Hofpost #5: Wichtige Infos zu Ernteanteilen im Januar/Februar & mehr

Hallo liebe Mitglieder des Grünen Zebras,

jetzt melden wir uns noch einmal kurz vor den Feiertagen, um Euch soweit möglich eine friedliche und entspannende Zeit zu wünschen und Euch neben positiven Gedanken auch Neuigkeiten zu senden. Wir denken aber auch an alle, die an den Feiertagen (lohn-)arbeiten müssen – davon bleibt ja auch die Landwirtschaft nicht verschont.

Neues vom Acker 

Die meisten Kulturen sind vom Acker verschwunden. Allerdings wurden einige Reihen Möhren unter wärmendem Vlies verpackt, sodass sie draußen überwintern können und dann im Frühjahr zum Verzehr bereitstehen. Sie werden dann hoffentlich genauso lecker, wie die, die wir derzeit ausgeben. Vielleicht habt ihr bemerkt, dass sie besonders süß sind? Dafür haben die späte Ernte und leichte Bodenfröste gesorgt. Auch unser Porree bleibt über den Winter auf dem Acker und wartet auf das Frühjahr, in dem er dann noch etwas zulegen kann. Zudem wächst in den Tunneln fleißig einiges an Wintersalat. Doch wenn draußen die Tage am kürzesten sind und Temperaturen um den Gefrierpunkt vorherrschen, wachsen Feldsalat und Co. nur noch sehr langsam. Daher ist hier noch ein wenig Geduld bis Anfang des neuen Jahres gefragt, bis die Wintersalate erntereif sind.

Da wir weniger Zeit auf dem Acker verbringen, bleibt mehr Zeit für die Tierpflege. Die Kühe sind nun von der Weide komplett in ihr Winterquartier umgezogen und müssen dort regelmäßig ausgemistet und versorgt werden… das hält warm! 

Allgemein blicken wir auf ein ereignisreiches und für uns spannendes Jahr 2021 zurück und freuen uns, mit Euch gemeinsam die Saison abzuschließen. Wir sind begeistert von den Erinnerungen an weiße Apfelblüten, reiche Tomatenernten, zarte Pflücksalate, dicke Zucchinis und Auberginen. Manche Kulturen haben uns selbst etwas überrascht, zum Beispiel die nicht endende Physalis, 15 kg schwere Kürbisse, die alten und sehr leckeren Apfelsorten, der rote Spitzkohl oder der leicht wachsende schwarze Rettich mit großem Ertrag. Wir wissen aber auch, dass manche Erträge kleiner ausgefallen sind als gedacht, die Anteile in den ersten Wochen nicht so üppig waren und es beispielsweise im Sommer fast keinen Kopfsalat gab. Ein paar Erklärungen dafür sind der sehr feuchte und nicht so heiße Sommer, der das Kraut hat sprießen lassen, ein Schnecken- und Hasenparadies war und damit unseren kleinen, frisch gepflanzten Pflänzchen manchmal keine Chance zum Überleben gegeben hat. Zudem hatten wir im Sommer leider eine große Lieferung mit Anzuchterde, die nicht die richtigen Bestandteile hatte, weswegen die Aussaat nicht groß geworden ist. Bis wir den Fehler mit der Firma bereinigt hatten, sind auch da leider einige Wochen verstrichen, die uns in einen ungünstigen Rückstand mit Jungpflanzen gebracht haben. Wir lernen aus all dem und sehen daraus vor allem ein Potenzial, uns nächstes Jahr weiter zu verbessern.

Ernteanteile und Gemüse

Neben Essen ist eine klassische Tätigkeit zum Ende des Jahres ja, das vergangene und das kommende Jahr zu reflektieren. Im Zuge dessen haben wir gründlich unseren Keller durchforstet und durchgewogen und festgestellt, dass die Vorräte an Lagergemüse schneller schrumpfen als geplant. Auch in den Tunneln sind bald die letzten Mangoldvorräte abgeerntet und das Gemüse geht langsam zur Neige. Um Euch nicht wöchentlich für kleine Mengen in die Depots zu holen und auch die Logistik zu sparen, haben wir uns entschieden, im Januar und Februar 2022 nur alle 14 Tage zu liefern, dafür vernünftigere und größere Wintermengen. Die verbleibenden Liefertage für diese Saison sind somit:

30. Dezember 2021
13. Januar 2022
27. Januar
10. Februar
24. Februar

Wir haben dazu länger diskutiert und beide Varianten abgewogen. Aus unserer Sicht ist das Modell der zweiwöchigen Lieferungen im Winter das passendere. Gebt uns gerne Rückmeldungen, falls das für Euch gar nicht passen sollte: mitglieder@das-gruene-zebra.de

Dass die Ernteanteile im Winter kleiner werden, ist in einer saisonalen, regionalen Gemüsegärtnerei ohne Zukauf Normalität. Dass es von Februar bis Juni nicht so üppige Erträge und weniger Lagergemüse mehr gibt, ist daher auch nicht verwunderlich. 

