und an ein verierter Hase, dieses Jahr auch der Kartoffelkäfer zusetzt. Da Auberginen ebenso wie Kartoffeln Nachtschattengewächse sind, knabbern die orang-bräunlichen Käfer sehr gerne auch an deren Blätter. Aber immerhin nicht an unseren Paprika und Tomaten – auch alles Nachtschattengewächse. 
Dazwischen sitzen ab und an manchmal zum verwechseln ähnlich, Marienkäfer. Allerdings sind die Marienkäfer unsere Freunde, da sie fleißig Schädlinge vertilgen. 

Dieses Jahr sind unsere neuen Flächen südlich des Hofes rund um den Kuhlmannacker voll bestellt und sehen sehr gut aus. Unsere neue Weide 1haben wir dieses Jahr in die Anbauplanung aufgenommen und auf den südlichen Äckern stehen nun verschiedenste Köhler, wie Weiskohl, Rosenkohl, Rotkohl und Fielderkraut daneben Sellerie und Steckrüben für den Winter. Auf der Hälfte der neuen Fläche steht nun Roggen als Gründungung. Mit dieser unserer neuen Fläche sind wir recht zufrieden, der Boden scheint bei hohem Humusgehalt recht ergiebig zu sein. Das führen wir auch auf die jahrelange Nutzung als Pferde- und Kuhweide zurück und der damit einhergehenden „natürlichen Dauerdüngung“.
Die Möhren auf dem Kuhlmanacker gedeihen gut, was nicht unwesentlich auf die viele Handarbeit bei den vergangenen Aktionstagen zurück zu führen ist. 

In den letzten Wochen hat es zwar immer wieder geregnet, aber leider nicht so ergiebig, wie es für die Ackerkulturne notwendig wäre. Deshalb laufen die Sprenger weiter regelmäßig im Freiland. 

Die südlichen Flächen sollten natürlich auch bewässert werden und so haben wir einen zweiten kleinen Gartenbrunnen neben dem Kuhlmannhaus gespühlt, mit der Pumpe 2 ausgestattet und können damit die Flächen südlich des Feldweges jetzt besser bewässern. Um die Querverbindungen für Wasser und Strom herzustellen mussten wir über 120 Meter Trasse vom Unterstand, über das Auberginenhaus bis zum Kuhlmannhaus graben (Foto). Die Schachtarbeiten haben sich aber gelohnt: durch die verbesserte Infrastruktur wird der tägliche Betrieb deutlich einfacher.

Wenn wir den „Blick über unsere ausgedehnten Ländereien schweifen lassen“, sind wir mit der bisherigen Anbauplanung und den meisten Kulturen sehr zufrieden. Die aktiven Mitglieder haben auch dazu beigetragen und an den Aktionstagen einige arbeitsaufwendige Kulturen voran gebracht. Ein Dank dafür an Euch!

Ernteanteile & Gemüse

Auch in der Ernte ist der Sommer angekommen. Die Tomaten, Auberginen und Gurken der letzten Wochen sind klare Indizien dafür, dass nun die Zeit für das Sommergemüse ist.

Neben den „Normalen“ und Cocktailtomaten, werdet Ihr ab jetzt auch Fleischtomaten in den Anteilen finden und passend dazu verschiedene Sorten von Basilikum und Bundzwiebeln. Dazu roten, gelben und orangenen Mangold. Zucchini wird es auch über mehrere Wochen in den Anteilen geben. Und ihr könnt Euch auf zunehmende Mengen freuen. 

Aller Kohl, den ihr jetzt in den Anteilen habt ist oudoor Kohl und kommt direkt vom Acker. Den letzten Brokolli und Spitzkohl aus den Häusern haben wir schon vor Wochen geerntet. Stangenbohnen und Gurken gedeihen gut in den kleinen Häusern.
Sommerzeit ist auch Urlaubszeit. Wenn Ihr Euren Erntanteil in Eurem Urlaub nicht abholen könnt, ist das eine tolle Gelegenheit Freunden, Nachbarn, Kolleg*innen und wer Euch sonst noch in Sinn kommt, die Chance zu geben, das Zebra von seiner buntesten Seite kennen zu lernen. Wer schon immer mal unsere Solawi ausprobieren wollte, kann dank Euch die Gelenheit dazu haben. Wenn ihr tatsächlich niemanden findet, der Euren Anteil während Eurer Abwesenheit übernimmt, schreibt gerne in die Depotgruppen.

Nach wie vor können Interssierte das Zebra für 3 Monate ausprobieren. Unsere Zebra-Probeanteils-Aktion läuft weiter. Bei Interesse meldet Euch einfach bei mitglieder@das-gruene-zebra.de.

Verein & Organisatorisches

Kommt man in diesen Tagen auf den Hof, deuten noch bunte Girlanden und Schilder mit „Camping“ darauf hin, dass in Riede nicht nur gegärtnert wird. Mindestens einmal im Jahr wird der Hof zu einem kleinen Festivalgelände mit Bühne, Bar und Zeltwiese. 

Im Juni fand unser Sommerfest statt und machte diese Jahr seinem Namen alle Ehre. Bei Temperaturen von mittags über 30° C waren wir sehr froh, dass wir neben Pavillions und Planen durch unsere Bäume auch reichlich natürliche Schattenspender auf dem Gelände haben.

Unser klassisches Mittagsprogramm mit Kaffee, Kuchen, Mitmach-Yoga, Hofführungen und dieses Jahr einer Naturführung und einem Siebdruckstand wurde gut angenommen. Zum Abend hin Jahr wurde die von der Küfa-Crew vorbereitete Pink Pasta aus unseren eigenen Rote Beeten gereicht. Besonders gut besucht war auch der Kinderspielbereich und wir freuen uns, dass unser Mitglied Sarah den Kinder-Pavillion nun zu einer festen Einrichtung bei unseren Festen gemacht hat. Gar nicht besucht war dagegen unsere sonst recht beliebte Zeltsauna – die in diesem Jahr auch ohne Feuer tagsüber Temperaturen von über 50°C bot. Attraktiver war die Abkühlung mit unsere Gartenschlauch. Das Abendprogramm startete mit einem abwechslungsreich-kniffligen Live-Musikrätsel von den „DJs Nasenflöte“. Weiter ging es mit Tracks von einer MC, Karaoke und einem Set von DJ DESPUES.
An der obligatorische Feuerschale sammelten sich einige nachtaktive Zebras und ließen das Fest ausklingen.
Wir danken Euch allen, die ihr da ward für das schöne gemeinsame Fest und besonders denen von Euch, die zu dem viefältigen Büffet beigetragen haben. Und natürlichen vielen Zebras die über ihr normales Engagement hinaus viele extra Stunden in die Vorbereitung investiert haben! 

Um die wichtigsten Wege auf dem Hof frei zu halten, cruisen wir ab und an mit unserem roten Aufsitzrasenmäher über das Gelände. In unzugänglichen Ecken und bei sehr hohem Gras versagt aber die benzingetriebene Maschine und wir greifen auf biblische Technik zurück: das Sensen. Für alle, die Lust haben mit scharfer Sichel und Sense umzugehen, bietet  unser aktives Mitglied Oliver am Sonntag 31. August 2025 eine Einführung in diese alte Kulturtechnik an. Wenn ihr beim Sensenworkshop mitmachen wollt, meldet Euch gerne bei oliver@sendelbach.de.

Perspektiven

Ab dem 1. Juli 2025 trefft Ihr ein neues Gesicht auf dem Hof. Miavervollständigt seit Anfang des Monates unser Betriebs-Team. Als gerade fertig gelernte Gemüse-Gärtnerin konnte Mia schon Erfahrung in einem inklusiven Gärtnereibetrieb sammeln und wird sich beim Zebra schwerpunktmäßig um das Feingemüse kümmern. Aktuell bedeutet das, dass sie alle Hände voll zu tun hat vor allem mit der Pflege der großen Sommerkulturen in den Tunneln: Tomaten, Auberginen, Gurken und Paprika. Wir stellen Mia im kommenden Newsletter auführlich vor. Jetzt aber erstmal: Herzlich Willkommen Mia!

Damit verabschieden wir leider auch Gerrit aus dem Angestellten-Team. Ganz unverhofft stieß Gerrit im Februar zum Team, hat sich in Rekordzeit eingerabeitet und sehr umsichtig in die bestehende Crew integriert. Endlose Reihen zwiebeln hacken, Aktionstage anleiten und Kürbisse pflanzen –  Gerrit hat einfach gemacht. Leider ist diese hauptamtliche Zeit nun zu Ende, aber wir freuen uns, Gerrit weiterhin als engagiertes Mitglied ab und an auf dem Hof zu treffen. Herzlichen Dank für Dein Engagement und alles Gute dir nun in einem anderen beruflichen Umfeld.

Käfer, Falter und Bienen findet man überall, aber besonders viele unterschiedliche auf dem Hof. Dabei ist das Gelände in Riede nicht nur Lebensraum für den Kartoffelkäfer, sondern für etliche Wildbienen- und Falterarten, deren Lebensräume wir erforschen. Svenja von Arthropoda FC führt uns leichtverständlich in wichtigsten Wildbienen und Falterarten ein und bestenfalls ein paar Falter vor. Kein Vorwissen, nur Neugierde ist gefordert. Zusammen mit Svenja sowie Kathrin und Friedemann vom NABU gehts am Sonntag den 10. August 2025 ab 14 Uhr auf Exkursion übers Gelände. Bitte meldet Euch kurz an, bei presse@das-gruene-zebra.de

Der BUND Bremen startet dieses Jahr am Freitag, 22. August 2025 mit einem kleinen Fest „Bremen im Fluß“  in die „Wasserwochen 2025“ im Bremer Licht- und Luftbad. Das Zebra stellt sich auf dem Markt der Möglichkeiten vor – ganz passend, weil auch bei uns das Natur und Wasser (zu viel, zu wenig, zur falschen Zeit) zur täglichen Arbeit gehört.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

Im Sommer ist nach wie vor viel zu tun, so dass wir 14 tägig zu Aktionstagen einladen. Voraussichtlich wird es viel um „Krauten“ und Hacken gehen. Los geht es jeweils um 10 Uhr.

  • Samstag, 2. August 2025 – Aktionstag
  • Sonntag, 10. August 2025 – Insektenworkshop – Falter und Käfer auf der Solawi, 14 Uhr in Riede – siehe Perspektiven
  • Samstag, 16. August 2025 – Aktionstag
  • Freitag, 22. August 2025 – Infostand bei „Bremen im Fluss“ im Licht und Luftbad, Stadtwerder Bremen, ab 14 Uhr
  • Sonntag, 31. August 2025 ab 11 Uhr – Sensenworkshop – siehe Verein 
  • Samstag, 6. September 2025 – Aktionstag

Egal ob ihr weg fahrt, auf den Hof kommt oder durch Parzellen streunert – in diesen Wochen legt die Natur einen Gang zu und es viel spannendes zu entdecken – von schwirrenden Wildbienen bis zu abendlichen wild flatternden Feldermäusen. 

Wir wünschen Euch gut gekühltes Gemüse und einen schönen Sommer! 

Bis bald und viele Grüße

Eure Zebras

Redaktion dieses Newsletters: Friedemann Wagner
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts:
Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.
Kaiserdamm 14a
27339 Riede

Hofpost #43: Viel Freude & Arbeit macht der Mai

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

einiges Schönes ist seit der letzten Hofpost passiert. Beim Frühlingsfest kam auf dem Hof Familienfeststimmung auf – mit Kuchen, Kindertheater und verschiedenen Möglichkeiten, den Hof bei einer Hofführung, Bienen- oder naturkundlichen Führung besser kennenzulernen. Während das Frühlingsfest zum Entspannen und Genießen der Blütenpracht einlud, wurde bei den zwei folgenden Aktionstagen viel geschafft und so sind erst die Tomaten und dann die Aubergine an zwei gut besuchten Aktionstagen in die Tunnel gepflanzt worden. Wie für den Mai so üblich, wird generell gerade viel gepflanzt, dazu gleich mehr! Auch unser Sommerfest steht praktisch vor der Tür – einen Ausblick findet Ihr in der Kategorie Termine. Wir möchten aber in diesem Newsletter auch ein paar Worte zur aktuellen Finanzlage verlieren, damit Ihr ein vollständiges Bild der derzeitigen Situation habt.

Neues vom Acker

Die Äcker füllen sich! Die Kartoffelpflanzen sind an die Oberfläche gekommen und Zucchini und Kürbis sind fast fertig gepflanzt. Das bedeutet auch: Während die Bewässerung in den Tunneln aufgrund der überschaubaren Fläche relativ leicht zu handhaben war, entsteht durch den ausbleibenden Regen viel Arbeit beim Bewässern der Flächen draußen. Die Äcker sind einfach zu groß, als dass es überall festinstallierte Bewässerung geben könnte und so werden nun in ausgetüfteltem Rhythmus Sprenger umgestellt und Tropfschläuche umgelegt. Auch in dem Bereich hat sich unsere Ausstattung und Erfahrung aber in den letzten Jahren verbessert. 

Insgesamt ist die Stimmung auf dem Hof trotz langer Tage und viel Arbeit gerade gut. Mit dem Pflanzen und Vorbereiten der Äcker sind wir im Zeitplan und bisher haben alle Kulturen so geklappt, wie geplant. Leider scheinen den Rehen aber erstmalig in diesem Jahr auch die Kürbis- und Zucchinipflänzchen zu schmecken und wir hoffen, dass der Großteil der frisch gesetzten Pflanzen überleben wird. Auch dieses Jahr wird das Hofteam unterstützt von ca. 15-20 Menschen, die regelmäßig freiwillig auf dem Hof mitarbeiten und so helfen, die Arbeitsspitzen im Mai zumindest etwas abzufedern.

Ernteanteile & Gemüse

Wir zitieren hier die Erntegruppe, die es mit folgenden Worten auf den Punkt brachte: „Es kommt jetzt wieder die Zeit, in der der Ernteanteil verschiedene Kulturen plus eine Salatbeilage beinhaltet und nicht Salat mit einer anderen Gemüsebeilage.“ Der Anteil in der letzten Woche kam gar ganz ohne Salat aus – na, vermisst Ihr ihn schon? Dafür gab es jetzt schon für alle mindestens einmal Kohlrabi, der Mangold, den Ihr letzte Saison vermisst habt, ist zurück und auch Spitzkohl, Brokkoli und die Möhren, die wir den Winter über im Folientunnel gepflegt haben, sind in die Anteile gewandert. In den kommenden Wochen könnt Ihr Euch weiterhin auf immer mehr Vielfalt freuen! Wir sind gerade auch ein bisschen stolz, dass unsere Kulturen momentan so wenig Ausschuss und so große Erträge liefern. Die Kohlrabis hatten z.B. fast gar keine Platzer und die fetten Wirsingköpfe wandern diese Woche in Eure Depots.

Verein & Organisatorisches

Wir möchten Euch zur Transparenz gerne einen kurzen Einblick in die aktuelle Finanzlage geben. Nach wie vor sind wir nicht voll besetzt und haben derzeit noch 25 Ernteanteile nicht vergeben, die wir ursprünglich im Finanzplan Anfang des Jahres eingeplant hatten (Ziel waren 130 Mitglieder). Sollten wir nur noch wenige Mitglieder dazugewinnen oder bei den aktuell knapp 105 Mitgliedern bleiben, würde das zum Ende des Jahres einen steuerlichen Verlust von voraussichtlich 8.000 €bedeuten. Zum Vergleich: In den vergangenen Jahren haben wir versucht und möglich machen können, mit einem Gewinn von 1.000-3.000 € aus dem Jahr zu gehen. Dieses Geld benötigen wir, um uns langfristig einen gewissen Puffer für hohe Neuanschaffungen und Investitionen (z.B. neue Folie für das Auberginenhaus, Instandhaltung oder Ausbau des Hauses) sowie für unvorhersehbare Schäden (z.B. Trecker gibt den Geist auf) aufzubauen. Ein hoher Verlust in diesem Jahr würde bedeuten, dass wir praktisch fast den gesamen angesparten Puffer aus den Vorjahren wieder aufgefrühstückt hätten und ins kommende Jahr mit 0 € in der Hinterhand starten würden. Selbst wenn wir es noch schaffen, innerhalb der nächsten Monate auf die geplanten 130 bezahlten Ernteanteile zu wachsen (und das ist gerade extrem unsicher), machen wir wahrscheinlich Ende des Jahres einen Verlust von etwa 3.000 €, da der späte Einstieg von Mitgliedern eben auch zu weniger Einnahmen für das Gesamtjahr führt.

Was bedeutet das fürs Zebra? Wir haben für 2025 auf der Ausgabenseite schon einige Dinge gestrichen und eingekürzt, sodass dort eigentlich nicht mehr viel eingespart werden kann. Es ist deswegen sehr wichtig, dass unsere Einnahmen durch die Aufnahme neuer Mitglieder erhöht werden. Je höher der finanzielle Verlust am Ende des Jahres wird, desto mehr betriebliche Einschränkungen werden auf uns zukommen. Wir möchten niemandem Angst machen, aber die Lage ist schon auch ernst. Es würde z.B. bedeuten: Keine großen Reparturen, wenn der Trecker kaputt geht; kein Ersatz von Werkzeug, wenn uns mal der Spaten abbricht; keine neuen Treckeranbauteile, obwohl diese für den Arbeitsalltag Zeitersparnis bringen würde; keine Investitionen in die Zukunft des Hofes; am Ende möglicherweise sogar Einkürzung von Arbeitsstunden im Angestelltenteam. Damit würde die Qualität des Gemüses sinken und der Stress auf dem Hof deutlich steigen. Wir haben bereits jetzt den urspünglichen Puffer für unvorhersehbare Schäden wie Unwetter aus dem Finanzplan gestrichen. Damit haben wir dieses Jahr nur noch wenig Sicherheit, um zu reagieren, wenn mal etwas Größeres passiert.
Was können wir alle noch tun? Es ist jetzt wichtig, dass wir schleunigst weitere Anteile vergeben. Ihr baucht dabei keine Sorge zu haben, dass das Gemüse für Euch nicht mehr reicht, wenn mehr Mitglieder dazu kommen, denn die Anbauplanung ist auf 130 bezahlte Anteile ausgelegt. Deswegen noch einmal die große Bitte an Euch: Sprecht mit Euren Nachbar*innen, berichtet Euren Freund*innen vom Zebra, erklärt Euren Schwiegereltern, was Solawi ist, erzählt Euren Kolleg*innen von der Probemitgliedschaft. Fragt noch einmal bei denjenigen nach, die vielleicht mal Interesse hatten. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit Euch gemeinsam erfolgreich durch dieses Jahr kommen! Danke <3

Perspektiven

Um das Werbungmachen etwas zu erleichtern und die Einstiegsschwelle für Interessierte zu senken, haben wir vor ein paar Wochen beschlossen, einen Probeernteanteil anzubieten. So müssen sich Interessierte nicht für ein ganzes Jahr verpflichten und können erstmal testen: Schaffe ich es jede Woche, das Gemüse zu verarbeiten? Schaffe ich es, jede Woche ohne zu viel Stress im Depot abzuholen? Fühle ich mich eingeschränkt durch die fehlende Auswahl? Eine Probemitgliedschaft läuft über drei Monate und kann bis zum letzten Tag der Probezeit beendet werden. Habt Ihr dazu Fragen oder Interesse daran? Dann meldet Euch bei mitglieder@das-gruene-zebra.de 

Bisher standen wir dem Konzept Probeanteil skeptisch gegenüber, da ein Kernelement des Konzepts der Solidarischen Landwirtschaft ja ist, dass es eine Zusage der Unterstützung für eine Saison gibt. Da dieses Konzept aber aktuell nicht ausreichend Anklang findet, probieren wir gerne diesen neuen Weg aus.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Am 7. Juni um 10 Uhr steht der nächste Aktionstag an. Alle, die es am Pfingstwochenende nicht in die Ferne zieht, können gerne dazukommen. Wahrscheinlich wir bei dem Aktionstag unter anderen Unkraut jäten auf dem Programm stehen, damit das Gemüse groß und gut wachsen kann.
  • Am 14. Juni ab 14 Uhr ist es dann auch schon soweit: Das diesjährige Sommerfest steht an! Kopiert Euch gerne den digitalen Flyer und verbreitet ihn in Euren Netzwerken. Es gibt wieder ein vielfältiges Programm. Bleibt dann auch gerne länger, denn um 18.30 startet das Musikprogramm mit
    • DJ Nasenflöte (Musikquiz)
    • Anne (Gesang/Gitarre)
    • CRL und cee (Rap)
    • Chaos Karaoke und
    • DJane p.p.