Zudem ist es so, Wintergemüse eher zu den anspruchsvolleren Kulturen bzgl. Anbau und Lagerung gehört. Wird im Sommer nicht richtig geackert, sind die Erträge deutlich kleiner. Auch die richtigen Lagerbedingungen müssen stimmen. Viele Gärtnereien machen daher eine komplette Pause nach dem Herbst bis in den nächsten Sommer hinein. Wir möchten Euch gerne möglichst lange in den Winter hinein mit Gemüse versorgen, haben uns aber in diesem ersten richtigen Jahr in der Planung etwas verschätzt. Das wünschen wir uns anders für die kommende Saison und möchten uns diesbezüglich gerne weiterentwickeln. Aber es ist eben auch unser erstes Jahr und wir hoffen auf Euer Verständnis, dass dieses Mal noch nicht alles perfekt lief.

Zum Prinzip der solidarischen Landwirtschaft gehört es daher auch, dass wir unter Euch Mitgliedern die Ernte aufteilen, die es gerade gibt. Dadurch hatten wir im Spätsommer sehr große Anteile, im Winter wird es entsprechend weniger Ernte. Betriebskosten haben wir jedoch relativ konstant ganzjährig. Deswegen ist es für uns eine große Unterstützung, dass Ihr nicht das einzelne Produkt pro Kilogramm, sondern den Hofbetrieb insgesamt mit Euren monatlichen Abschlägen mittragt.

Perspektiven

Kurz vor Weihnachten ist unsere komplett ehrenamtliche Orgaarbeit ein bisschen in den Hintergrund gerückt. Trotzdem verfeinern wir in den AGs weiterhin das Konzept fürs nächste Jahr, sitzen an Finanzplänen, Anbau- und Stellenplanung, Öffentlichkeitsarbeit und Infrastruktur sowie der Vorbereitung für die neue Saison. 

Verein & Organisatorisches

Unsere Mitgliederversammlung wird sehr wahrscheinlich am 3. Februar 2022 digital stattfinden. Wir laden Euch rechtzeitig zu Beginn des neuen Jahres dazu ein! 

Zudem suchen wir weiterhin nach eine*r weiteren Gärtner*in. Sagt gerne Euren Bekannten und Interessierten Bescheid. Falls Ihnen eine Leitungsposition zu anspruchsvoll erscheint, freuen wir uns auch über kleinere Unterstützung in unserem Team.

Falls Ihr es auf der Homepage noch nicht gesehen habt, wir wurden im Oktober erneut EU-ÖKO-022 zertifiziert. Auch wenn wir meist auf das Logo verzichten, hier könnt ihr die Bescheinigung einsehen: https://www.bioc.info//document/html?document=e213e922-cb8f-49b7-86cc-97af86cdcecf

Termine, Aktionen, Mitarbeit

Wie bereits im letzten Newsletter angekündigt, führen wir derzeit im Winter keine regelmäßigen Aktionstage durch. Wir freuen uns aber, wenn im nächsten Jahr alle Anteilsnehmer*innen zumindest einen Tag auf dem Hof mitarbeiten möchten und stellen Euch die Termine frühzeitig mit einem Kalender zum Eintragen zur Verfügung.

Da es manche von Euch vielleicht nicht wissen, möchten wir Euch darüber informieren, dass Ernteanteile auch durch regelmäßige (in der Regel wöchentliche) Mitarbeit auf dem Hof oder Orgaarbeit in den AGs erarbeitet werden können, statt einen finanziellen Beitrag zu leisten. Bei Fragen dazu, wendet Euch gerne an mitglieder@das-gruene-zebra.de

Danke für Eure Unterstützung, Mitarbeit, Solidarität und Rückmeldungen in diesem Jahr! Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit Euch unser erstes komplettes Kalenderjahr als Solawi abschließen können. Wir wünschen Euch Guten Appetit mit dem Anteil vom 30.12. und dann einen ruhigen Jahreswechsel. Wir freuen uns auf den Austausch und die Zusammenarbeit mit Euch im nächsten Jahr!

Viele Grüße

Eure Zebras

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