Wir freuen uns darauf, mit Euch zu feiern!

Noch schöner als die frühlingshaften Einblicke hier oder auf Instagram ist es natürlich, selbst Hofluft zu schnuppern. Also kommt gerne vorbei – auf jeden Fall zum Sommerfest und gerne auch vorher! 

Bis bald und viele Grüße
Eure Zebras

Redaktion dieses Newsletters: Sina Mayer und Josephine Wohlrab
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts:
Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.
Kaiserdamm 14a
27339 Riede

Hofpost #42: Gute Nachrichten zur Apfelblütezeit

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

es gibt gute Neuigkeiten zu verkünden! Pünktlich zum Frühlingsfest diese Woche zeigt sich der Hof in seiner schönsten Blütenpracht. Die Apfelbäume stehen in voller weißer Blüte und sind traumhaftschön anzuschauen. Gleichzeitig sind die staubtrockenen Wochen vorbei und erste Regentropfen haben endlich auch wieder unseren Acker erreicht. Und noch eine neue Nachricht haben wir parat: Die unbesetzte Stelle im Angestelltenteam ist endlich vergeben und wir schauen wieder mit etwas mehr Ruhe in die Zukunft. Wenn sich jetzt noch die weiterhin fehlenden letzten Mitglieder finden, hätten wir praktisch gar keine Sorgen mehr 😀

Neues vom Acker und Hofteam

In den letzten vier Wochen ist in Riede eine Menge passiert! Mit der Wärme und Sonne explodieren nicht nur die Bäume und plötzlich erstrahlt der Hof wieder in sattem Hellgrün, sondern auch unsere Gemüsepflanzen im Tunnel geben jetzt richtig Gas. Mit Koriander, Kopfsalaten, Radieschen und Rucola haben wir bis zuletzt auch noch die allerletzten Winkel der Folientunnel im Frühling bepflanzt. Mittlerweile ist von den Schnittsalaten allerdings auch schon wieder eine Menge abgeerntet und wir machen Platz für die Tomatenpflanzung am 3. Mai. 

Gleichzeitig haben wir auch im Freiland begonnen, neben den Zwiebeln auch Salate, Rübchen, Lauchzwiebeln, Petersilie und frühe Kohlsorten wie Brokkoli, Wirsing und Kohlrabi zu pflanzen. Da die Nächte in letzter Zeit teilweise noch sehr kalt waren, schlummert im Freiland alles unter einem warmen Vlies. So können wir schon früh pflanzen und gleichzeitig die Kälte etwas abpuffern. Da es in Riede lange Zeit überhaupt nicht geregnet hat, haben wir direkt für die ersten Pflanzungen auch schon wieder unsere Freilandbewässerung aktiviert. Da dies jedes Mal sehr arbeitsintensiv ist, wenn Sprenger aufgestellt und Schläuche umgelegt werden müssen, freuen wir uns über die wenigen Regentage, die es in letzter Zeit nun auch mal wieder gab. Endlich!

Die Anzucht platzt gerade aus allen Nähten. Auf den beheizten Tischen stehen viele Hundert Tomatenpflanzen, Paprika, Aubergine, Kürbis und Zucchini. Alles wurde von Hand vorgezogen, getopft oder in Töpfe einzeln gesät. Auch der Winterkohl wird jetzt schon ausgesät und wenn Ihr mal wieder in Riede vorbeikommt, könnt Ihr Rosenkohl-, Rotkohl- und Weißkohlsetzlinge bestaunen und vergleichen.

Ernteanteile & Gemüse

Momentan gibt es viel Salat! Die letzten warmen Wochen haben dafür gesorgt, dass alles Grün noch schneller und größer wächst. Zusätzlich haben wir die Anbauplanung im Winter für ein voll besetztes Zebra gemacht. Da wir nun allerdings noch rund 35 Plätze frei haben, heißt das für Euch, dass Ihr momentan von allem ein bisschen mehr bekommt. Denn wir möchten kein Gemüse wegschmeißen und hoffen, Ihr könnt Euch an den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen von Asiasalaten, Rauke, Kopfsalaten, Baby Leaf und vielem mehr erfreuen und bleibt kreativ.

Das Winterlager hat nun mittlerweile fast sein Ende erreicht. Doch keine Angst, wenn die letzte rote Bete aus dem Keller auf Eure Teller wandert, wird die neue frische Bete aus Haus 3 nicht mehr lange auf sich warten lassen! Auch Brokkoli, Kohlrabi und Mangold aus den Tunneln sind stehen schon kurz vor der Ernte und werden in den nächsten Wochen den Weg zu Euch finden.

Verein & Organisatorisches

Wie oben bereits angekündigt, sind wir sehr erleichtert, dass wir die freie Stelleim Gärtner*innen-Team nun nach langer Suche endlich besetzen konnten. Mia schließt im Sommer ihre Ausbildung als Gemüsegärtnerin ab und wird dann ab Juli direkt zu uns auf den Hof wechseln. Wir freuen uns jetzt schon auf sie!

Da wir nun für den Übergang bis zum Sommer noch eine Lücke im Team hatten, wurde die freie Stelle auch noch einmal als Überbrückung für drei Monate ausgeschrieben. Glücklicherweise konnten wir sehr schnell Gerrit finden, der nun seit April bis Ende Juni das Hofteam komplettiert. Gerrit wird dabei viel Zeit in den Tomaten und Sommerkulturen verbringen. Vor einigen Jahren hat er schon ein Jahr in einer Demeter-Gärtnerei gearbeitet und gärtnert seitdem vor allem im eigenen Garten. Wir sind sehr froh, dass Gerrit so spontan und reibungslos bei uns einspringen konnte und merken direkt wieder einen Unterschied, zu viert, statt zwischenzeitlich nur zu dritt vor Ort zu sein. Ein riesen Dankeschön geht vom Plenum auch an die Personal AG, die etliche Stunden für Bewerbungsgespräche und Orga im Hintergrund ehrenamtlich übernommen hat!

Perspektiven

Diese Woche Samstag ist Frühlingsfest auf dem Hof! Wir laden Euch herzlich ein, die frisch gehackten Kulturen in den Folientunneln und die Apfelblüte zu bestaunen. Es gibt Hofführungen um 14h00 und 16h30, eine naturkundliche Führung um 15h30, Theater für Klein und Groß um 15h00, eine Bienenführung um 16h00 und ein Mitbringkuchenbuffet. Es ist eine wunderbare Gelegenheit für einen Ausflug ins Grüne, um unter blühenden Apfelbäumen in der Sonne zu liegen oder um Freund*innen und Bekannte vom Zebra zu überzeugen, wenn sie noch keinen Anteil haben 😉

Ab Mai starten auch wieder unsere größeren Aktionstage, nach der Wintersaison nun auch wieder zweimal im Monat. Immer am 1. und 3. Samstag im Monat laden wir Euch zur tatkräftigen Unterstützung ein. Dann bringen wir die vielen Hunderte Tomaten, Paprika, Kürbisse etc. gemeinsam in die Erde und freuen uns über jede helfende Hand beim Anbinden, Clipsen, Hacken und Jäten. Auch wenn Ihr nach einem Tag sucht, um Euch mal in Ruhe den Hof anzuschauen, andere Mitglieder kennen zu lernen und fröhliche Gemeinschaft zu erleben, ist das eine gute Gelegenheit, nach Riede zu kommen. Bei einem gemeinsamen Mittagsmitbringbuffet kommt man gut ins Gespräch und kann sich z.B. über die neusten Rezeptentdeckungen austauschen.

Die Themen Wasser, Klima und Landwirtschaft gehören zusammen – das merken wir auf dem Hof jedes Jahr etwas mehr.  Die Initiative Landwirtschaft in Bewegung organisiert in diesem Kontext eine Fahrradtour quer durch Deutschland und besucht im Mai auch das Zebra. Wer sich ungezwungen zu den Themen informieren, neue Menschen treffen und Handlungsalternativen kennenlernen möchte, ist auf dem Wesercamp vom 23. bis 25. Mai 2025 richtig. Es findet auf der Weserinsel Harriersand hinter Bremen Nord statt. Weitere Infos findet Ihr hier.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  •  Samstag, 26. April 2025 ab 13h00 bis etwa 18h00: Frühlingsfest auf dem Hof
  • Mittwoch, 30. April: Nächste Lieferung vorgezogen wegen Feiertag!!! Nähere Infos in Euren Depotgruppen
  • Samstag, 3. Mai ab 10h00: Aktionstag zum Tomatenpflanzen und -anbinden
  • Samstag, 17. Mai ab 10h00: Aktionstag voraussichtlich zum Auberginen- oder Paprikapflanzen
Frühlingshafte Grüße und wir sehen uns gerne bald mal wieder auf dem Hof!
Eure Zebras
Redaktion dieses Newsletters: Josephine Wohlrab
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts:
Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.
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Hofpost #41: Frischer Kohl unter Palmen

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

Willkommen in der neuen Saison! Vieles Neu macht der März. Einige von Euch werden hier ihren ersten Newsletter lesen. Herzlich Willkommen!

Viel Sonne und wenig Regen machen die Tage auf dem Hof angenehm. In die frisch gereinigten Gewächshäuser werden in diesen Tagen die Gemüse-Kulturen gepflanzt, die dann in 6 bis 8 Wochen in den Anteilen zu finden sein werden. Ein neuer Abholort für die Anteile ist das Bremer Lagerhaus, in dessen Foye unter meterhohen Palmen letzte Woche zum ersten mal Kohl und alles weitere Gemüse abgeholt wurde.  

Bei unserer Bietrunde wurden noch nicht alle Ernteanteile vergeben und so haben auch noch Solawi-Nachzügler:innen die Möglichkeit, wöchentlich Gemüse aus Riede zu beziehen. Sagt das gerne weiter! Auch weiter sagen könnt Ihr, dass der Verein eine vierte*n Gärtner:in für das Hauptamtlichen-Team sucht – die Stellenausschreibung findet Ihr auf der Homepage.

Neues vom Acker

In diesen Wochen passiert viel auf Acker und in den Folientunneln. Wir versuchen diese Wochen vor dem vielen Sommer-Gemüse gut zu nutzen.

Dieses Jahr sind die Flächen deutlich trockener als im regenreichen vergangenen Jahr. Der sonnige Frühling blieb bisher recht trocken und so können wir jetzt schon pflanzen. Vor zwei Wochen wurden die Zwieben gesteckt und letzte Woche die Kartoffeln auf dem Elmaracker gepflanzt. Der trockene Untergrund erlaubt es Milan, mit Trecker und Ackergerät mechanisch gegen die omnipräsente ungewollten Süßgräser wie die Quecke und weitere Beikräuter vor zu gehen.

In den beiden Anzuchten geht es gerade Schlag auf Schlag. Sobald die Gemüsekulturen unter den Heiztischen Robustheit und Größe erreicht haben, werden sie in Folientunnel gepflanzt. Weil auch nahezu alle Tunnel eingeplant sind, wurdne diese beim letzten Aktionstag gründlich geschrubbt und gereinigt. Ohne Mose kommt merklich mehr Sonnenlicht in die Tunnel und setzt die Photosynthese in Gang. Die ersten Sätze Brokoli, Spitzkohl und Kohlrabi wurden bereits Anfang März in die Tunnel gepflanzt. Auch die Radieschen wurden gesät. In dieser Woche kommt noch einmal eine ganze Menge in die Tunnel: Rote Bete, Wirsing, Kopfsalat, Mangold, Stangenselli, Spinat kommen in Boden. Um den Nährstoffhaushalt auszugleichen, werden die Flächen in den Folientunnel mit Kompost und Schaffwollpellets gedüngt. Die gepressteSchafwolle besteht zu einem großen Teil aus dem Protein Keratin und setzt nach und nach für das Pflanzenwachstum wichtige Elemente wie Stickstoff, Schwefel und Magnesium frei. 

Die Weide neben dem Kuhlmann-Acker, auf der einst Pferde und Kühe weideten wurde im letzten Monat zum Acker umgebrochen und dieses Jahr mit Leguminosaen (Hülsenfrüchten) als Gründungung bepflanzt.

Ernteanteile & Gemüse

Im ersten Anteil dieser Saison fandet Ihr reichlich Salat, Pastinaken und Rote Beete. Und mit den eingelagerten Feldfrüchten wird es erst einmal weiter gehen: in den kommenden Wochen gibt es Kartoffeln, Grünkohl und Gelbe Rüben. Frisches Grün findet Ihr weiterhin in Form der Schnittsalaten in den Anteilen. Voraussichtlich Mitte oder Ende April werden die ersten Radieschen im hoffentlich saftigen Rot (siehe Ackerreport) in den Kisten liegen.Wir pflanzen jetzt fleißig, so dass Ihr mit diesen Kulturen Ende April oder Anfang Mai in den Anteilen rechnen könnt. Dann kommen Kohlrabi und Spitzkohl. Auch wenn wir mit unseren Heitztischen und Folientunneln den natürlichen Wachstumsbedingungen unter die Arme bzw die Keimblätter greifen, bleibt unser Anbau saisonal und damit abwechslungsreich.

Verein & Organisatorisches

Mitten im Bremer Viertel stellt das Soziokulturelle Zentrum Lagerhaus seit über 30 Jahren eine feste Institution dar. Und wir sind ab dieser Saison dort mit einem Depot vertreten. Neben, Tanz, Musik, Migartionspolitik beschäftigt sich das Lagerhaus mit Ökologie und so passen wir bzw unser Depotschrank sehr gut ins Foyer des Lagerhauses. Er findet sich hinter einer Reihe großer Palmen in Pflanzkübeln und bietet Raum für die Anteile von knapp 20 Mitgliedern, die jetzt hier wöchentlich ihren Ernetanteil abholen.

Eine junge Tradition ist, dass wir mit dem ersten Grün ein kleines Fest auf dem Hof veranstalten – das Frühlingsfest. Dieses Jahr findet es am Samstag den 26. April 2025 statt und richtet sich an alle, die sich für das Zebra interessieren – gleich ob Mitglied oder Sympathisant:in. Neben einem Mitbringbuffet gibt es wieder Hofführungen und eine kleine künstlerische Überraschung. Kommt und nutzt den Tag für einen Ausflug mit Freud:innen nach Riede!

Neben dem Kuhlmanacker vollführten Kiebitze ihre Balzflüge und wer morgens auf den Hof kommt wird von allen Seiten mit Vogelgesang beschallt. Der Hof bietet auch Rückzugsraum für Vögel und andere Tierarten, die hier brüten oder Schutz finden. Am Sonntag den 4. Mai 2025 gibt es die Möglichkeit bei einem kleinen Spaziergang die Vogelwelt auf dem und um den Hof kennen zu lernen.

Perspektiven

Unsere Mitarbeiterin Lilly hatte vergangene Woche ihren letzten Arbeitstag beim Grünen Zebra. Lilly hat den Hofbetrieb seit vergangenen Herbst zur Wintervertretung als vierte Gärtnerin auf dem Acker und in der Anzucht unterstützt. Planmäßig widmete sie sich ab Ende des Monats wieder neuen Projekten. Dem Mitarbeiter:innen-Team und uns Vereins-Aktiven hat die gemeinsame Arbeit mit Lilly und ihre anhaltend gute Laune auch bei miesem Wetter und widrigen Umständen in den Wintermonaten viel Spaß gemacht. Vielen herzlichen Dank dafür; Lilly. 

Nach wie vor suchen wir nach einer vierte*n Mitarbeiter*in für unsere Stelle im Umfang von 25 bis 30h – um das Hofteam zu komplettieren. Wir freuen uns über sachdienliche Hinweise und die Verbreitung der Stellenausschreibung, die Ihr auf der Homepage findet.

Die jährlich anstehende EU-Landwirtschaftsförderung lenkt unseren Blick wieder über den Ackerrand auf die größeren Strukturen, in denen unser Betrieb und die Bio-Lanwirtschaft arbeitet. Die EU-Unterstützung ist nach wie vor wesentlich an die Fläche gekoppelt. Kleine, ökologisch wirtschaftende Betriebe haben hier immer das Nachsehen, große Konvetionelle profitieren. Und so liegt der Anteil an Bio-Höfen in Deutschland nach wie vor nur bei 11 Prozent und steigt kaum, obwohl genau diese Form von Landwirtschaft für die sozial-ökologsichen Transformation wichtig ist. Einzig die Bio-Discounter wuchsen in den letzten drei Jahren kräftig, obwohl sich dort durch die Corona Nachwirkungen, den Ukrainekriege und den steigenden Rohstoffpreisen das Gemüse um durchschnittlich 18 bis 30 Prozent verteuerte. Durch unsere Art der solidarischen Direktvermarktung können wir die Inflation noch eigermaßen abfangen, sind aber auch nicht frei von gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Der Zusammenschluss bäuerlicher Landwirtschaft AbL fordert von der neuen Bundesregierung die EU-Förderungen sozialer und ökologischer zu machen, mehr für den Klimaschutz in der Landwirtschaft zu tun und die kleinen Bäuerinnen und Bauern am Markt zu stärken. Dem schließen wir uns voll an!

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Der April-Aktionstag findet am Samstag, den 5. April ab 10 Uhr statt.
  • Unser Frühlingsfest findet am Samstag, den 26. April ab 13 Uhr statt.
  • Von Kohlmeise bis Kiebitz erwandern wir die Vogelwelt auf dem Hof beim Vogel-Spaziergang am Sonntag, den 4. Mai 2025
  • Und schon zum Vormerken: zum Sommerfest 2025 laden wir am Samstag, den 15. Juni 2025 ein.

Wir freuen Euch mit Euch über nach und nach mehr frisches Grün in Riede und in den Anteilen. Habt einen schönen Frühling und vielleicht sehen wir uns bei einem Aktionstag, dem Frühlingsfest oder einfach so einmal auf dem Hof.

Bis bald und solidarische Grüße

Eure Zebras

Redaktion dieses Newsletters: Friedemann Wagner
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts:
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Hofpost #40: Licht am Ende des Winters

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

die Tage werden länger und beim Arbeiten auf dem Hof gab es gerade in der letzten Zeit einige sonnige Wintertage zu genießen. Das Licht tut uns und den Pflanzen gut – und Euch hoffentlich auch! 

Wir sind allerdings noch ein Indoor-Event von der neuen Saison entfernt: Die Bietrunde steht wirklich direkt vor der Tür und wir haben noch einige Anteile ab März zu vergeben. Solltet Ihr Kapazitäten dafür haben, wäre es toll, wenn Ihr Infos zu uns und der Mitgliedschaft bei uns teilen könntet – im direkten Kontakt, auf Instgram, Telegram oder was Euch noch so einfällt. Danke für Eure Unterstützung!

Neues vom Acker

Während die Äcker sich noch in der Winterpause befinden, geht es in zwei Bereichen hoch her. Zum einen sprießen in der Anzucht die Jungpflanzen von Asiasalat, über rote Bete, Stangensellerie, Mangold und Frühlingszwiebeln kündigen sie den Frühling an. Daher heißt es nun, die Folientunnel für ihren Einzug vorzubereiten, diese also entweder mit Kompost oder Schafwollpellets zu düngen und dann zu fräsen, um die Erde aufzulockern. Als erstes haben bereits Radieschensamen den Weg in die Häuser gefunden, diese werden nicht vorgezogen, sondern direkt gesät. 

Außerdem passiert einiges auf dem Gelände und in dem Bereich, den wir im weitesten Sinne unter Infrastruktur fassen. Am letzten Wochenende wurden fünf flachwurzelnde Bäume gefällt, die bisher das Wasser aus dem nahestehenden Folientunnel gezogen haben. Auch den Beerensträuchern geht es an den Kragen und sie werden gestutzt, damit sie mit neuer Kraft austreiben können. Es müssen außerdem die Zäune und Hecken ausgebessert werden, um den Rehen zumindest ein kleines Hindernis entgegen zu setzen und ein mehr als baufälliger Schuppen wird endlich mit einem neuen Dach verstehen und stabilisiert.

Ernteanteile & Gemüse

Es hilft nichts, drum herum zu reden: Wir vermissen dieses Jahr schmerzlich die Kartoffeln und Möhren, die in den vergangenen Wintern einen guten Grundstock für die Anteile geboten haben und von denen wir ja im vergangenen Jahr insbesondere auf Grund der Feuchtigkeit viel weniger ernten und einlagern konnten. Erfreuen konnten wir uns aber an den nicht nur lecker knackigen, sondern auch hübschen Ringelbeten im Anteil der letzten Woche. In den nächsten Wochen gibt es dann noch einiges an Postelein, Asiasalat und jeweils eine Runde Rosen- und Grünkohl.

Verein & Organisatorisches

Wir haben den Termin für unser Frühjahrsfest festgelegt: Ihr seid alle herzlich willkommen, am Samstag, den 26. April ab 13 Uhr auf den Hof zu kommen. Im Gegensatz zum Sommerfest ist das Frühjahrsfest weniger programmlastig, sondern einfach dafür da, die Frühlingsstimmung auf dem Hof einzusaugen, zusammen Kuchen zu essen und für Neumitglieder eine tolle Gelegenheit, den Hof kennenzulernen – und für Altmitglieder zu schauen, was sich so getan hat. 

Am 25. Januar 2025 hat in eher kleiner Runde die Mitgliederversammlung des Grünen Zebras stattgefunden. Alle Mitglieder erhalten zeitnah das Protokoll dazu. Auf der Mitgliederversammlung wurde der vom Plenum und von der Finanz AG vorgeschlagene Finanzplan und damit der Richtwert von 111 € angenommen. Der Finanzplan berücksichtigt, dass wir wahrscheinlich nicht zum 1. März alle Anteile vergeben haben werden und enthält außerdem als einen größeren Posten die letzte von drei Abschlagszahlungen, die wir für die Übernahme der Geräte und Infrastruktu auf dem Hof leisten. Der Finanzplan wird auf der Bietrunde nochmal kurz vorgestellt und Ihr erhaltet ihn auch zusammen mit dem Protokoll. 

Außerdem wurde unser Vorstand wiedergewählt: Friedemann, Henning, Henri, Larissa, Marlene und Sophie haben sich wieder zur Wahl gestellt und wurden allesamt bestätigt. Danke, dass ihr diese Verantwortung übernehmt! 

Perspektiven

Alle, die in der Mitgliederversammlung waren, wissen schon Bescheid. Für die anderen gibt es hier bunte Neuigkeiten:

In der nächsten Saison wird es die Möglichkeit geben, mit der Gemüselieferung auch Blumen zu bekommen. Sophie baut in Thedinghausen als „Wilde Köpfe“ Schnittblumen nach den Prinzipien der Slowflower-Bewegung an. Je nach Wetterlage gibt es ab März/April bis Oktober/November insgesamt 11-mal einen Bund Schnittblumen ins jeweilige Depot mitgeliefert. Diese Blumenbunde werden zehn bis fünfzehn Stiele umfassen, die Kosten dafür sind insgesamt 100 Euro pro Saison. Fragen und Anmeldungen (Sophie kann Blumen für bis zu 15 Parteien bereitstellen) bis zum 2. März an wilde.koepfe@posteo.de.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Die Bietrunde startet am Samstag, den 22. Februar 2025 um 14 Uhr
  • Der nächste Aktionstag findet am Samstag, den 1. März um 10 Uhr statt
  • Wer am 1. März lieber in der Stadt unterwegs ist, kann uns ja am Infostand besuchen. Wir sind bei der Veranstaltung „Aus dem Winterschlaf“ im Creative Hub dabei, bei dem die Creative Hub-Community Workshops, Essen und Kreatives präsentiert. 
  • Das Frühlingsfest findet am Samstag, den 26. April ab 13 Uhr auf dem Hof in Riede statt

Zum Schluss noch das Wort zum Donnerstag: In einem Seminar des Solawi-Netzwerks wurde die These geäußert, dass vielen Menschen gerade einfach alles zu viel wird und deswegen auch die Mitgliedschaft in einer Solawi eher als zusätzliches To-Do erlebt wird. Solawi bedeutet eben doch: Mehr Verständnis aufbringen, zwischenmenschliche Beziehungen, Vertrauen, Abhängigkeiten, Informationen verarbeiten, feste zusätzliche Termine… Und in der Tat: Es ist gerade alles viel und wenn es unter Euch Leute gibt, die der Meinung sind, dass die nähere gesellschaftliche Zukunft einfach nur super und leicht wird, dann würden wir die gerne kennenlernen! Vermutlich sind das nicht so viele. Wir möchten aber gerade jetzt daran appellieren, dass Verantwortung etwas Tolles sein kann und gerade im Nahraum und im Kleinen Veränderungen sichtbar werden können und Gemeinschaft entstehen kann. Das kostet nicht nur Kraft, es gibt auch Kraft. Solawi bedeutet auch, zusammen Selbstwirksamkeit zu erleben. Diesen Hof finanzieren wir, diese Menge Kürbisse haben wir geerntet, dieses Insektenbiotop machen wir möglich. Auch diese Sichtweise heilt nicht den ganzen Weltschmerz, öffnet aber die Augen für mögliche Kraftquellen. In diesem Sinne, wir freuen uns auf das gemeinsame Ackern! 

Bis bald und viele Grüße

Eure Zebras

Hofpost #39: Zittern im Januar

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

ein Seminar des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft wurde kürzlich von der Moderation mit den Worten begonnen: Wir danken dem Winter für seine Kälte und dafür, dass er uns Zeit für Ruhe, Pause und Einkehr gibt. Dem können wir uns nur anschließen! Nicht auszudenken, wir müssten parallel zu Saisonende und -beginn auch noch die Arbeit, die der Hof im Frühjahr, Sommer und Herbst mit sich bringt, bewältigen. Dennoch ist natürlich gerade einiges los, wie Ihr gleich lesen werdet.

Neues vom Acker und vom Hofteam

Nach den Feiertagen wurde die Arbeit in der Anzucht wieder aufgenommen. Dort fanden die Samen für neuen Asiasalat, Kohlrabi und Spitzkohl ihren Weg in die Erde. Außerdem findet man im Gewächshaus schon kleinen Möhrenpflänzchen, die dann etwa ab Ende Mai für Substanz in den Ernteanteilen sorgen werden. Damit die Pflanzen dann auch gute Wachstumsbedingungen haben und vor allem genug Licht abbekommen, befinden wir uns gerade in Mitten der jährlichen Tunnelsäuberungen. Durch Blätter, Moos, Erde und Staub sammelt sich über das Jahr an den Folientunnel so einiges, was es abzuschrubben gilt. 
Das Hofteam und die helfenden Mitglieder nutzen den Winter auch, um die Arbeitsbedingungen für den Sommer zu verbessern. Hecken werden gezähmt, Geräte repariert und aufzuräumen gibt es auch immer genug. 

Damit in den Anteilen immer mal wieder etwas Frisches & Grünes auftaucht, wachsen in den Gewächshäusern gerade noch Feldsalat, Postelein und Asiasalat. Auf dem Feld steht noch etwa eine Runde Rosenkohl, Grünkohl und Porree – letztere sind leider auf Grund von zu spätem Hacken nicht so groß geworden, wie es möglich gewesen wäre. Das bringt uns zu einem Neujahrsvorsatz: Bei den Aktionstagen von Juli bis September können wir zusammen krauten, sodass es im nächsten Winter in dieser Hinsicht anders aussieht! Seid Ihr dabei?

Die Suche nach einem weiteren Mitglied für das Gärtner*innenteam geht indes weiter. Es haben sich schon einige Bewerber*innen auf dem Hof vorgestellt, zu einer beidseitigen Zusage kam es aber noch nicht. 
Die daher immer noch aktuelle Stellenausschreibung findet Ihr hier: https://das-gruene-zebra.de/wp-content/uploads/2024/10/Stellenausschreibung-Gemuesegaertner_in-ab-Maerz-2025.pdf

Ernteanteile & Gemüse

Wir haben nach der letzten Abholung eine spannende E-Mail von einem Mitglied bekommen. Das Mitglied hat uns geschrieben, weil sie von ihrem Ernteanteil enttäuscht war. Neben zum Teil gelblichem Grünkohl, einem winzigen Kürbis und zum Teil zerfleddertem Spinat lag deren Hoffnung nun nur noch auf dem Kohlrabi und das Mitglied sagte dann, dass sie lieber keinen als diesen Anteil abgeholt hätte. Nun: Wir können aus eigener Erfahrung garantieren, dass nicht jeder Anteil in der letzten Woche so enttäuschend aussah. Das ändert aber nichts daran, dass wahrscheinlich viele Mitglieder irgendwann mal enttäuscht von ihren Anteilen sind.

Was wir an dieser Mail aber so toll und wertschätzend fanden, war, dass sie nicht mit einer Ausstiegsankündigung oder ähnlichem verknüpft war, sondern einfach nur dazu diente, Feedback zu geben und zum Ende auch versichert wurde, dass das Mitglied weiterhin dabei bleibt. Dieses Feedback ist uns sehr wichtig und wir haben uns auch bewusst für die Rechtsform als Verein entschieden, weil wir möchten, dass Mitglieder mitreden können und es eine enge Verzahnung zwischen Verein und Hof gibt. Bei dem Weg, zu einer Lösung zu finden, die für die Mitglieder möglichst enttäuschungsvermeidend und für den Hof praktikabel ist, werden wir immer wieder auf Feedback angewiesen sein. Wir tragen den Hof gemeinsam und möchten ihn auch gemeinsam immer weiter verbessern – allerdings nicht nur in Hinsicht auf den Ertrag, sondern auch im Bezug auf Aufenthaltsqualität, Arbeitsbedingungen, Gemeinschaftsleben und Naturschutz.

Verein & Organisatorisches

Da am Samstag die Mitgliederversammlung und in weniger als einem Monat die Bietrunde für die Saison 2025/26 stattfindet, ist die organisatorische Arbeit gerade auch viel auf diese Termine ausgerichtet. 

Bei der Mitgliederversammlung ist für dieses Jahr als besonderer Programmpunkt geplant, dass die Arbeitsgruppen während der Auszählung der Vorstandswahl sich und Möglichkeiten zur Mitarbeit vorstellen. Wenn Ihr schon immer mal unverbindlich verschiedene Wege kennenlernen wolltet, wo man sich im Grünen Zebra abgesehen von den Aktionstagen einbringen kann, könnte das für Euch das Richtige sein. 

Ihr könnt Euch vorstellen, auf dem Hof gibt es im Januar auch einige Anlässe zum Zittern. Aber nicht nur dort, auch der Blick auf die Anmeldezahlen für die Bietrunde sorgt jährlich für Nervenkitzel. Wie immer tröpfeln die An- und Abmeldungen langsam ein und man sollte eigentlich gelernt haben, in Anbetracht dessen ruhig zu bleiben. Da das aber leider nicht so einfach ist, freuen wir uns über Eure Unterstützung: Erzählt gerne weiter, dass wir noch Mitglieder für die kommende Saison suchen! Wir führen noch mindestens eine Infoveranstaltung am 12. Februar über zoom durch. Dafür kriegt Ihr den Link bei mitglieder@das-gruene-zebra.de

Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wurde in den vergangenen Wochen ein neuer Flyer gestaltet, der bald bei uns eintreffen wird. Dann freuen wir uns über Eure Mithilfe beim Verteilen. Schon vorher könnt Ihr aber gerne für uns werben und z.B. unsere digitalen Flyer und Posts teilen. Viele neue Mitglieder kommen zudem über Mundpropaganda und bestehende Mitglieder zu uns. 

Und wenn Ihr nächstes Jahr weiter dabei sein wollt, aber Euch für die Bietrunde noch nicht angemeldet habt, tut das gerne jetzt: https://das-gruene-zebra.de/limesurvey/index.php/449631

Perspektiven

Wie angekündigt möchten wir nun auf die zweite Frage eingehen, die uns im Rahmen der jährlichen Feedback-Umfrage gestellt wurde: Inwieweit arbeiten wir mit anderen Solawis zusammen? 

Gerade in der Gründungsphase hatten wir intensiven Kontakt zu Solawis aus Nah und Fern. Über das Netzwerk der Solidarischen Landwirtschaften hatten wir ein Wochenende lang eine strukturierte Beratung durch eine ein Gründungsmitglied der Solawi Roten Beete aus dem Leipziger Umland. Anschließend haben wir 2021 den heutigen Verein gegründet.

Generell kann man sagen, dass wir mit einigen Solawis aus unserem Umfeld, insbesondere aus dem Bremer Umkreis und Richtung Hamburg, freundschaftlich vernetzt und im lockeren Austausch sind. Einige Höfe kennen wir persönlich, haben uns schon gegenseitig besucht, laden uns zu Sommerfesten ein und kontaktieren uns bei auftretenden Fragen, sowohl was das gärtnerisch-fachliche, wie auch die Organisation anbelangt. Manche dieser Solawis sind schon etwas länger dabei und können uns mit ihrem Fachwissen und der Expertise sehr gut beraten und auch bei spezifischen Fragen mal weiterhelfen. Andere wurden erst nach uns gegründet oder sind deutlich kleiner, anders strukturiert etc. als wir. Da wiederum können mittlerweile auch wir gute Tipps für die Weiterentwicklung anderer Projekte geben, tauschen uns gerne aus und helfen weiter. In der Regel findet dieser Austausch per Mail oder telefonisch statt. Im Sommer gab es in den letzten Jahren aber auch gezielte gegenseitige Betriebsbesichtigungen, Einladungen zu Veranstaltungen und Kennenlernen. Wenn befreundete Gärtner*innen bei uns auf dem Hof sind, sind wir immer sehr offen und dankbar für Feedback von außen, fachliche Einschätzungen und Tipps, was wir bei uns noch verbessern und weiterentwickeln können.

Da die Ökoszene hier im Umkreis von Riede recht überschaubar ist, gibt es teilweise auch personelle Verflechtungen. So gibt es z.B. Menschen, die bei uns teilweise ehrenamtlich tätig waren und später eine gärtnerische Ausbildung auf anderen Höfen in der Nähe begonnen haben. Ebenso lernen wir manchmal Menschen im Bewerbungsprozess kennen, die dann doch in einer anderen Gärtnerei anfangen, zu denen aber weiterhin Kontakte bestehen bleiben.
Auch beschränkt sich unser Kontakt nicht nur auf Betriebe aus dem Umkreis, die als Solawis arbeiten, sodern auch auf kleinere Ökoprudzenten, die z.B. ihre Produkte direkt vermarkten. 

Im Dezember waren wir zudem schon das dritte Mal bei einem Endjahrestreffen der Solawis im Nordwesten dabei, das häufig auf Hof Grafel bei Rotenburg oder auf einem Hof in der Nähe stattfindet. Bei diesen Vernetzungsveranstaltungen haben neben uns meist sechs bis zehn andere Solawis aus der Region Osnabrück bis Hamburg teilgenommen. Einen großen Schwerpunkt haben wir dabei in den ersten Jahren auf die Anbauplanung gelegt. Wir haben uns gegenseitig Planungen und Zahlen vorgestellt, Tipps gegeben, viele Fragen gestellt und so von den gegenseitigen Erfahrungen und Erfolgen zu Kulturen, Sorten, Pflanzzeitpunkten etc. stark profitiert. Im letzten Jahr ging diese „Klausurtagung“ ein ganzes Wochenende lang und war deutlich breiter aufgestellt. So haben wir uns dort viel Zeit genommen, um über ganz konkrete Herausforderungen und Lösungen bzgl. Düngung & Boden, Kulturführung, Lagerernten, Schädlinge, Mitgliederzufriedenheit, Teamstruktur, Geräte, Folientunnel, und vieles mehr zu sprechen und uns so gegenseitig weiterzubilden. Im Dezember war unser Gärtner*innenteam dort zu dritt vertreten und  hat z.B. gelernt, dass andere Höfe für eine optimale Winterlagerung meist große Kühlkammern nutzen oder ihre Sommerkulturen auch mit Schafwolle düngen. Im Vergleich zeigt sich auch, dass die meisten anderen Solawis im Winter viel längere Lieferpausen machen, teilweise mehrere Monate lang und wir an uns selbst einen recht hohen Anspruch haben, ganz ohne Zukauf durchgängig zu liefern. Wieder was gelernt!

Eine weitere Zusammenarbeit, die allerdings nicht repräsentativ ist, da sie das erste Mal so stattgefunden hat, gab es vor circa zwei Wochen zusammen mit der Solawi Verden, dem Hof Imhorst, dem Buschhof und Welcome Thedinghausen (wobei die beiden letzteren keine Solawis sind). Zusammen konnten wir in den Räumen vom Haus auf der Wurth den Film „Ernte teilen“ zeigen und uns im Anschluss zusammen den Fragen des Publikums stellen. 

Zudem sind wir Mitglied im Netzwerk Solidarische Landwirtschaft. Das bedeutet, dass wir und Ihr, unsere Mitglieder, dort zu vergünstigten Preisen an Seminaren teilnehmen können und wir auch da von einem großen Wissensschatz, vielen Vorlagen und Materialien und von Beratungen profitieren können. Auch an den zweimal im Jahr stattfindenden, deutschlandweiten Netzwerktreffen haben wir teilweise schon teilgenommen. Darüber hinaus setzt sich das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft  bundesweit für solidarische Landwirtschaften in vielen Bereichen ein und arbeitet daran, dass Solawis bekannter werden und stabil in die Zukunft gehen können.

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Die Mitgliederversammlung findet am Samstag, den 25. Januar um 14 Uhr statt (Teilnahme optional für alle aktuellen Mitglieder)
  • Der nächste Aktionstag startet am Samstag, den 01. Februar um 10 Uhr
  • Die Bietrunde findet am Samstag, den 22. Februar um 14 Uhr statt (Teilnahme in Präsenz oder online obligatorisch für alle Mitglieder der neuen Saison)
Nun seid Ihr wieder auf dem aktuellen Stand! Wir hoffen, viele von Euch auf der Mitgliederversammmlung, der Bietrunde und den Aktionstagen in 2025 zu sehen! 
Bis bald und viele Grüße
Eure Zebras

Redaktion dieses Newsletters: Sina Mayer
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts:
Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.
Kaiserdamm 14a
27339 Riede

Hofpost #38: Rückblicke, Einsichten und ausblicke

Liebe Mitglieder und Freund*innen des Grünen Zebras,

auf dem Hof ist die winterliche Ruhe eingekehrt und ein ereignisreiches Zebra-Jahr neigt sich dem Ende zu. In diesem letzten Newsletter des Jahres 2024 wollen wir Euch berichten, was im winterlichen Riede passiert und Euch Lust auf das bunte Zebra-Jahr 2025 machen. 

Wenn Ihr Euch für die kommende Saison noch nicht angemeldet habt, ist nun der richtige und wichtige Zeitpunkt dafür. Am einfachsten geht das über unser Tool mit folgendem Link: https://das-gruene-zebra.de/limesurvey/index.php/449631. Da uns jedes Jahr auch einige Mitglieder verlassen, suchen wir für das kommende Jahr „Nachwuchs“. Erzählt also gerne weiter, dass wir im März 2025 in eine neue Saison starten. Das ist der beste Moment für einen Einstieg, da so das ganze Gartenjahr miterlebt und der Beitrag für den Ernteanteil selbst festgelegt werden kann. 

Wie in dieser Jahreszeit üblich, blicken auch wir gerade viel auf das vergangene Jahr zurück und freuen uns, dass dieses Jahr ein gutes für das Zebra war. Ein kleines Resümee 2024 findet Ihr in diesem Newsletter, zusammen mit ein paar kurzen Infos zu unserer Finanzplanung, Hof und Acker.

Neues vom Acker und Hofteam

Der Dezember ist der große Aufräum- und Abräummonat auf den Äckern und in den Gewächshäusern: Kultur- und Kohlschutznetze werden von den Flächen geräumt, die Bewässerungsinfrastruktur wird zurückgebaut und die Häuser von den Sommerkulturen befreit. Mit dem geschaffenen Platz können die Winter- und Frühlingskulturen dann in den Folientunneln gepflanzt werden.

Eine der diesjährigen Einsichten ist, dass wir im kommenden Jahr ein paar Gemüsesorten weniger anbauen wollen, aber dafür mehr Kapazitäten haben,uns um das Krauten und Hacken der Kulturen zu kümmern – und werden Euch am Ende merh Gemüse ausliefern können.

So langsam beginnen auch die Winterarbeiten auf dem Hof. Alles, was im Sommern liegen bleiben musste, wird nun in Angriff genommen und eine lange Liste an Winteraufgaben wird zusammen getragen. Die Anzuchttische in der neuen Anzucht 2 wurden bereits repariert, der Transporter muss überholt werden, einige Tunnel haben unter vergangenen Stürmen gelitten und noch weitere ungeahnte Aufgaben warten auf uns. Kapazitäten für all diese Arbeiten gibt es in den wenigen lieferfreien Wochen Anfang kommenden Jahres. Werden die Zebras nicht zum Ernten gebraucht, haben wir Zeit, einige Häuser mit neue Folien auszustatten, Schlauchanschlüsse zu reparieren und können kleinere Baumaßnahmen angehen. Wenn Ihr Lust habt, bei diesem Teil des Zebras mit zu bauen, mit zu reparieren und mit zu denken, meldet Euch gerne (mitglieder@das-gruene-zebra.de).

Ernteanteile & Gemüse

In unserem Weihnachtsanteil fandet Ihr traditionell Rotkohl und Kartoffeln; dieses Jahr konnten wir auch Rosenkohlherzen in die letzte Lieferung des Jahres mitgeben. Die Ernteanteile sind im Wintermodus angekommen, nachdem Chilis und Paprika dieses Jahr lange durchgehalten und den Anteil herbstlichen gefärbt haben. Nun wird die Frische im Anteil aus den Wintersalaten kommen. Einiges an köstlichem Feldsalat gab es schon in den Ernteanteilen, nun auch zweimal Postelein, auf den wir uns im Winter eigentlich immer verlassen können. Auch Asiasalat werdet Ihr diesen Winter, wenn alles nach Plan läuft, noch öfter im Anteil und zwischen den Zähnen finden. Wer nicht so auf Salat steht, kann letzteren auch in der Pfanne anbraten. 

Wie Ihr aus der letzten Hofpost vielleicht erinnert, gibt es dieses Jahr leider weniger Kartoffeln und auch der Porree entwickelt sich nicht so gut wie im letzten Jahr. Die Krautfäule machte nicht nur uns zu schaffen, sondern, wie wir von anderen Betrieben aus dem Bremer Umland erfahren haben, erging es allen so, dass sie herbe Verluste bei dieser Ackerkulturen verzeichnen mussten. Damit vermissen wir in den Anteilen zwei Konstanten der letzten Jahre und planen für die Zeit von Januar bis März ein paar lieferfreie Wochen ein, damit der Lieferaufwand nicht für zu kleine Mengen absolviert werden muss. Die genauen Termine bekommt Ihr zum Jahresanfang. Ab Januar könnt Ihr Euch noch neben dem oben erwähnten Salat auf Kürbis, Grünkohl, Steckrübe, Möhre, Bete und mehr freuen!

Verein & Organisatorisches

In der herbstlichen Gemüseumfrage habt Ihr nach zwei Aspekten zum Zebra gefragt, auf die wir gerne eingehen möchten. Heute berichten wir, wie der Finanzplan des Zebras zustande kommt und wie die Prozesse laufen, die mit Geld zu tun haben; im kommenden Newsletter gehen wir auf die Vernetzung zu anderen Solawi-Betrieben ein.

Die Kosten des Betriebs in Riede, die Gehälter für die Mitarbeiter*innen, die Pacht und die ganze Organisation der solidarischen Landwirtschaft mit Depots und Mitgliederbetreuung werden vom Verein das Grüne Zebra e.V. getragen. Wer entscheidet aber hier, was, wie ausgegeben wird und wie der jährliche Finanzplan mit einem Budget von rund 170.000 € zustande kommt? 

Die kurze Antwort wäre: laut Satzung die Mitgliederversammlung und das Plenum. Hier die längere Version. 

Wenn wir den Finanzplan für die kommende Saison am Ende eines Jahres erarbeiten, legen wir die Zahlen der letzten Jahre zu Grunde. Von diesen ausgehend diskutiert das Plenum darüber, welche Projekte angegangen werden sollen und was das finanziell bedeutet. Im Plenum, dem 14 tägigen Entscheidungsgremium in dem alle Mitglieder teilnehmen und abstimmen können, werden dann die finanziellen Bedarfe der einzelnen Arbeitsbereiche abgefragt und diskutiert. Wenn konkrete Beträge eingeplant werden sollen, wird darüber per einfacher Mehrheit der Anwesenden abgestimmt.

Während der neue Finanzplan zu Jahresende im Plenum besprochen wird, trifft sich in regelmäßigen Abständen das ganze Jahr über die Arbeitsgruppe Finanzen und schaut sich die aktuelle Entwicklung der Zahlen an. Hier wird konkret geschaut, ob in einem Bereich nachgesteuert werden muss, ob Ausgaben und Einnahmen stark von der Planung abweichen, quasi das „Controlling“. In der AG, bestehend aus zwei Ehernamtlichen und zwei Hauptamtlicen Zebras, werden gemeinsam Szenarien erdacht, für z.B. größeren Anschaffungen, Gehälter und weiteren benötigten Finanzbedarf und all das zurück ins Plenum gegeben.

Um dies greifbar zu machen, hier zwei Beispiele: Seit diesem Jahr haben wir den Hof in Riede gepachtet, bezahlen Pacht und übernehmen in mehreren Abschlagszahlungen die Fahrzeuge und Geräte des alten Betriebs. Außerdem stockten wir Anfang 2024 die Arbeitszeit einer Mitarbeiterin um fünf Stunden pro Woche auf. Für diese Mehrkosten war eine Ausweitung des Gesamtbudgets nötig. Das Plenum entschied sich, nicht deutlich mehr Mitglieder aufzunehmen und damit sehr viel mehr Anteile auszugeben, sondern an mehreren Stellschrauben leicht zu drehen: Es werden nun etwas mehr Anteile ausgegeben und der Richtwert für die Anteile wurde leicht angehoben. Dieses Szenario wurde in der Finanz AG entwickelt und das Plenum hat ihm zugestimmt.

Für 2025 sollen mehr bezahlte Arbeitsstunden auf dem Hof zur Verfügung stehen, da das Gärtner*innen-Team sonst die Arbeitsspitzen nur schwerlich schafft und erfahrungsgemäß nicht zuverlässig durch die Mitarbeit von ehrenamtlichen Mitgliedern abgefangen werden kann. Zudem machen die weiteren Flächen auch mehr Infrastruktur notwendig: Für die Erschließung des neu umgebrochenen Ackers benötigen wir auch dort eine eigene Bewässerungsinfrastruktur. Um die Arbeitsabläufe bei der Ernte zu erleichtern, sollen auf dem Hof die Gegebenheiten fürs Waschen, Wiegen und Abpacken verbessert werden. Bei all diesen Vorhaben schauen wir, was es an zusätzlichen Mitteln braucht oder ob wir an anderer Stelle einsparen und umschichten können.

Der endgültige Vorschlag für den Richtwert der kommenden Saison und für einen neuen Finanzplan wird dann von der Arbeitsgruppe Finanzen ins Plenum getragen. In der Regel stehen verschiedene Szenarien zur Wahl, was unter welchen Bedingungen umgesetzt werden kann. Die Finanz AG geht dazu jeden einzelnen Posten des Jahresfinanzplans im Vorfeld gemeinsam durch und versucht die zu erwartende Kostenentwicklung abzuschätzen. Dabei ist die Herausforderung, keine künftigen Posten zu übersehen und abzuwägen, wie hoch ein möglicher Puffer eingeplant werden soll. Das Plenum diskutiert jedes Jahr, inwieweit eine Richtwerterhöhung den Mitgliedern zugemutet werden kann oder ob wir Kostenerhöhungen anderweitig abdecken können. Durch das Solidarprinzip auf der Bietrunde muss zwar niemand mehr zahlen, als er*sie will, aber dennoch ist der Richtwert der Betrag, den wir kommunizieren und im Durchschnitt erreichen müssen. Dieser Vorschlag wird durch das Plenum abgestimmt und als möglicher Finanzplan für die kommende Saison auf der Mitgliederversammlung vorgestellt. Erst dort wird er final diskutiert und möglicherweise beschlossen. Der Finanzplan ist Teil des Protokolls der MV und allen Mitgliedern zugänglich – Nachfragen dazu beantworten wir natürlich gerne.

2023 haben wir unsere Buchhaltung an einen Mitarbeiter des Zahlenkollektivs, einem sympathischen Büro in Berlin, abgegeben, der sich fachkundig um Finanz- und Lohnbuchhaltung für uns kümmert. Vor Ort in Bremen behält Josephine die aktuellen Zahlen im Blick und rechnet Ausgaben und Einnahmen quer. Sie ist als Mitarbeiterin angestellt und arbeitet sowohl auf dem Hof, wie auch am Schreibtisch. Sie erledigt die wöchentliche Finanzsachbearbeitung mit einigen Stunden an Überweisungen, Zuarbeit, Aktualisierung des Finanzplans etc.

Einnahmen generiert das Zebra fast ausschließlich aus den gezahlten Mitgliedsbeiträgen. Geringere Erträge werden zudem durch Agrarfördermittel und die Unterverpachtung der Imhorst erzielt. Die finanziell größten Ausgabendes Vereins sind die Personalkosten (ca. 2/3 des Budgets), Pacht für den Hof und weitere Flächen, der gärtnerische Bedarf (Saatgut, Dünger, Werkzeug, Arbeitsmittel etc.), Buchhaltung, Abschreibungen und Instandhaltung der Fahrzeuge und Maschinen. Größere Ausgaben, die nicht Gehälter und Pacht betreffen, werden im Plenum besprochen und abgestimmt – dort wird dann zum Beispiel entschieden, wofür das Budget Investitionen konkret ausgegeben wird oder aus welchem Budget etwas bezahlt wird. Es gibt zwar einen groben Plan für Investitionen, manchmal ändern sich aber Notwendigkeiten oder es bietetsich spontan eine günstige Gelegenheit, eine gebrauchte Gerätschaft oder Ausstattung anzuschaffen. So können manche Ausgaben vorgezogen oder zurückgestellt werden. Des Weiteren ist es uns wichtig, jedes Jahr eine gewisse Rücklage zu bilden, um in Notfällen z.B. bei einem Schaden an den Folientunneln oder dem Transporter handlungsfähig zu sein. 

Perspektiven

Das Grüne Zebra ist als ein von seinen Mitgliedern getragener Betrieb auf Euch als Anteilsnehmer*innen angewiesen. Ohne Gemüse-essende Mitglieder, keine Solawi. Deshalb beginnt jeden Herbst die etwas bange Zeit, ob sich für die kommende Saison wieder genügend Mitglieder finden, die wir mit Gemüse versorgen können und die solidarisch ihren Beitrag dazu leisten. Nur so können wir Leute anstellen und den Hof nicht nur am Laufen halten, sondern auch im kleinen Maß etwas ausbauen. Wir sind in erster Linie an ökologischem Landbau und kooperativer Arbeit interessiert – Werbung und Marketing liegt uns nicht von Natur aus; sonst wären wir wahrscheinlich eher bei einer Biosupermarktkette gelandet als in einem selbstverwaltet arbeitenden Gärtnereibetrieb. Dennoch wollen wir die frohe Kunde vom Biogemüse aus Riede an möglichst viele Menschen bringen. Und hier kommt Ihr ins Spiel: Wir möchten Euch bitten, uns zu helfen, neue Mitglieder zu finden. Seid Ihr zufrieden mit dem Zebra?! Sagt es weiter! Teilt gerne unsere Beiträge auf Instagram, in Telegramgruppen oder einfach und vielleicht am besten im persönlichen Gespräch.

Noch bei einer weiteren Sachen würden wir uns über Eure Unterstützung freuen: Eines unserer Depots im Viertel soll in Zukunft wieder anders genutzt werden und wir suchen daher einen neuen Abholort im Ostertor. Kennt Ihr jemanden, mit einem gut zugänglichen Keller, einer leeren Garage, Platz im Laden? Meldet Euch gerne! Wichtig ist vor allem, dass der Ort eher schattig/kühl ist sowie dass eine Anlieferung ab Donnerstagmittag und Abholung bis mindestens Donnerstagsabend möglich ist. Alles Weitere können wir besprechen. Hinweise gerne an: mitglieder@das-gruene-zebra.de

Viel ist passiert 2024 – der sicher wichtigste Meilenstein war, dass wir nach einem Jahr intensiven Gesprächen und Überlegungen unsere Unterschrift unter den Pachtvertrag für den Hof in Riede und die Kernflächen setzen konnten. Viele Abläufe haben sich eingespielt, die Mitarbeiter*innen sind als Team noch weiter zusammengewachsen und eine Gruppe Ehrenamtlicher half regelmäßig mit. Wir alle waren etwas traurig und sehen einen wirklichen Verlust im Weggang unserer ehemaligen Kollegin Anna im Spätsommer, die beruflich andere Pläne umsetzen möchte. Wenn wir aber insgesamt darüber nachdenken, wie das Zebrajahr 2024 war, überwiegt bei uns die Dankbarkeit und das liegt nicht zuletzt an Euch, unseren Mitgliedern: Danke, dass Ihr dieses Jahr Teil des Grünen Zebras wart, uns in Wort und Tat motiviert habt. Unser Konzept des solidarischen Wirtschaftens lebt von Euch und auch wenn die wirtschaftliche und politische Großwetterlage schwieriger wird, seid Ihr es letztlich, die eine andere Art der Landwirtschaft möglich macht!

Termine, Aktionen, Mitarbeit

  • Erste Lieferung im neuen Jahr: Am 9. Januar 2025. Bis dahin sind zwei Wochen lieferfrei. 
  • Sonntag, 12. Januar 2025 Filmabend „Ente Teilen“ in Thedinghausen, zusammen mit Welcome Thedinghausen e.V., dem Buschhof und der Solawi Imhorst. Ab 17.00 Uhr im Haus auf der Wurth. Die Höfe stellen sich mit kleinen Infoständen vor, dann schauen wir gemeinsam den unterhaltsamen Film „Ernte teilen“ und abschließend gibt es Raum für Fragen & Austausch. Weitersagen! 
  • Dienstag, 14. Januar 2025 Filmabend „Ente Teilen“ in Bremen-Findorffab 19 Uhr in der Klimazone Findorff. Die Kolleg:innen vom Gärtnerhof Oldendorf und wir stellen sich mit kleinen Infoständen vor und auch hier abschließend gibt es Raum für Diskussion & Austausch. Gerne Weitersagen oder selbst kommen. 
  • Samstag 25., Januar findet unsere Mitgliederversammlung 2025 ab 14 Uhr in der Neuen Pop statt. Kommt gerne in die Friesenstraße, Bremen. Alle Mitglieder und Interesseierte sind eingeladen; die formale Einladung mit der Tagesordnung erhaltet Ihr separat per Mail.
  • Infoabend, Mittwoch, den 22. Januar 19:30 Uhr über zoom: Erzählt Euren Freund*innen und Bekannten, dass wir mehrere Infoveranstaltungen machen! Dort erklären wir unser Konzept der „Solidarische Landwirtschaft“, das Wichtigste zum Grünen Zebra und alles rund um die Mitgliedschaft.
  • Die Bietrunde für die Gartensaison 2025/26 findet am Samstag, den 22. Februar 2025 um 14h00 in der Neuen Pop in der Friesenstraße 16 – 19 in Bremen statt. Eine ausführlichere Einladung mit dem genauen Ablauf usw. wird im Januar separat per Mail versendet.
Wir wünschen Euch ruhige, friedliche Tage und einen guten Rutsch! 
Bis bald in 2025 und viele solidarische Grüße
Eure Zebras
Redaktion dieses Newsletters: Friedemann Wagner
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts:
Das Grüne Zebra – Solidarische Landwirtschaft in Riede e.V.
Kaiserdamm 14a
27339 Riede